Ann Barnhardt: Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder


Judith 3

Anbei der angekündigte Text von Ann Barnhardt in der Übersetzung von davillatollkuehn. Dieser Text stimmt sehr traurig, weil er wahr ist. Benedikt ist der Vater, die Mutter ist die Kirche, die Kinder sind die noch-gläubigen Restkatholiken, der psychopatische Stiefvater ist Bergoglio und die Sodomitenbande sind sein Umfeld: Ricca, Paglia, Fernandez, Coccopalmerio und wahrscheinlich viele, viele mehr. Haben wir keine Angst einen Prozess zu riskieren? Warum denn? „Gay ist ok“, wie die Welt sagt und Franziskus fügt hinzu: „Wer bin ich, um zu urteilen?“ Er muss es wohl selbst am Besten wissen. Wir verwenden dem amerikanischen Original entsprechend das theologische Fachwort „Sodomit“ oder „sodomistisch“, statt des „wertneutralen“ (Gibt es das?) „schwul“ oder „homosexuell“, da Sodomie, nach dem katholischen Glauben, den wir hier vollumfänglich vertreten, eine schwere Sünde gegen die Natur ist, die zu Himmel schreit. Aber in diesem Text wird Sodomie nur sehr periphär behandelt. Es geht hier um ein feiges Weglaufen vor dem Feind, um eine Desertion, um die Verletzung der Standespflichten, um Selbstmitleid und Selbstzufriedenheit. Ja, es geht um Benedikt / Ratzinger. Denn was hilft es, wenn Benedikt tränenselige und sentimentale Briefe schreibt,  welche katholisches. info weiterhin unbeirrt als „mutig“ bezeichnet, wenn er selbst diese Situation verursacht hat? Lesen wir Ann Barnhardt und weinen wir, denn dies ist leider die Wirklichkeit, der wir uns stellen müssen.

Liebe Kinder,

Es ist schon über vier Jahre her, seit ich Euch verlassen habe und mich selbst zum „emeritierten Vater“ erklärte, aber ich wollte diesen Brief in der Hoffnung an Euch schreiben, dass er Euch tröste. Als ich aus der Tür gehend sagte, ich höre nicht auf, Euer Vater zu sein, habe ich mich nur dazu entschieden, es in einem mehr passiven, kontemplativen, inaktiven und abwesenden Sinne zu sein. Aber nach all dem – wer mag sagen, wie viele „Väter“ ein Kind haben kann? –  ist es nicht wichtig, wer Euer Vater ist oder wer es nicht ist, sondern vielmehr, was Vaterschaft BEDEUTET. Für mich bedeutet Vaterschaft, sich von den aktiven Pflichten derselben zurückzuziehen, während man den spirituellen Aspekt beibehält, und dabei zur Seite tretend den Weg für einen anderen Mann freizumachen, der Euer „aktiver Vater“ sein wird. Auf genau diesem Wege habe ich die Vaterschaft so ausgeweitet, dass sie sich dauerhaft in ein kollegiales, synodales Modell verwandelt. Zumindest rede ich mir das ein.

Ich möchte, dass Ihr wißt, dass, seit ich Eure Mutter und Euch alle aufgegeben habe, ich mir vollkommen bewusst darüber  bin, dass ein rasender Geisteskranker, der sich selbst Euer „aktiver Vater“ nennt,  in Euer Haus eingezogen ist und täglich vor Euren Augen Eure Mutter vergewaltigt und schlägt. Gleichfalls ist mir bewußt, dass er Euch schlägt, emotional missbraucht, Euch vergiftet und Euch den Kabalen seiner Freunde vorwirft, die fast alle Sodomiten und Kinderschänder sind.

Ich möchte, dass Ihr wisst, dass mir das bewusst ist und ich Euch meiner Nähe im Gebet versichere. Ich hoffe, dass Euch das tröstet.

Fragt mich nicht, woher ich das weiß.  Sagen wir mal so…als ich noch Euer „aktiver Vater“ war…wurde ich in bestimmte…Geheimnisse …eingeweiht.

Der Psychopath und seine sodomitischen kinderschänderischen Freunde vergewaltigen und schlagen Eure Mutter so übel, dass es buchstäblich ein Wunder braucht, um ihr Leben zu retten. Obwohl sie zu Tode geschlagen und vergewaltigt wird, wird sie nicht sterben. All dies geschieht vor Euren Augen. Der Psychopath und seine Sodomiten-Bande werden sich genießerisch in der Tatsache suhlen, dass ihr, die Kinder, seht, was geschieht.

Viele von Euch, meine lieben Kinder, werden das nicht überleben. Ihr werdet geschlagen, beschimpft und vergiftet und einige von Euch werden vergewaltigt werden. Dieser Missbrauch und der Terror wird für viele von Euch so heftig werden, dass Ihr Eure Mutter aufgeben und de facto Selbstmord begehen werdet. Wieder andere von Euch werden sich in dieselbe Art von geisteskranken Monster wie Euer „aktiver Vater“ und seine Gang verwandeln. Das einzige, was ich Euch versprechen kann, ist, dass zumindest EINER von Euch überleben wird. Möglich ist, dass ALLE BIS AUF EINEN von Euch, meine lieben Kinder, verloren gehen werden.

Aber fasst Euch ans Herz. Mir ist bewußt, was mit Euch geschieht und ich versichere Euch meiner Nähe in meinem Gebet.

Nun, Ihr werdet Euch wundern, warum  ich weder die Polizei anrufe, jemanden benachrichtige, noch irgendwie gegen den Psychopathen selbst aktiv werde, der Eure Mutter vergewaltigt und schlägt und der versucht mit aller ihm möglichen Härte alle von Euch zu ermorden.

Das ist ziemlich schwer zu erklären, und noch schwieriger zu schreiben, aber ich will versuchen, es mit einfachen Worten darzulegen. Seht, ich bin vollständig dafür verantwortlich, Euch verlassen zu haben, während ich in einem weiteren Sinne verantwortlich bin für die Schaffung des Psychopathen, der sich nun Euer „aktiver Vater“ nennt, für die Schaffung seiner gesamten sodomitischen, kinderschänderischen Gang und die Kreierung der kompletten Matrix, in der sie existieren (können).

Damit ich Euch helfen kann, müßte ich nicht nur zugeben, dass ich einen furchtbaren, schrecklichen Fehler beging – tatsächlich, wird so etwas juristisch ein „wesentlicher Irrtum“ genannt,  sondern auch selbst anerkennen, dass mein gesamtes Leben als Erwachsener – jetzt schon mindestens 55 Jahre – auf einem komplett irrigen und falschen  Weltbild bis hin zum Niveau der Metaphysik, aufbaut. Während ich niemals die Dinge Eurer Mutter oder einem von Euch Kindern antun würde, die der Psychopath der sich Euer „aktiver Vater“ nennt, tut, habe ich viele harte Jahre daran gearbeitet, das Milieu zu kreieren, dessen direktes Produkt dieser Psychopath und seine Gang sind. Und dann, vor vier Jahren, rannte ich weg, um Euer „emeritierter Vater“ zu sein – ließ die Tür sperrangelweit offen und der Psychopath und seine Gang spazierten in unser familiäres Zuhause hinein und begannen mit ihrem systematischen Vergewaltigungs- und  Ermordungsprogramm.

Nun Kinder, ich liebe Euch, aber ich bin mir sicher, Ihr versteht, dass ich mir nicht einfach einen dieser Fehler eingestehen kann, egal wie offensichtlich und klar sie sind und egal wie schwer Ihr und Eure Mutter dadurch verletzt werdet. Es ist schlicht unmöglich, zu sagen, dass mein gesamtes Erwachsenen-Leben nicht nur irrig, sondern möglicherweise die größte Katastrophe ist, die unserer Familie passieren konnte. Niemand kann von mir erwarten, mich in dieser Weise zu demütigen, und nichts ist diese Art von Demütigung wert. Nichts. Ich bin mir sicher, dass Ihr alle die Position versteht, in der ich mich befinde. Deswegen kann ich weder etwas sagen, noch die Polizei oder einen Eurer Onkel benachrichtigen. Nicht dass Eure alarmierten Onkel nicht helfen würden – es gibt nur noch eine Handvoll, die nicht in der Psychopathen-Gang sind, aber alle Eure guten Onkels sind verweichlicht und unfähig zu kämpfen. Ungefähr so wie ich.

Ich hoffe, dass, während Eure Mutter zu Tode vergewaltig und geschlagen wird und ihr selber einer nach dem anderen abgeknallt werdet, das Wissen, dass ich vor irgendeiner Demütigung bewahrt wurde, euch tröstet, und, ich wiederhole, dass mit bewußt ist, was mit Euch geschieht und ich versichere Euch meiner Nähe in meines Gebetes.

Mein Rat ist, beschwichtigt den Psychopathen, der sich Euer „aktiver Vater“ nennt, und vielleicht wird er Euch als letzte ermorden. Das jedenfalls werde ich machen.

Betet für mich, und seid getröstet dadurch, dass mir bewußt ist, was passiert und durch meine Nähe zu Euch in meinen Gebeten.

Euer „kontemplativer Vater Emeritus“

(zumindest nenne ich mich so)

 

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des siebten Sonntags nach Pfingsten

Mt 7, 15 – 21

Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen. Sammelt man von Dornbüschen Trauben oder von Disteln Feigen? So trägt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber trägt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte tragen und ein schlechter Baum nicht gute Früchte. Jeder Baum, der nicht gute Frucht trägt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also könnt ihr sie erkennen.

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! Wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist (wird in das Himmelreich eingehen).

Betrachtung zum Evangelium des siebten Sonntags nach Pfingsten

Falsche Lehrer kündigen sich nicht selten mit Werken der Wohlthätigkeit, der Menschenliebe und mit dem Edelmuth duldsamer Gesinnung an. Sie verheissen Licht, verborgene Schatze der Weisheit, Freiheit des Geistes, Befreiung von Vorurtheilen und berücken arglose Herzen. — Darum laßt uns wohl einfältig seyn, wie die Tauben, aber auch klug, wie die Schlangen! Hüten wir uns vor Menschen, die uns durch arge Grundsätze und Beispiele zum Bösen verleiten wollen! Trauen wir ihren süssen Worten nicht; denn unter dem Honig ihrer Rede ist tödtliches Gift verborgen, und unter dem Schafs-Felle steckt ein räuberischer Wolf, der nur würgt und zu Grunde richtet. Bitten wir daher Gott mit aufrichtigen Herzen, daß er uns bei der Wahl eines Führers unserer «Seele erleuchte! O Herr, nimm nicht von mir das Licht der Wahrheit und des Glaubens! Lasse mich den wahren Glauben an Jesum auch durch die Werke zeigen! Der Glaube ohne die Werke ist todt. Es ist ferner nicht genug, daß man nichts Böses thue, man muß auch Gutes thun; denn Gott will von seinem Baume gute Früchte.

Kirchengebet

Gott! dessen Vorsehung, ohne je zu irren, in allem, was sie ordnet, zum Ziele kömmt; wir bitten Dich demüthig, wende alles von uns ab. was uns schädlich ist, und verleih, was zu unserm wahren Nutzen gereicht! Amen.

Benedikts Brief oder How I abandoned Your mother


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Ausgangslange – die Kinder verlassen

Für alle, die sich nicht in modernen Fernsehserien auskennen. Der obige Titel ist eine Anspielung auf die amerikanische Sitcom How I met Your mother (HIMYM)– „Wie ich eure Mutter kennenlernte“, in der ein Vater in vielen, vielen Sitzungen und wohl Jahren (die Serie lief 9 Jahre lang) seinen Kindern erzählt, wie er deren Mutter traf. Die Serie HIMYM ist absolut nicht zu empfehlen und man muss junge Leute bedauern, die mit ihr aufwachsen und dann solch eine Vorstellung von Liebe, Freundschaft und Ehe hegen werden. How I abandoned Your mother bedeutet im o.a. Titel „Wie ich Eure Mutter verlassen habe“. Der Text von Ann Barnhardt „Der Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder“, den wir bald in der deutschen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen werden, ist dermaßen treffend und ergreifend, dass er wirklich Tränen in die Augen treibt.

Ja, die Kirche – die Braut Christi wird von Bergoglio und seinen Mannen vergewaltigt und geschändet. Ihre Kinder, Katholiken, werden ebenfalls vergewaltigt, geschlagen, vergiftet und missbraucht und das Schlimmste dabei ist, dass man ihnen einredet, dass es sich beim Gift um eine Arznei handelt. Dennoch hinkt der Vergleich von Ann Barnhardt ein wenig, weil der eigentliche Bräutigam der jungfräulichen Kirche und Mutter Christus und nicht der Papst ist. Christus wird seine sichtbare Kirche nicht verlassen, obwohl er sie schon jetzt durch Bergoglio bestraft und weiterhin bestrafen wird, wie damals 1527 bei Sacco di Roma, so glauben wir.

Wer ist an diesem Zustand schuld? Benedikt XVI. / Ratzinger: er ist weggelaufen. Fühlt er sich schuldig? Nein.

„Benedikt XVI. ist mit sich selbst in Frieden“,

sagt Gänswein, sein Privatsekretär. Benedikt sagt es in seinem unsäglich banalen Interviewbuch auch selbst. Er scheint ein wenig die jetzige Situation zu bedauern, siehe der Brief zum Begräbnis von Kardinal Meisner:

[Zeiten] in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen und ganz entschieden aus dem Glauben leben und denken.

[…] dass der Herr seine Kirche nicht verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist.

Was ist das? Ein Wunschkonzert? Sollte denn Benedikt selbst nicht ein solcher Hirte gewesen sein? Warum hat sich denn das Boot „schon fast zum Kentern angefüllt“? Womit hat es sich den angefüllt? Mit den islamischen „Flüchtlingen“, die Franziskus nach Europa lockt?

 Theologie Ratzingers

Benedikt ist nicht nur mitschuldig an dieser Misere. Er ist der Hauptgrund, er ist die Ursache! Zuerst hat er sein ganzes Leben solch eine Theologie betrieben, welche diesen Zusammenbruch und diese Apostasie möglich machte. Dann ist er zurückgetreten, um Bergoglio Platz zu machen. Wurde er dazu gezwungen? Das ist mehr als sicher, aber er muss ja in der Vergangenheit etwas getan haben, was ihn dermaßen erpressbar machte, dass er (1) zurückgetreten ist und (2) jetzt still hält. Hat denn Benedikt Gewissensbisse? Nein. Warum nicht? Weil er sich eine „Theologie“ zurrechtkonstruiert hat, welche ihm ein ruhiges Gewissen verschafft und die Schuld anderen zuschiebt. Das Gewissen aber ist nicht die letzte Norm der ethischen Handlung. Die ist nur die subjektive Norm, die irren kann. Die eigentliche und objektive Norm ist das Gesetz Gottes, das jeder Psychopath seine Taten mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Wir haben uns schon hier mehr als einmal gefragt, ob Benedikt wirklich gläubig gewesen ist und zwar gläubig im Sinne der Übereinstimmung des Verstandes mit der geoffenbarten Wahrheit. Die Antwort fiel leider negativ aus. Schon in seiner Habilitationsschrift, die aufgrund des Häresieverdachts in der ersten Fassung nicht angenommenen wurde, untersucht er den Offenbarungsbegriff von Bonaventura oder eher das, was er dafür hält. Darin stellt Ratzinger die These auf, dass der Mensch kein Empfänger der Offenbarung ist, sondern dass er diese selbst macht oder mitgestaltet. Ganz platt und einfach formuliert, natürlich. Dieser Offenbarungsbegriff aber entspricht nicht der katholischen Lehre und deswegen musste Ratzinger seine Habilitationsschrift umschreiben, sodass sie endlich angenommen wurde.[1] Wir haben zwar weder die erste noch die zweite Fassung dieser Habilitation gelesen, nehmen aber stark an, dass die zweite Fassung verklausuliert dasselbe enthielt wie die erste, was aber auch im Sinne des Lehramtes auszulegen war (Einerseits-Andererseits, Jedoch-aber-wenn-pastorale-Gründe-etc, Sowohl-als-Auch). Wenn sich aber der Mensch seine Offenbarung selbst schafft und seinen „Gott“ gleich mit, dann kann doch dieser „Gott“ von einem Menschen nichts verlangen, was dem Menschen gegen den Strich geht. Oder? Deswegen gibt es bei Benedikt keine Spur von Reue. Schuldig ist der Zeitgeist, nicht er selbst. Zurecht schreibt Ann Barnhardt, dass Benedikt vielleicht auch die geschundenen Kinder der Kirche bedauert, aber sich keinen Deut um sie kümmert, geschweige denn für sie kämpft, weil er ja sich selbst, „den Mozart der Theologie“, in Frage stellen müsste und sein „Lebenswerk“ auch. Finis coronat opus – Das Ende/Ziel krönt das Werk, sagt der Lateiner. Und der Rücktritt Benedikts krönt sein theologisches Opus, was somit nichts wert ist. Weder intellektuell, noch moralisch, noch spirituell. Nicht intellektuell, weil Benedikt in seinem Handeln inkonsistent gewesen ist (Papsttum angenommen, Papsttum niedergelegt. Papa emeritus). Nicht moralisch, weil er wahrscheinlich aufgrund von Immoralität erpressbar ist und der bergolianischen Unmoral mit seinem Rücktritt Tor und Tür öffnete. Nicht spirituell, weil er doch jeglichen sensus fidei bar ist, wenn er so gehandelt hat, wie er handelte. Ist denn Benedikt ein Atheist? Das wohl kaum. Er ist ein Agnostiker, der sich in jahrzehntelangen Kleinstarbeit einen „Gott“ konstruiert hat, der „der Moderne“ entspricht und den ratzingerianischen intellektuellen Ansprüchen natürlich auch. Nur dieser „Gott“ ist kein wahrer Gott. Es ist kein dreieiniger Gott der Kirche und der objektiven Offenbarung.

Verantwortung des Theologen und Kirchenlehrers

Vor kurzem, am 14 Juli, feierten wir im Alten Kalender das Fest des Kirchenlehrers hl. Bonaventura, welcher wirklich nichts dafür kann, dass Ratzinger ihn zu seinem Habilitationsthema wählte. In der Matutin des Tridentinischen Breviers gibt zu den Worten Christi: „Ihr seid das Salz der Erde“ eine Predigt von hl. Johannes Chrysostomus, wie sie bei den Festen der Kirchenlehrer gelesen wird. Der hl. Johannes schreibt:

Attendite quid dixerit, Vos estis sal terrae: per quod ostendit quam necessario ista praecipiat. Non enim de vestra, inquit, tantummodo vita, sed de universo orbe vobis ratio reddenda est.

Achtet darauf, was er gesagt hatte: „Ihr seid das Salz der Erde“, dadurch zeigt er wie notwendig dieses [Salz] doch ist. Denn nicht nur für Euer Leben, sondern für die ganze Welt werdet ihr zur Rechenschaft gezogen.

Schrecklich Worte! Die Kirche und insbesondere ihre Theologen werden für die ganze Welt, welche aufgrund der verkehrten Theologie verlorengegangen ist, Rechenschaft abgeben. „Ihr seid das Salz der Erde“, also der Welt auch, nicht nur der Kirche. Wie ein Kirchenlehrer ein Licht der Kirche und damit der Welt ist, weil er die Dunkelheit der Sünde erleuchtet, so ist ein Häretiker ein Dunkelmann und ein „Verlöscher“. Wie lächerlich ist es, was katholisches.info nicht lassen kann, Benedikt als den orthodoxen Konservativen hochzuhalten, als einen quasi modernen „Kirchenvater“. Er ist es nicht! Er ist es nie gewesen! Er hat die Karre in den Dreck gefahren als: Theologe, Konzils-Peritus, Bischof, Kardinal, Papst und papa emeritus. Wir ließen uns blenden und haben es lange nicht gesehen, weil sich wirklich kaum jemand die Mühe machte, all seine Schriften durchzulesen und außerdem hat der, der an der Macht ist, ja immer Recht. Ferner muss man sich an jemandem emotional aufbauen können, weil es schwer anzunehmen ist, dass alle an der Kirchenspitze verkommene Atheisten sind, die diesen Bullshit nicht glauben. Glaubte denn Ratzinger „diesen Bullshit“? Wohl kaum. Lesen Sie doch sein Standardwerk Einführung in das Christentum, legen Sie einen Denzinger (Dogmensammlung der Kirche) daneben und Sie werden sehen, wie er die Glaubenswahrheiten verändert und mutiert, damit sie „für den modernen Menschen annehmbar werden“. Ja, es bleibt von der Glaubenslehre ein wenig übrig und das Gefährliche ist dabei, dass dieses Etwas einen katholischen Eindruck macht. Es ist aber bei näherem Hinsehen leider nicht katholisch. Warum hat es niemand entdeckt? Doch, dass haben verrückte Traditionalisten in der Vergangenheit schon getan,[2] aber im theologischen Mainstream, auch bei den Neokonservativen, hat niemand die katholischen Lehre ausreichend gekannt, um es wirklich analysieren zu können oder man war zu feige sich mit dem Konzils-Peritus, dem Startheologen, dem Kardinal von München und dem Präfekten der Glaubenskongregation, der natürlich „stockkonservativ“ und „reaktionär“ gewesen ist, anzulegen. Wer macht sich schon die Mühe, Tausende von Seiten der Ratzinger-Schriften auf ihre Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre zu untersuchen? Dazu wäre eine Zwangsneurose nötig, welche selten mit intellektueller Objektivität Hand in Hand geht. Wem hätte man denn diese Untersuchung schicken sollen? Ratzinger selbst als dem Präfekten der Glaubenskongregation? Den Ratzinger-Schülern und Nachfolgern: Levada und Müller? Dem „hl.“ Papst Johannes Paul II, der Ratzinger ernannt hatte, weil er von seinem Buch Einführung in das Christentum dermaßen begeistern war? Vielleicht hat es schon jemand getan und wir wissen es nicht, weil es in den Archiven der Glaubenskongregation verschwunden ist. Menschen, die jetzt die Welt nicht verstehen, wobei neo-konservative Katholiken gemeint sind, also jene, die ihren Katholizismus anhand des „konservativen“ Pontifikats von Johannes Paul II definieren und natürlich das Vat. II befürworten,[3] haben ein falsches Bild vom Ratzinger. Er war immer progressiv, d.h. modernistisch und er ist es geblieben. Das Charisma des Petrusamtes hat ihn vor größerem Unfug geschützt und schützt ihn immer noch, denn er ist immer noch Papst, aber unter dem Strich bleibt nichts außer Summorum Pontificum übrig, welches ein Aufheben der liturgischen Reformen des Vat. II über die Hintertür ist. Auch wenn es sehr schmerzlich ist: man muss sich der Wahrheit stellen.

  • Ratzinger war ungläubig, d.h. er hat die Realität der katholischen Dogmen indirekt geleugnet.
  • er konstruierte sich seine eigene „Theologie“, welche ihn berühmt machte und
  • ihm die höchsten Ämter der Kirche sicherte
  • welche er durch seinen Rücktritt, vom Papstamt, zerstörte.
  • Ratzinger/Benedikt ist mit sich selbst im Reinen, weil seine Tat seinem „Glaubensbegriff“ entspricht.
  • Er wird für uns beten, vielleicht, dass wir zur Abwechslung nicht „vor den Wölfen weglaufen“.

[1] http://www.institut-papst-benedikt.de/fileadmin/user_upload/Presseschau/borMedia1067405.pdf https://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2009-09-12/ratzingers-habilitationsschrift-nach-53-jahren-publiziert-ueberbringer-bischof-mueller-im-domradio https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Offenbarungsverst%C3%A4ndnis_und_die_Geschichtstheologie_Bonaventuras

[2] http://www.traditioninaction.org/RevolutionPhotos/A099rcRahner_JosephRatzinger.htm

[3] Sie werden hier sehr treffend beschrieben: https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/06/01/steve-skojec-raus-aus-dem-kaninchenloch/ https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/12/02/hilary-white-die-bischoefe-treten-in-den-krieg-ein/ https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/11/28/hilary-white-ein-neues-schisma-fuer-eine-neue-kirche-2-von-3

Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (3 von 3)


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Nachtrag, Umkehr und Welt-Interview

All diejenigen, die meinen wir hätten zu scharf und dazu noch anonym über Kardinal Müller geurteilt, mögen sich sein neuestes Interview in der Welt durchlesen. Noch weltlicher geht es wirklich nicht, obgleich Müller jetzt wirklich nichts zu verlieren hat. Aber vielleicht gelangt er durch diese Auszeit oder eher Verbannung zur Besinnung und entdeckt das Katholische am Katholischen. Der Schreiber dieser Zeilen war schon immer recht konservativ gewesen, für deutsche Verhältnisse viel zu konservativ und wunderte sich, warum ihn Gott so züchtigte, was Er auch weiterhin tut. Es stellte sich heraus, dass er zwar an weltlichen Maßstäben gemessen rechtgläubig, konservativ und fromm gewesen ist, aber nicht nach den Maßstäben Gottes. Diese sind viel strenger und viel höher. Deswegen wünschen wir Kardinal Müller, dass er auf dem Umweg des Leidens, denn sein Rausschmiss ist ja Leiden, Gottes Maßstäbe entdeckt und erreicht und auf diese Weise nicht verloren geht. Man sieht leider nicht die Matrix, wenn man in ihr steckt. Man braucht einen Außenblick und deswegen hatten so viele Heilige eine Einsiedlerphase oder eine Phase der Krankheit, wo das Bisherige völlig für sie zusammenbrach.

Bekehrung ist immer schwierig. Intellektuelle Bekehrung noch mehr, weil man sein ganzes intellektuelles Koordinatensystem und Weltbezug verändern muss. Der Schreiber dieser Zeilen lernt in der letzten Zeit, dass deswegen so wenige Menschen an intellektuellen Fragen interessiert sind und nach diesen ihr Leben und nicht umgekehrt ausrichten, weil die Meisten das Intellektuelle, d.h. die Bildung, die Titel, die Bücher, die eigene Wirkung als eine Art Zierde ihrer Persönlichkeit betrachten, als einen Teil ihrer selbst. Wie eine teure Uhr oder ein teures Auto, welche der eigenen Persönlichkeit einen Glanz verleiht. Ein Titel ist also ein schönes Kleid oder ein teurer Anzug.  Müller verdankt ja seinen Novus Ordo Ansichten alles: sein Priestertum, das bequeme Leben eines steuerfinanzierten Geistlichen, seine akademische Laufbahn, sein Bischofsamt und sein Kardinalat.  Jetzt versteht er die Welt nicht mehr, da er ja alles richtig gemacht habe und es nach hinten losgegangen ist. Er versteht Gott nicht, denn es war nicht Gott, der ihn führte, sondern die eigene müllersche Novus Ordo Gottesvorstellung. Es ist wahrscheinlich, dass Müller eher dem Atheismus verfällt, als das Vat. II in Frage stellt. Warum? Weil Vat. II dieses weltliche Klerikerleben sanktioniert und empfiehlt. Sonst wäre es ja viel härter und man käme gar nicht auf die Idee sich bei der Welt zu beschweren, dass man die Wohnung auf eigene Kosten renoviert hat. Ein deutscher Bischof verdient 11.000 EUR im Monat, nicht im Jahr! Es ist wahrscheinlich, dass die vermeintlich „konservativen“ Hierarchen viel mehr Schaden anrichten als progressive, weil sie die Restkatholiken verleiten immer weiter von Gott abzufallen, Restkatholiken, welche einem Progressiven nicht gefolgt wären. Deswegen hat man nach dem Vat. II immer ein Paar Vorzeigekonservative gehalten. Just in case! Beten wir für Müller, dass er sehend werde, dass er Buße tut, dass er endlich etwas für die Kirche und Christus und nicht für seine eigene Karriere tut. Noch ist er am Leben, noch kann er gerettet werden. Amen.

 

Heute am 19.07 das Fest des Hl. Vinzenz a Paulo (1581-1660)


Vincent de Paul

Aus gegebenen Anlass des heutigen Festes des Hl. Vinzenz a Paulo wollen wird einen älteren Beitrag nochmals vorstellen und zwei Zitate von ihm beifügen, welche zur derzeitigen kirchlichen Situation passen. Nehmen wir einfach an, dass Heilige es besser wissen.

Es soll sowohl für Einzelpersonen als auch für Ordenshäuser und Ordenskongregationen als großes Unglück betrachtet werden, wenn alles gemäß ihren Wünschen verläuft; wenn sie in aller Ruhe ihre Werke verrichten können und nichts, um der Liebe Gottes willen, zu leiden haben. Ja, wir sollen es als sicher betrachten, dass wenn eine Person oder eine Ordenskongregation nicht leidet und von aller Welt bejubelt wird, ihr Fall nicht weit ist.[1]

 

Es ist unmöglich in der Schlechtigkeit verstockte Priester zu bessern, denn ein schlechter Priester bekehrt sich fast nie. Um ein Mittel zur finden den Klerus zu erneuern, muss bei denen anfangen, die erst geweiht werden sollen und nicht bei denen, die bereits geweiht worden sind.[2]

Woran können wir erkennen, dass wir Gottes Willen tun? An der Verfolgung durch:

a. die Welt

b. das Fleisch

c. den Satan

Wenn einmal am Tag wenigstens nicht ein Punkt eintrifft, dann sollten Sie in Sorge sein. Der Schreiber dieser Zeilen ist in der letzten Zeit zu der Überzeugung gekommen, dass wir uns alle viel zu sehr beschweren. Wir sind im Krieg – wir sind die kämpfende Kirche. Im Krieg wird man beschossen, angegriffen, verraten, man hat keine Bequemlichkeit, kein Essen, keinen Nachschub und es sterben und fallen Kameraden. Es ist Krieg! Deswegen gab es so viele Heilige, welche zuvor Soldaten waren. Sie mussten nur umswitchen. Wir sind aber jetzt alle durch Novus Ordo verweichlicht und verweiblicht, sodass wir gar nicht in diesen Kategorien denken können. Mit der jetzigen Novus Ordo Priestergeneration ist wirklich nichts mehr zu machen, deswegen können wir nur auf die Priester hoffen, die noch geboren, zum Glauben kommen und geweiht werden müssen und danach müssen sie sich natürlich im Kampf bewähren. Hl. Vinzenz a Paolo hat ja vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelebt und hatte es auch nicht einfach. Beschweren wir uns also nicht!

 

[1] Zitiert nach: http://www.barnhardt.biz/2016/07/19/starting-tuesday-off-right-applauded-by-all-the-world-edition/

[2] Zitiert nach: http://bog-w-moim-balaganie.blog.onet.pl/2014/09/27/kilka-mysli-swietego-wincentego-a-paulo/

Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (2 von 3)


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Der Fall Müller

Die o.a. Punkte 1. (ungläubig), 2. (kein spirituelles Leben) und 3. (Machtinteresse) lassen sich im Falle von Gerhardt Ludwig Müller gut belegen. Er promovierte 1977, also am nachkonziliaren Höhepunkt des Chaos‘ bei Lehmann zum Thema: Kirche und Sakramente im religionslosen Christentum. Bonhoeffers Beitrag zu einer ökumenischen Sakramententheologie, was wirklich alles sagt.[1]  Dann habilitierte er zum Thema Gemeinschaft und Verehrung der Heiligen. Geschichtlich-systematische Grundlegung der Hagiologie und wurde 1986 Dogmatiker in München, wo wohl Ratzinger, der mittlerweile in Rom angekommen ist, ein gnädiges Auge auf ihn warf. Müller setzte sich für die damals Moderne und häretische Befreiungstheologie ein[2] und wurde 2002 Bischof von Regensburg.

Seine Häresien

In seinem Buch Die Messe aus dem Jahre 2005 bezweifelt er als katholischer Bischof die Wesensverwandlung, indem er schreibt:

„… In Wirklichkeit bedeuten Leib und Blut Christi nicht die materiellen Bestandteile des Menschen Jesus während seiner Lebenszeit oder in der verklärten Leiblichkeit. Leib und Blut bedeuten hier vielmehr Gegenwart Christi im Zeichen des Mediums von Brot und Wein, die im Hier und Jetzt sinnengebundener menschlicher Wahrnehmung kommunizierbar wird.“

Dies geht auf die Leugnung des historischen Christus im sakramentalen Christus hinaus, wogegen die Lehre der Kirche in dem Berengar vorgeschriebenen Glaubensbekenntnis (Synode von Rom 1059) behauptet:

„Ich, Berengar, … erkenne den wahren und apostolischen Glauben und belege jede Häresie mit dem Anathema, insbesondere jene, derentwegen ich bisher beschuldigt wurde: sie wagt zu behaupten, das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, seien nach der Konsekration lediglich ein Sakrament und nicht der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn Jesus Christus; auch könnten sie nicht sinnenhaft – es sei denn allein im Sakrament – mit den Händen der Priester berührt oder gebrochen oder mit den Zähnen der Gläubigen zerrieben werden. […] Autorität festzuhalten überliefert und mir bestätigt hat: daß nämlich das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, nach der Konsekration nicht nur ein Sakrament, sondern auch der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn Jesus Christus sind und sinnenhaft – nicht nur im Sakrament, sondern in Wahrheit – mit den Händen der Priester berührt und gebrochen und mit den Zähnen der Gläubigen zerrieben werden […];“ (DH 690)

„Ich, Berengar, glaube von Herzen und bekenne mit dem Mund, daß das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, durch das Geheimnis des heiligen Gebetes und die Worte unseres Erlösers substanzhaft in das wahre, eigene und lebendig machende Fleisch und Blut unseres Herrn Jesus Christus verwandelt werden und nach der Konsekration der wahre Leib Christi, der von der Jungfrau geboren wurde, der, für das Heil der Welt geopfert, am Kreuze hing und der zur Rechten des Vaters sitzt, und das wahre Blut Christi sind, das aus seiner Seite vergossen wurde, nicht nur durch das Zeichen und die Kraft des Sakramentes, sondern in der Eigentlichkeit der Natur und der Wahrheit der Substanz. […]“   (DH 700)

Ferner schreibt Papst Clemens VI. (1351): im Brief an Mekhithar, dem Katholikos der Armenier folgende katholische Glaubenssätze vor:

  1. Der Leib Christi ist nach den Worten der Konsekration der Zahl nach derselbe wie der Leib, der von der Jungfrau geboren und am Kreuz geopfert wurde. (DH 1083), vgl. (DH 1253, 1640, 1651, 1866, 2535)

In den nachfolgenden Worten wird die Anwesenheit Christi in der Eucharistie von Müller nur symbolisch oder metaphorisch verstanden:

„… so haben wir jetzt Gemeinschaft mit Jesus Christus, vermittelt durch das Essen und Trinken des Brotes und des Weines. Schon allein im zwischenmenschlichen Bereich vermag etwa ein Brief die Freundschaft zwischen Menschen darzustellen und beim Empfänger sozusagen die Zuneigung des Adressaten zu veranschaulichen und zu verleiblichen.“

„Dieses natürliche Wesen von Brot und Wein wird von Gott verwandelt in diesem Sinn, dass das Wesen von Brot und Wein nun darin besteht, die Heilsgemeinschaft mit Gott anzuzeigen und zu realisieren….“[3]

Dagegen sprechen die Kanones über das Sakrament der Eucharistie des Konzils von Trient eine andere Sprache:

Kan. 1. Wer leugnet, daß im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten ist, vielmehr sagt, er sei lediglich wie in einem Zeichen bzw. Abbild oder der Wirkkraft nach in ihm: der sei mit dem Anathema belegt [vgl. *1636 *1640].

Kan. 8. Wer sagt, man esse den in der Eucharistie dargereichten Christus nur geistlich und nicht auch sakramental und wirklich: der sei mit dem Anathema belegt [vgl. *1648].

Papst Pius XII. stellt in Humani generis (1950) fest:

„Es fehlen auch nicht solche, die behaupten, die Lehre von der Transsubstantiation müsse, da sie sich auf einen veralteten philosophischen Begriff von Substanz stütze, so verbessert werden, daß die wirkliche Gegenwart Christi in der heiligsten Eucharistie auf einen gewissen Symbolismus zurückgeführt werde, da ja die konsekrierten Gestalten nur wirksam Zeichen der geistigen Gegenwart Christi und seiner innigsten Verbindung mit den gläubigen Gliedern im mystischen Leibe seien.“…  (DH 3891) (vgl. DH 4411)

Dies schreibt aber keine ungebildete „Unschuld vom Lande“, sondern ein katholischer Theologieprofessor und der Bischof von Regensburg. Verbreitet Müller Häresien? Ja, das tut er wenigstens im Sinne einer sententia haeresim proxima. Warum hat man denn einem Mann mit solchen Ansichten trotzdem zum Bischof von Regensburg und später zum Präfekten der Glaubenskongregation berufen? Nicht trotzdem, sondern deswegen, damit er schön die nachkonziliare Linie hält.

In seinem Buch Katholische Dogmatik für Studium und Praxis aus dem Jahre 2003 leugnet Müller die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens,[4] indem er schreibt:

„Es geht nicht um abweichende physiologische Besonderheiten in dem natürlichen Vorgang der Geburt (wie etwa die Nichteröffnung der Geburtswege, die Nichtverletzung des Hymen und der nicht eingetretenen Geburtsschmerzen), sondern um den heilenden und erlösenden Einfluss der Gnade des Erlösers auf die menschliche Natur, die durch die Ursünde ‚verletzt’ worden war. … Der Inhalt der Glaubensaussage bezieht sich also nicht auf physiologisch und empirisch verifizierbare somatische Details[5]

Müller leugnet hier expressis verbis die Jungfräulichkeit Mariens während der Geburt (in partu), welche eine fordauernde Lehre der Kirche ist. So schreibt Leo I. der Große in seinem Brief Brief »Licet per nostros« an Julian von Kos, 13. Juni 449:

Obwohl nämlich die Geburt des Herrn dem Fleische nach gewisse Eigentümlichkeiten hat, durch die sie die Anfänge der menschlichen Verfaßtheit übersteigt, sei es, weil er allein [aus dem Heiligen Geist] von der unversehrten Jungfrau ohne Begehrlichkeit empfangen und geboren wurde, sei es, weil er so aus dem Schoße der Mutter hervorgebracht wurde, daß sowohl die Fruchtbarkeit gebar als auch die Jungfräulichkeit fortdauerte, (DH 299)

Der Papst Hormidas schrieb in seinem Brief »Inter ea quae« an Kaiser Justin, 26. März 521 wie folgt:

(Kap. 10) Die Eigentümlichkeit des Sohnes Gottes aber Christi, daß … in den letzten Zeiten das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte [vgl. Joh 1,14], wobei sich die beiden Naturen ohne irgendeine Vermischung im Schoß der heiligen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria so einten, daß er, der vor den Zeiten Sohn Gottes war, Sohn des Menschen wurde und in der Zeit nach Art des Menschen geboren wurde, indem er bei der Geburt den Schoß der Mutter öffnete und die Jungfräulichkeit der Mutter kraft der Gottheit nicht versehrte. (DH 368)

Diese Lehre wird außerdem noch woanders bestätigt (DH 571, 572,  619, 681, 801, 852)

In der jüngeren Zeit in der Konstitution »Cum quorumdam hominum«, 7. Aug. 1555, welche sagt:

[In der Absicht,] alle und die einzelnen zu ermahnen, die bisher behaupteten, lehrten oder glaubten, […] oder daß dieselbe seligste Jungfrau Maria nicht wahre Gottesmutter sei und nicht immer in der Unversehrtheit der Jungfräulichkeit verblieben sei, nämlich vor der Geburt, in der Geburt und fortwährend nach der Geburt, (DH 1880)

Eine Verwerfung der Jungfräulichkeit während der Geburt (in partu) ist doch eine Verwerfung der immerwährenden Jungfräulichkeit Mariens, da sie, hätte sie während der Geburt die Jungfräulichkeit verloren, keine Jungfrau nach der Geburt geblieben wäre. Und jemand mit solchen Ansichten wurde zum Präfekten der Glaubenskongregation gewählt! Sicherlich könnte man die Aufzählung der müllerschen Häresien fortsetzen, denn es ist unmöglich, dass jemand in solch wichtigen Bereichen wie Mariologie und Eucharistie-Lehre irrt, in anderen Bereichen völlig orthodox ist. Wir lassen es jedoch, denn solche Expertisen anzustellen wäre die Aufgabe der Glaubenskongregation gewesen und zwar vor der Berufung Müller auf Bischofsamt oder vor seiner Berufung zum Präfekten der CDF. Vielleicht hat es sogar jemand gemacht, die Expertise ist jedoch im Papierkorb verendet.

Seine Persönlichkeit

Während seiner Zeit in Regensburg zeigte er sich als ein Machtpolitiker, der dann zuschlug, wenn es ihn nichts kostete. Siehe das Seminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Er hat auch einen verurteilten pädophilen Priester erneut eingesetzt, wobei er nachweislich um dessen Vergangenheit wusste.[6]

Es folgte im Jahre 2011, ein Jahr vor der Beförderung nach Rom also, eine interessante Aussage. In einer Laudatio für den protestantischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich sagte Bischof Müller am 11. Oktober 2011:

„Auch die Christen, die nicht in voller Gemeinschaft der Lehre, der Heilsmittel und der apostolisch-bischöflichen Verfassung mit der katholischen Kirche stehen, sind durch Glaube und die Taufe gerechtfertigt und in die Kirche Gottes als Leib Christi voll eingegliedert.“[7]

Die letztere Aussage widerspricht dem katholischen Kirchenverständnis und sogar dem konziliaren Lumen Gentium. Nicht einmal nach Vat. II kann man so etwas behaupten, denn, logisch gefragt, wie können sie „in die Kirche voll eingegliedert sein“, wenn sie „nicht in voller Gemeinschaft … stehen“. Entweder sie stehen und sind eingegliedert oder sie sind nicht eingegliedert und stehen nicht.  Es ist doch sowohl logisch als auch theologisch Unsinn. Wir haben also einen Geistlichen, der Häresien verbreitet, Pädophile schützt und über keine Gradlinigkeit verfügt, sowie im Umgang mit Menschen sehr ungeschickt ist, ganz gelinde formuliert. Der Schreiber dieser Zeile lernte einen Priester aus Regensburg kennen, welcher ihm erzählte, dass Müller extrem zickig und launisch reagiert, völlig ich-zentriert und unberechenbar ist, alles persönlich nimmt und dadurch regiert, dass er seine Leute leidvoll anschreit. Ja, Müller sieht recht cholerisch aus und zusammen mit seiner imposanten Körpergröße von fast 2 Meter, kann er schon bedrohlich wirken. Wie aber alle großen Männer kann er nicht kämpfen, weil er sich wohl niemals körperlich durchsetzen musste. Es stellt sich die Frage, warum Benedikt ihn überhaupt berief. Wir haben die folgende Hypothese:

  • er war ein Deutscher,
  • er war einigermaßen „orthodox“, im postkonziliaren Sinn natürlich,
  • er ist eine imposante, körperlich-männliche Erscheinung,
  • er kann laut schreien,
  • er wird Benedikt gegenüber loyal gewesen sein,
  • er ist recht aggressiv.

Da Ratzinger selbst eine recht feminine Erscheinung war und ist, so kann er sich durchaus zu großen, starken Männern hingezogen fühlen, da er sich von ihnen eine Stärke erhofft, über die er selbst nicht verfügt. Diese Rechnung ging aber für Benedikt nicht auf, weil er unerwartet, wohl auch für sich selbst, am 28. Februar 2013 zurücktrat, so konnte Müller nur ein Jahr von der Gunst Benedikts profitieren. Was danach folgte war nur Feigheit, Schweigen und Katzbuckeln und deswegen sind wir immer amüsiert und irritiert, wenn unsere Freunde oder wenigstens (noch?) nicht Feinde von katholisches.info gerade Müller als den deutschen Helden darstellen, den guten, orthodoxen „Konservativen“, der dem dahinscheidenden Benedikt die Nibelungentreue hält. Hilary White ist derselben Meinung, siehe die beigefügten Bilder. Es werden noch sicherlich viele Resümees von Müllers Amtszeit folgen, aber unter dem Strich lässt sich sagen, dass er wirklich nichts tat, um Franziskus zu stoppen. Man erzählt sich, dass er es war, der die vier Dubia Kardinäle zum Schweigen überredete, denn keine weiteren Schritte sind ihrerseits gefolgt, indem er mit dem Schisma drohte.[8] Steve Skojec meinte sogar, dass Müller an einem Stockholm Syndrom leide und deswegen nichts gegen Franziskus unternimmt. Wir glauben jedoch, dass Müller keine katholischen Ansichten hatte, Karriere machen wollte und wie andere in der Kurie erpressbar war und ist, wovon seine jüngste Aussage bei einem Klassentreffen zeugt:

Differenzen zwischen mir und Papst Franziskus gab es nicht“, sagt Kardinal Müller, der in Finthen geboren und aufgewachsen ist. Auch in Sachen „Amoris Laetitia“, dem Schreiben, in dem Franziskus mehr Spielraum im Umgang mit wiederverheiraten Katholiken eingeräumt hatte, und in dem er nicht in allen Punkten die Zustimmung des Kurienkardinals Müller fand, habe es keinen Streit gegeben, so Müller. Bedauerlich allerdings sei es gewesen, dass Papst Franziskus vor wenigen Wochen drei seiner Mitarbeiter entlassen habe. „Das waren kompetente Leute“, sagt er.

Vielleicht sagt er sogar die Wahrheit. Differenzen zwischen ihm und Bergoglio gibt es nicht, weil sie beide „an diesen Bullshit nicht glauben“, um es mit Ann Barnhardt zu formulieren. Es ist doch wirklich wundersam, wie die konservativen Katholiken die Wirklichkeit leugnen. „Benedikt der Gute“, Müller „der Konservative“, siehe katholisches.info und nicht nur sie, fast die gesamte prolife Bewegung denkt wie sie. Ist es wirklich die Sehnsucht nach dem starken Mann, der alles ins Lot bringt? Sind es finanzielle Interessen seine Spender und Unterstützer nicht zu vergraulen, welche die Ratzinger/Müller Bücher verlegen oder kaufen? Wir glauben das Letztere. Denn, wenn der hart arbeitende Kirchensteuer zahlende deutsch-österreichische Katholik nicht einmal Ratzinger/Benedikt und Müller hat, dann hat er wirklich nichts. Ja, dies stimmt leider, es gibt nichts nur eine häretische Einöde soweit das Auge reicht. Wäre man vielleicht gleich nach dem Konzil auf die Strassen gegangen, hätte die säkularisierten Kirchen beschützt, nach dem Motto:

„Ich zahle die Kirchensteuer, ich verlange!“

dann wäre es vielleicht anders geworden, nicht nur in Deutschland. Ja, ja, hätte, wäre, sollen sein….

Nicht feige sein: kämpfen!

Und was können wir daraus lernen? Dass Müller wirklich alles verloren hat. Keine Ansichten, keine Karriere, keine Arbeit, keine Würde. Wir wollen auch nicht andeuten, welchen Körperteil Müller Bergoglio hingehalten hatte, denn nach den jüngsten Vorgängen im Gebäude der Glaubenskongregation,[9] könnte man diese Metapher durchaus wörtlich nehmen. Ist dieser Ausdruck nicht zu stark? Nein, weil Abertausende von Menschen buchstäblich den Glauben verlieren, vielleicht in die Hölle kommen werden und es war Müllers Aufgabe für diese zu kämpfen. Er hat nichts getan! Er hat sich dem häretischen Papst nicht entgegengestellt! Das ewige wohlergehen der Seelen ist ihm gleichgültig! Weil er wohl an keine Hölle und keine Unsterblichkeit der Seele glaubt! Er ist schuld an dieser Misere, wenigstens sehr mitschuldig. Warum wurde er denn entlassen? Weil eine neue Fassade aufgebaut wird. Es wurde kein Ricca, Tagle oder Paglia an die Spitze der Glaubenskongregation berufen, weil man immer noch den Schein wahren möchte, indem man von Innen heraus alles aushöhlt. Es wird Schicht für Schicht abgebaut werden, wie in den 50 Jahren zuvor. Bergoglio wird auch nicht ex cathedra verkünden, dass es keinen Gott gibt. Er wird hin und her wedeln, verwirren, Sand in die Augen streuen, ab und zu etwas fast Frommes sagen, damit die Restkatholiken, während sie abgeschlachtet werden, immer noch zweifeln und sich fragen, ob er nicht doch Recht hat. Die Stalin-Ära kommt da einem in dem Sinn und die Sonnenfinsternis von Arthur Koestler, wo exakt dieselbe Thematik: Mut angesichts der Tyrannei, besprochen wird. Viele Weggefährten Stalins stellten sich kurz vor der Exekution oder im Lager die Frage, ob Stalin doch nicht Recht hatte und ihre Konsequenzen gerade so aussehen. Bergoglio zeigt uns die Konsequenzen des Konzils und seien wir ihm dafür dankbar.

Ja, Mut kostet es immer und Sie sind meistens allein. Der Schreiber dieser Zeilen hatte freiwillig einige einträgliche und durchaus mit Prestige verbundene Stellen wegen seiner unnachgiebigen moralischen Haltung selbst quittiert, von anderen ist er wegen derselben Haltung rausgeworfen worden. Ja, das ist ihm mehr als einmal passiert, es wird ihm auch wieder passieren. Er hatte sich jedoch immer dabei als Sieger gefühlt und seine feigen Kollegen oder andere Beobachter haben ihm im Nachhinein zu seinem Mut gratuliert. Eine neue Anstellung hat sich immer gefunden, Gott sorgte für ihn und tut es auch jetzt. Es gibt also wirklich keinen Grund, nicht für die Wahrheit mannhaft einzutreten und die Konsequenzen dafür zu tragen, anstatt sich dauernd mit „Weib und Kindern“ zu entschuldigen. (Müller hat ja keine, wenigstens offiziell nicht.) Diese Konsequenzen gibt es immer, sie sind schmerzlich und unangenehm. Aber unter dem Strich zahlt es sich aus. Was wir in der Kämpfenden Kirche wirklich brauchen, sind Krieger, kämpfende Männer, welche sich für die Wahrheit einsetzen und wie David gegen Goliath stellen. Er war kleiner, er war jünger, er hat es dennoch getan und gewonnen. Der Novus Ordo hat aber alle verweiblicht und verweichlicht. Dieses stromlinienförmige Gerede, dieses Nett-sein-Wollen, dieses Jedoch-aber-Wenn, es ist zum Verzweifeln. Es ist ein Fehler zu denken, dass, falls wir immer klein beigeben werden, wenn es zum eigentlichen Gefecht kommt, wir den Mut aufbringen, um etwas zu kämpfen. Nein, wir werden es gerade dann nicht, weil wir niemals gekämpft haben. Kriegsführung muss man lernen, die geistige sowieso. In der heutigen Kirche haben wir es mit dermaßen verkommenen Menschen zu tun (Bergoglio und seine Mannen), die sich vor absolut nichts scheuen und keine Gegenwehr zu erwarten haben, weil es keine Männer gibt, welche Frauen und Kinder schützen wollen und können. Man kann, nach Origenes, das Männliche durchaus spirituell verstehen. Als eine erwachsene, mannhafte Seele, während das Weibliche, das Schwache und das Kindliche das Unreife ist.

 

 

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Akademische_Laufbahn

[2] http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_167_TL-OR-2.html

[3] https://gloria.tv/article/1iubRUKiKnWR3X9Djn2EycVq7 http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_160_Muller_Trans.html

[4] http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_161_Muller_Virgin.html

[5] Katholische Dogmatik für Studium und Praxis, Freiburg 2003, S. 498 Deutsch nach: https://gloria.tv/article/2GMoRAngfyyP1XgzZrNWfZ1CU Der ganze Text ist hier einzusehen.

[6] http://www.traditioninaction.org/HotTopics/a01z_002_Kramer.html https://www.welt.de/politik/deutschland/article142520193/Papst-Franziskus-macht-den-Bock-zum-Gaertner.html http://www.podles.org/case-studies/files/Kramer-Case-Study.pdf

[7] http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_159_Muller-Prot.html

[8] https://onepeterfive.com/beleaguered-cardinal-muller-to-exit-cdf-july-2nd/

[9] https://gloria.tv/article/rXCrvWc3scF72DsggvCnmARSZ http://www.katholisches.info/2017/06/gendarmerie-beendet-homo-orgie-im-vatikan-alkohol-drogen-luxus/

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des sechsten Sonntags nach Pfingsten

Mk 8, 1 – 9

In jenen Tagen war wieder eine große Volksschar zusammen und hatte nichts zu essen. Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen. „Mich erbarmt des Volkes; schon drei Tage harren sei bei mir aus und haben nichts zu essen. Wenn ich sie hungrig nach Hause gehen lasse, so brechen sie unterwegs zusammen; denn manche von ihnen sind weit hergekommen.“ Seine Jünger erwiderten ihm: „Woher soll jemand hier in der Wüste Brot nehmen, um sie zu sättigen?“ Er fragte sie: „Wieviel Brote habt ihr?“ Sie antworteten: „Sieben.“ Nun hieß er das Volk sich auf dem Boden lagern. Dannn nahm er die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, sie sollten sie dem Volke vorsetzen. Und sie setzten sie vor. Sie hatten auch einige Fischlein. Er segnete sie und ließ sie vorsetzen. Und sie aßen und wurden satt. Von den Stücklein, die übriggeblieben waren, hoben sie noch sieben Körbe auf. Es waren gegen viertausend (die gegessen hatten). Und er entließ sie.

Betrachtung zum Evangelium des sechsten Sonntags nach Pfingsten

Was Jesus bei der Speisung von viertausend Menschen mit sieben Broden und etlichen Fischen gethan hat, ist ein großes Wunder. Aber verdient das wohl weniger unsere Verwunderung und unsern Dank, was Gott täglich vor unsern Augen thut? Speist er nicht täglich Millionen Menschen? Vermehrt er das Brod nicht auch auf unsern Feldern?

Wenn gleich unser tägliches Brod auf dem Felde zuweilen in Gefahr kommt, so wollen wir doch auf Gottes weise Vorsehung stets vertrauen, mit Zuversicht von ihr alles Gute erwarten! Jesus belohnte die Sorge des Volkes für geistliche Nahrung auch mit Herbeischaffung der leiblichen und erfüllte jetzt, was er verheissen hatte: „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit; das Übrige soll euch als eine Zugabe ertheilet werden.“ Vervollkommnung des Geistes und Tugend sey immer unsere erste vorzüglichste Sorge; für den leiblichen Unterhalt wollen wir mäßig sorgen. Erfüllen wir unsere Berufspflichten fleißig und gewissenhaft und bitten wir dabei Gott um seinen Segen; so wird er uns immer so viel zukommen lassen, als wir zur Bestreitung unserer wahren Bedürfnisse nöthig haben.

Kirchengebet

O Gott! von dem alle Kraft und alles Gute herkommt, flöße unsern Herzen die Liebe deines Namens ein; laß alles Gute an deiner Gnade Nahrung und an unserm Eifer Haltung finden! Amen.