Bußpsalmen für das Wiederaufleben der katholischen Kirche in DE, AT, CH.


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Bußpsalmen für das Wiederaufleben des Katholizismus

Da unsere Gebetsinitiative die Bußpsalmen für unsere Bischofskonferenzen zu beten wirklich kaum befolgt wurde und der Schreiber dieser Zeilen oft das Gefühl hatte alleine zu beten, so wollen wir die Intention ein wenig abändern und um das Wiederaufleben der katholischen Kirche in den deutschsprachigen Ländern beten. Wir wollen Gott die Initiative überlassen, wie er dieses Wiederaufleben bewerkstelligen möchte, indem er vielleicht Heilige beruft, die noch nicht geboren wurden, denn nach den letzten Aktivitäten unserer Bischofskonferenzen oder Bischöfe sollten wir vielleicht dorthin unsere Gebete richten, wo es noch Sinn macht. Natürlich kann sich Gott in seiner Allmacht auch einer Bischofskonferenz bedienen, vorausgesetzt, dass es dort noch Bischöfe gibt, die im Gnadenstand leben oder wenigstens in einer unüberwindbarer Ignoranz, wobei die Letztere wohl kaum möglich ist. Nach dem Gesetz der Gnade ist es aber so, dass wir tatsächlich diejenigen Gnaden, die wir uns von Gott erhoffen Gotte um sie bitten müssen, weil Gott uns zuerst die Gnade sendet, damit wir seinen Willen erfüllen können. Vorausgesetzt natürlich, dass unsere Bitten dem Willen Gottes entsprechen. Wir glauben aber schon, dass Gott nicht die völlige Ausrottung des Katholizismus in den deutschsprachigen Ländern möchte, da er sich damit selbst widersprechen würde. Also hoffen wir doch das Beste!

Daher ab September beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der katholischen Kirchen in den deutschsprachigen Ländern. Alle anderen Vorgaben:

  • Bußpsalmen,
  • Auf Lateinisch,
  • Auf den Knien,
  • Am jeden letzten Freitag im Monat

bleiben bestehen. Also geben Sie sich bitte einen Ruck, denn im Fegefeuer werden Sie diese Unterlassungssünde lange bereuen. Keine Privatoffenbarung, sondern eine theologische Schlussfolgerung unserer Redaktion.

 

Tridentinische Messe (für September) für alle Wohltäter am 12. Oktober um 6.30.


Le Barroux Msza

 

Dank der Großzügikeit der Leser unser beiden Blogs sind die 17 € für eine Tridentinische Messe in Le Barroux zusammengekommen, sodass diese am 12 Oktober um 6.30 Uhr stattfinden wird.

Bedacht werden alle:

  • Mitarbeiter der beiden Blogs
  • alle Wohltäter, welche vom 7. September bis zum 7. Oktober uns etwas gespendet haben.

Bei der letzten Messe am 19. September 2016 wurden alle diejenigen bedacht, welche, im Zeitraum vom 7 August bis 7 September, für den deutschsprachigen Blog gespendet haben:

Herr Th. R

Herr S. A

Herr R. A

Frau A.R.

S. M.E.

sowie Mitglieder und Mitarbeiter der Redaktion.

Wollen Sie von den Meßfrüchten profitieren, dann müssen Sie etwas schreiben oder übersetzen, was wir veröffentlichen oder uns etwas spenden, damit wir zumindest eine nächste Messe bestellen können, solange es die Abtei Le Barroux noch gibt.

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Dass die Tridentinischen Messen wirken, kann der Schreiber dieser Zeilen daraus ersehen, dass die körperliche und virtuelle Teilnahme an ihnen für ihn mit kleineren Katastrophen in der letzten Zeit verbunden ist. Dies ist paradoxerweise ein gutes Zeichen, weil es sichtlich den Teufel stört und er uns klar machen möchte, dass sich dieser Weg nicht lohnt. Wir wirken dennoch entgegen (agere contra) und bleiben am Ball. Der hl. Maximilian Kolbe pflegte zu sagen:

„Eine gute Sache. Der Teufel ärgert sich“

und in der letzten Zeit ärgert er sich gewaltig.

Also

  1. Spenden
  2. den Teufel ärgern
  3. Wohltaten oder Katastrophen abwarten
  4. sich nicht entmutigen lassen. Amen.

Brief der 45 – Amoris Laetitia eine theologische Kritik (1) Autorität von AL.


ZURBARÁN, Francisco de (Fuente de Cantos

Die Apostolische Exhortation Amoris laetitia: eine theologische Kritik

Die apostolische Exhortation Amoris laetitia, von Papst Franziskus am 19.März 2016 veröffentlicht und an Bischöfe, Priester, Diakone, geweihte Personen, verheiratete Christen und alle gläubigen Laien gerichtet, hat vielen Katholiken Leid und Verwirrung gebracht aufgrund ihrer offensichtlichen Nichtübereinstimmung mit einer Anzahl von Lehren der Katholischen Kirche über Glauben und Moral. Diese Situation stellt eine ernsthafte Gefahr für die Seelen dar. Denn, wie der Heilige Thomas Aquinas lehrt, Untergebene sind verpflichtet, ihre Oberen öffentlich zu korrigieren, wenn es eine drohende Gefahr für den Glauben gibt (Summa Theologiae, IIa IIae q. 33 a. 4 ad 2; a. 7 co.), und die katholischen Gläubigen haben das Recht und zuweilen die Pflicht, in Übereinstimmung mit ihrem Wissen, ihrer Kompetenz und Position, ihre Ansichten über Angelegenheit öffentlich zu machen, welche das Gut der Kirche betreffen (Kodex der Kirchenrechts, Kan. 212, §3), [und] katholische Theologen haben die strenge Verpflichtung, gegen die offensichtlichen Fehler im Dokument zu sprechen. Diese Stellungnahme zu Amoris laetitia ist dazu gedacht, diese Pflicht zu erfüllen und die Hierarchie der Kirche zu unterstützen, diese Situation anzusprechen.

Die Autorität von Amoris laetitia

Der offizielle Charakter von Amoris laetitia versetzt diese Schrift in die Lage, eine große Gefahr für den Glauben und der Moral der Katholiken darzustellen. Obwohl eine apostolische Exhortation sich normalerweise oder prinzipiell auf die rein pastorale Amtsgewalt [der Kirche] bezieht, so bezieht sie sich nichtsdestoweniger – wegen der Verbindung der [kirchlichen] Lehr- und Regierungsgewalt indirekt auch auf das Magisterium [d.h. sie ist ein Akt des Lehramtes]. Eine Exhortation kann daher auch ausdrücklich lehramtliche Passagen enthalten, die dann klar als solche gekennzeichnet sind. Dies war der Fall bei vorausgehenden Apostolischen Exhortationen, wie z. B. Evangelii nuntiandi, Familiaris consortio, und Reconciliatio et paenitentia.

Es besteht an sich kein Hindernis für den Papst, eine Apostolische Exhortation zu nutzen, um unfehlbar über Glaube und Moral zu lehren, aber es gibt keine unfehlbare Lehre in  Amoris laetitia, da keine ihrer Sätzen die strengen Anforderungen für eine unfehlbare Definition erfüllen. Sie ist somit eine nicht-unfehlbare Ausübung des päpstlichen Lehramtes.

Einige Kommentatoren haben behauptet, dass das Dokument keine lehramtlichen Lehren als solche enthält, sondern nur persönliche Reflexionen des Papstes über die Themen, welche AL anspricht. Diese Behauptung – wenn sie dann wahr wäre – würde die Gefahr für Glaube und Moral nicht beseitigen, welche dieses Dokument darstellt. Wenn der Papst in einem lehramtlichen Schreiben eine persönliche Meinung ausdrückt, stellt sich diese fragliche ausgedrückte Meinung implizit dar als etwas, das für Katholiken rechtmäßig zu glauben ist. Als Schlussfolgerung werden viele Katholiken dazu kommen zu glauben, dass die [private] Meinung [des Papstes in einer Exhortation ausgedrückt] tatsächlich vereinbar mit katholischem Glauben und katholischer Moral ist. Einige Katholiken werden aus Respekt für ein Urteil, das vom Papst ausgesprochen wurde dazu kommen zu glauben, dass diese [päpstliche] Meinung nicht nur zulässig, sondern auch wahr sei. Wenn die in Frage stehende Meinung tatsächlich nicht mit dem katholischen Glauben oder der katholischen Moral vereinbar ist, so werden diese Katholiken folglich den Glauben und die Morallehre der katholischen Kirche zurückweisen, wie es zu dieser [päpstlichen] Meinung passt. Wenn die [päpstliche] Meinung Fragen der Moral betrifft, wird das praktische Ergebnis für die Taten der Katholiken dieselbe sein, als ob sie meinen würden, dass die [päpstliche] Meinung rechtmäßig oder tatsächlich wahr sei. Eine [päpstliche] Meinung zu Fragen der Moral, welche wahrheitsgemäß ein Papst rechtmäßig halten kann, ist dergestalt, dass es für Katholiken rechtmäßig ist, [dieser päpstlichen Meinung] zu folgen. Der Glaube an die Rechtmäßigkeit einer moralischen [päpstlichen] Meinung wird auf diese Art und Weise Katholiken dazu führen zu glauben, dass es rechtmäßig sei, so zu handeln, als sei diese [päpstliche] Meinung wahr. Wenn es eine starke Motivation gibt, auf diese Art und Weise zu handeln, wie es bei den hier angesprochenen Fragen für jene der Fall ist, in deren Lebenslagen diese Fragen aktuell sind, [so] werden die meisten Katholiken danach handeln. Dies ist ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung von Amoris laetitia, weil dieses Dokument konkrete moralische Fragen anspricht.

Es ist jedoch nicht der Fall, dass Amoris laetitia dazu gedacht ist, nichts mehr als die persönlichen Ansichten des Papstes auszudrücken. Das Dokument enthält Sätze über die persönlichen Standpunkte des gegenwärtigen Heiligen Vaters, aber solche Statements sind nicht unvereinbar mit den Stellungnahmen, welche von dem Dokument als Lehren der Kirche präsentiert werden. Vieles in dem Dokument enthält geradeheraus assertorische und imperatorische Stellungnahmen, die keinen Bezug auf die persönlichen Ansichten des Heiligen Vaters nehmen und daher die Form lehramtlicher Schreiben haben. Diese Form wird dazu führen, dass Katholiken glauben, dass diese Sätze nicht nur nicht einfach erlaubt sind, sondern Lehren des authentischen Lehramts seien, welche nach religiöser Unterwerfung von Verstand und Wille verlangen; [sie seien] Lehren, denen gegenüber Katholiken nicht nur respektvolles Stillschweigen von innerem Unfrieden begleitet entgegenbringen müssen, sondern tatsächlich eine innere Zustimmung verlangen.[1]

[1] Cf. Lucien Choupin, Valeur des décisions doctrinales et disciplinaires du Saint-Siège, 2nd ed. (Paris: Beauchesne, 1913), pp. 52-55; and A.-M. Aubry, Obéir ou assentir ? De la « soumission religieuse » au magistère simplement authentique, Paris, DDB, collection « Sed Contra », 2015.

Betrachtung zum Evangeliumtext der Alten Messe


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Evangelium des XIX Sonntags nach Pfingsten

 

Mt 2, 1-14: „Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.  Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.  Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, mißhandelten sie und brachten sie um.  Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert (eingeladen zu werden).  Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.  Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wußte der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.  Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.“

Betrachtung zum Evangelium des 19 Sonntags nach Pfingsten19-sonntag-119-sonntag-2

Kollekte zum 19 Sonntag nach Pfingsten

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Brief der 45 – die Namensliste der Unterzeichner


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Anbei der Begleitbrief zu den theologischen Zensuren der 45 Theologen. Seien wir ihnen dankbar und beten für sie.

[An Kardinal Angelo Sodano, Dekan des Kardinalskollegiums]

  1. Juni 2016

Eure Eminenz,

als katholische Theologen und Philosophen, Kirchenhistoriker und Seelsorger schreiben wir Ihnen in Ihrer Eigenschaft als Dekan des Kardinalskollegiums, um Sie [darum] zu bitten, dass das Kardinalskollegium und die Patriarchen der katholischen Kirche gemeinsam tätig werden, um auf die Gefahren für den katholischen Glauben und Moral zu antworten, die von der Apostolischen Exhortation Amoris laetitia, erlassen von Papst Franziskus am 19 März 2016, ausgehen. Diese Apostolische Exhortation beinhaltet eine Anzahl von Aussagen, die in einem Sinn verstanden werden können, der sich gegen katholischen Glauben und Moral richtet. Wir haben die Natur und den Grad der Irrtümer aufgelistet, die Amoris laetitia zugeschrieben werden könnten. Wir fordern die Kardinäle und Patriarchen dazu auf, den Heiligen Vater zu bitten, die in dem Dokument aufgelisteten Irrtümer auf definitive und abschließende Weise zu verurteilen, und autoritativ festzustellen, dass Amoris laetitia nicht verlangt irgendeinen diesen Irrtümer zu glauben oder sie als möglicherweise wahr zu betrachten. Um der Bequemlichkeit der Patriarchen und der Mitglieder des Kardinalskollegiums willen, werden wir jedem von ihnen eine Kopie dieses Briefes und das Dokument, welchem er beigefügt wurde, zusenden.

Mit der Bitte um Ihren Segen verbleiben wir

Hochachtungsvoll

Dr. José Tomás Alvarado

Associate Professor

Institute of Philosophy, Pontifical Catholic University of Chile[1]

Rev. Fr Scot Anthony Armstrong PhD

Brisbane Oratory in formation

Rev. Claude Barthe

Rev. Ray Blake

Parish priest of the diocese of Arundel and Brighton

Fr. Louis-Marie de Blignières FSVF

Doctor of Philosophy

Dr. Philip Blosser

Professor of Philosophy

Sacred Heart Major Seminary, Archdiocese of Detroit

Msgr. Ignacio Barreiro Carambula, STD, JD

Chaplain and Faculty Member of the Roman Forum

Rev. Fr Thomas Crean OP, STD

Holy Cross parish, Leicester

Fr. Albert-Marie Crignion FSVF

Doctor designatus of Theology

Roberto de Mattei

Professor of the History of Christianity, European University of Rome

Cyrille Dounot JCL

Professor of Law the University of Auvergne, licencié en droit canonique,

Ecclesiastical advocate, archdiocese of Lyon

Fr Neil Feguson OP, MA, BD

Lecturer in sacred Scripture, Blackfriars Hall, University of Oxford

Dr Alan Fimister STL, PhD

Assistant Professor of Theology, St John Vianney Seminary, archdiocese of Denver

Luke Gormally

Director Emeritus, The Linacre Centre for Healthcare Ethics (1981-2000)

Sometime Research Professor, Ave Maria School of Law, Ann Arbor, Michigan (2001-2007)

Ordinary Member, The Pontifical Academy for Life

Carlos A. Casanova Guerra

Doctor of Philosophy, Full Professor of Universidad Santo Tomás, Santiago de Chile

Rev. Brian W.Harrison OS, MA, STD

Associate Professor of Theology (retired), Pontifical Catholic University of Puerto Rico; Scholarin-

Residence, Oblates of Wisdom Study Center, St.Louis, Missouri; Chaplain, St.Mary of Victories

Chapel, St. Louis, Missouri:

Rev. Simon Henry BA. (Hons), MA

Parish priest of the archdiocese of Liverpool

Rev. John Hunwicke

Former Senior Research Fellow, Pusey House, Oxford; Priest of the Ordinariate of Our Lady of

Walsingham

Peter A. Kwasniewski PhD, Philosophy

Professor, Wyoming Catholic College

Dr. John R. T. Lamont, STL, D.Phil

Fr. Serafino M. Lanzetta, PhD

Lecturer in Dogmatic Theology, Theological Faculty of Lugano, Switzerland

Priest in charge of St Mary’s, Gosport, in the diocese of Portsmouth

Dr Anthony McCarthy,

Visiting Lecturer in Moral Philosophy at the International Theological Institute, Austria

Rev. Stephen Morgan DPhil (Oxon).

Lecturer & Tutor in Theology, Maryvale Higher Institute of Religious Sciences

Don Alfredo Morselli STL

Parish priest of the archdiocese of Bologna

Rev. Richard A. Munkelt PhD (Philosophy)

Chaplain and Faculty Member, Roman Forum

Fr Aidan Nichols OP, PhD

Formerly John Paul II Lecturer in Roman Catholic Theology, University of Oxford

Prior of the Convent of St Michael, Cambridge

Fr. Robert Nortz MMA, STL

Director of Studies, Monastery of the Most Holy Trinity, Massachusetts (Maronite)

Rev. John Osman MA, STL

Parish priest in the archdiocese of Birmingham, former Catholic chaplain to the University of

Cambridge

Christopher D. Owens, STL. (Cand.)

Adjunct Instructor, Faculty of Theology and Religious Studies, St. John’s University (NYC)

Director, St. Albert the Great Center for Scholastic Studies

Rev David Palmer MA

Ordinariate of Our Lady of Walsingham

Chair of Marriage and Family Life Commission, Diocese of Nottingham

Dr Paolo Pasqualucci

Professor of Philosophy (retired), University of Perugia

Dr Claudio Pierantoni

Professor of Medieval Philosophy in the Philosophy Faculty of the University of Chile

Former Professor of Church History and Patrology at the Faculty of Theology of the Pontificia

Universidad Católica de Chile

Member of the International Association of Patristic Studies

Fr Anthony Pillari JCL (Cand.)

Priest of the archdiocese of San Antonio, chaplain to Carmelite nuns

Prof. Enrico Maria Radaelli

International Science and Commonsense Association (ISCA)

Department of Metaphysics of Beauty and Philosophy of Arts, Research Director

Dr John C. Rao D.Phil. (Oxford)

Associate Professor of History, St. John’s University (NYC)

Chairman, Roman Forum

Fr. Réginald-Marie Rivoire FSVF

Doctor designatus of canon law

Rt. Rev. Giovanni Scalese CRSP, SThL, DPhil

Ordinary of Afghanistan

Dr Joseph Shaw

Fellow and Tutor in Philosophy at St Benet’s Hall, Oxford University

Dr Anna M. Silvas FAHA,

Adjunct research fellow, University of New England, NSW, Australia.

Michael G. Sirilla, PhD

Professor of Systematic and Dogmatic Theology, Franciscan University of Steubenville

Professor Dr Thomas Stark

Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI, Heiligenkreuz

Rev. Glen Tattersall

Parish Priest, Parish of Bl. John Henry Newman, archdiocese of Melbourne

Rector, St Aloysius‘ Church

Giovanni Turco

Professor of the Philosophy of Public Law, University of Udine

Fr Edmund Waldstein OCist.

Vice-Rector of the Leopoldinum seminary and lecturer in moral theology at the Phil.-Theol.

Hochschule Benedikt XVI, Heiligenkreuz

Nicolas Warembourg

Professeur agrégé des facultés de droit

Ecole de Droit de la Sorbonne – Université Paris 1

[1] Da die Widergabe der ausländischen, akademischen Titel in die deutsche, österreichische oder schweizerische akademische Terminologie sehr mühsam ist, so sparen wir uns diese Mühe und geben diese Titel auf Englisch wieder.

Benedikt XVI. – Letzte Gespräche oder banaler geht es kaum noch.


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Der Schreiber dieser Zeilen hat sich vor Kurzem die Letzten Gespräche von Benedikt XVI. gekauft, was er bereut. Es ist kaum lesbar und von dem Geld hätte man eine Messe in Le Barroux bestellen können. Es ist das Schwächste der gelesenen Ratzinger-Bücher, was nicht nur damit zusammenhängt, dass man im schon sehr fortgeschrittenen Alter intellektuell abbaut, sondern damit, dass unser Papa Emeritus wirklich kaum etwas zu sagen hat, was über die überall gepflegte political correctness hinausgehen würde. „Welt trifft Welt“, könnte man auch titeln und dieses Buch erinnert an Memoiren von Politikern, welche sich ein wenig an ihre Jugend, an dies und das erinnern und meinen im Großen und Ganzen alles ganz richtig getan zu haben. Dem Schreiber dieser Zeilen kam der Titel „Banalität des Bösen“ in den Sinn, er fragte sich auch, ob und an was Benedikt eigentlich glaubt. Gott kommt da recht am Rande vor, wie ein heiliges Bild im Hintergrund einer bayrischen Stube. Wenn er sich zurückgezogen hatte, um mehr zu beten, was er, wie er offen zugibt, nicht einhält, dann hat es wirklich nichts gebracht. Denn wir treffen einen wirklich säkularisierten älteren Herrn, der Plattitüden von sich gibt und dem die Williamson-Affäre am meisten in seinem Pontifikat zu schaffen machte. Warum gerade das? Weil es die schlechteste Presse gab. Richtet sich ein Papst an derartig weltlichen Kriterien. Ja, dieser schon. Was ist dann noch päpstlich? Gute Frage. Auf den 270 sagt Benedikt sehr wenig und man muss sich fragen, warum er dieses Buch überhaupt veröffentlichte. Seewald wird von diesen Tantiemen gut leben können, aber braucht Benedikt wirklich das Geld so nötig? Er müsste sich doch im Klaren sein, dass Menschen auf irgendwelche Worte warten, welche ihnen helfen die jetzige Situation, aus der göttlichen Sicht her, zu verstehen. Stattdessen erfahren wir, dass er mit Küng Kaffee trank, dass er gerne wanderte und Rad fuhr, dass er sich im 19 Jahrhundert unwohl fühlte und all das 270 Seiten lang. Es ist schon wirklich peinlich. Kein Schuldgefühl wegen Franziskus, der Glauben an die Kraft der Weltjugendtage, der neuen Bewegungen, als würde er irgendwelche Zeitungstexte wiedergeben.

Kann man am Rande des Grabes wirklich so banal sein? Ist da wirklich nichts mehr? Ist Benedikt noch überhaupt gläubig? War er es jemals gewesen? Gehörte er zu denen, die 245 Dogmen der Katholischen Kirche anerkannten? Nur dann, wenn man sie uminterpretierte? Warum denn? Dieses Buch hat etwas Trockenes und Staubiges, vom Eindruck her mit den Memoiren von Vorgrimler zu vergleichen. Hat der Geist Gottes Ratzinger verlassen wie damals Saul? Der Schreiber dieser Zeilen hat heute einen Eintrag über die gefallenen Engel beendet, deren Strafe u.a. darin bestand, dass ihre Erkenntnis verblendet wurde und ihre natürliche Erkenntnis des Übernatürlichen, was bei Engeln der Fall ist, nichts Lebendiges oder Beglückendes hatte. Dies ist auch der Zustand der Menschen in einer schweren Sünde. Der Schreiber dieser Zeilen musste an fast alle seine Theologieprofessoren denken, von denen diese nachkonziliare Staubigkeit ausging. Hätte er früher gelebt, so könnte er denken: es war das 19 Jhdt. und die Neuscholastik, welche diesen Staub verursachte. Aber er hat nur den nachkonziliaren Staub kennengelernt. Es geht aber nicht um Vorkonziliar- gegen Nachkonziliar, sondern um den Unglauben, welcher solch einen Staub absondert.  Man wird im Alter ursprünglicher, authentischer, man wird so, wie in seiner Jugend. War denn die Theologie Ratzingers, wie bei vielen anderen auch, nur eine intellektuelle Spielerei, wohlgemerkt, auch einem hohen Niveau, welche den eigenen Unglauben zudeckte? Man müsste unter diesem Gesichtspunkt all seine Werke durchlesen, aber kam seine Abneigung gegen die Scholastik, Thomismus, das Alte etc. nicht gerade daher, dass er keinen Sinn darin sah, weil ein Ungläubiger ihn nicht sieht. Dies sind wohlgemerkt sehr starke Worte, aber wohl kaum jemand würde sich empören, wenn man Papst Franziskus als einen Ungläubigen bezeichnen würde. Fing es nicht schon früher an? Glaube ich an den einen, lebendigen Gott oder bediene ich mich der Hilfskonstrukte? Eine gute Frage, die sich jeder selbst beantworten müsste, aber vom letzten Benedikt-Buch ist wirklich abzuraten.

Weil wir uns vorgenommen haben mehr Licht auszustrahlen, um nicht in der Dunkelheit der Nachrichtenwelt zu versinken, so versuchen wir auch diesen Beitrag irgendwie positiv zu schließen. Wir sind nicht allein, denn wir sind von Engeln umgeben, welche Gott die ganze Zeit loben und von Heiligen, die dasselbe tun. Das Tridentinische Brevier endet in der Matutin der Duplex-Feste, wie heute am Fest des Apostels Matthäus, immer mit Te Deum, natürlich in der langen, lateinischen Form. Obwohl der Schreiber dieser Zeilen es fast täglich betet und damit auch Ablässe erwirkt, denn beim Te Deum geht es auch heute, so wurde ihm er neulich klar, dass dieses Lobgesang die Freude der Himmlischen Kirche über diesen Heiligen zum Ausdruck bringt. Man freut sich die ganze Zeit in der Nähe Gottes zu stehen und feiert diesen Heiligen, wozu wir einstimmen können. Reine Freude im Himmel, kein Neid, allgemeines Wohlwollen und Glück der seligen Anschauung der Visio Beatifica. Muss das schön sein und die gute, alte Liturgie gibt uns auch Anteil daran. Na, hat es Sie ein wenig getröstet?

Unsere Erklärung zum Brief der 45. (1) Die Ausgangslage.


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Wie die englischsprachigen Medien berichten, haben sich endlich 45 Theologen und Philosophen, eher weniger bekannt, dazu aufgerafft, den Papst zu zensurieren und die Zensuren mit eigenen Namen zu unterschreiben. Den Text selbst finden Sie hier, die Namensliste hier. Wir sind über diese Schreiben sehr froh und stellen wohl als die ersten eine deutschsprachige Übersetzung des Briefes der 45 ins Netz (in der Printversion ist sie in der Kirchlichen Umschau von September 2016 nachzulesen), obwohl die englische Sprache in den deutschsprachigen Landen wirklich nicht unbekannt ist. Warum tut es denn im Netz keiner außer uns? Weil man wohl Angst hat sich gegen den Papst zu stellen oder es einem egal ist. Uns ist es nicht egal und wir fürchten uns nicht, weil wir wenig zu verlieren haben.

Wie dem auch sei, wir versuchen uns bei unserer Übersetzung in die Lage eines sog. einfachen Lesers zu versetzen, der vielleicht überhaupt nicht studiert ist und schon gar nicht Theologie oder Kirchenrecht studiert hatte. Wir fragen uns also:

 „Wie viel wird er oder sie von diesem Schreiben verstehen?“

Und wir antworten uns selbst:

„Recht wenig.“

Warum? Weil es von Fachleuten in Fachsprache verfasst wurde, welche meinen einfach und menschennah zu schreiben. Da der Schreiber dieser Zeilen ab und zu lehrt, schreibt oder sich mit sog. einfachen Menschen unterhält, so erliegt er auch ab und zu der Illusion, dass ihn die Menschen, denen er etwas sehr einfach, klar und plausibel erklären möchte auch verstehen. Dies ist aber oft nicht der Fall, was auch nachvollziehbar ist. Je länger man sich mit einem Fachbereich wie z.B. Jurisprudenz, Medizin oder formelle Logik befasst, umso mehr wir man von diesem Bereich, seiner Sprache und Argumentation geprägt, ohne es selbst zu merken. Man drückt sich zwar sehr präzise, im fachimmanenten Sinn aus, z.B. e = mc2, aber die Anzahl der Menschen, die wirklich nachvollziehen können, was man da so meint, wird mir der höheren Präzision der Aussage immer geringer. Dies ist eine Schere oder ein Chiasmus mit der oder mit dem ein Gelehrter leben muss, der sich öfters kurz von der Rente fragt, ob er wirklich die allerdümmsten aller Studenten hat oder er überhaupt nicht unterrichten kann. Kurz und gut: die 45 Theologen meinen, dass sie einfach schreiben, was sie leider nicht tun. Es liegt an der Sache selbst und deswegen bedarf dieser Text unserer Erläuterung, da er ansonsten nur für studierte Juristen und Kirchenjuristen mit dem Zweitfach Theologie oder für studierte Theologen mit dem Zweitfach Jura und Kirchenrecht verständlich sein wird.

Wir werden also diesen Text in Teilen zuerst mit eigenen Worten zusammenfassen und kurz kommentieren, wo wir meinen, dass es Sinn macht und danach ihn als solchen vorstellen.

Die Ausgangslage: Papst schreibt eine häretische Exhortation

Wir befinden uns, Gott sei’s geklagt, in einer Lage, wo:

  1. Ein katholischer Papst,
  2. eine Exhortation, ein lehramtliches Schreiben also, verfasst hat,
  3. welche offensichtlich der katholischen Lehre widerspricht
  4. und daher häretisch ist
  5. oder anderen Zensuren unterliegt.

Um sein Nichtstun als Katholik, ein katholischer Geistlicher oder gar ein Prälat (vom Weihbischof aufwärts) vor sich selbst und der Welt zu rechtfertigen, muss man die o.a. Punkte nacheinander entkräften oder wenigstens dies bei einigen von ihnen tun.

Ad 1.  Ein katholischer Papst

Dass der Papst katholisch ist, hat sich bereits herumgesprochen, aber alle Amtshandlungen eines Papstes verlieren ihre Rechtmäßigkeit oder kirchliche Legitimität, wenn es sich herausstellen sollte, dass der vermeintliche Papst keiner ist, da:

a) beispielsweise ein rechtmäßiger Papst noch im Amt ist, weil er nicht tatsächlich oder gültig zurückgetreten ist, wie etwa Benedikt;

b) der Papstkandidat vor der Papstwahl bereits der Häresie verfallen ist,

c) der Papstkandidat aufgrund geheimer Wahlabsprachen vor dem Konklave gewählt wurde und damit seine Wahl null und nichtig kraft des Gesetztes selbst geworden ist und er selbst ebenfalls latae sententiae exkommuniziert wurde,

d) die Papstwahl selbst gefälscht oder ungültig und nicht rechtmäßig durchgeführt wurde,

e) der Papst nach der Wahl in öffentliche Häresie also in eine Häresie in forum externum verfiel, damit sich selbst aus der Kirche ausschloss, sich selbst exkommunizierte und aufhörte ein rechtmäßiger und gültiger Papst zu sein.

Wir werden uns allen o.a. Punkten in einem eigenen Beitrag widmen, samt theologischer und kirchenrechtlicher Begründung, denn wir glauben, dass durchaus die Wahrscheinlichkeit besteht, dass alle Punkte von a. bis e. auf Bergoglio zutreffen.  Wir glauben ferner auch, dass er, sollte er tatsächlich rechtmäßiger Papst gewesen sein er spätestens mit Amoris Laetitia in formelle Häresie in forum externum verfiel.

Bis jedoch diese Punkte tatsächlich bewiesen wurden, Papst Franziskus seines Amtes enthoben oder sein Pontifikat im Nachhinein abrogiert wurde, müssen wir leider annehmen, dass er wenigstens de facto ein Papst ist. Somit sind seine Schreiben und Entscheidungen als die eines Papstes anzusehen.

Denn außer den ewigen Sedisvakantisten, welche spätestens seit Johannes XXIII alle nachkonziliaren Päpste aufgrund einer Häresie für keine rechtmäßigen Päpste halten, hat kein Nicht-Sedisvakantist unter den Geistlichen öffentlich behauptet, dass Bergoglio kein Papst ist.

Wenn aber Bergoglio tatsächlich ein Papst ist, dann ist Amoris Laetitia ein lehramtliches, päpstliches Schreiben, welchem ein Glaubensgehorsam zu folgen hat. Da aber ein Papst ein Lehrschreiben mit häretischem Inhalt veröffentlicht, so schreiben die 45 Theologen zu Recht:

„Diese Situation stellt eine ernsthafte Gefahr für die Seelen dar.“

Ad 2. Der Rang einer apostolischen Exhortation

Da Bergoglio offensichtlich für einen Papst, bis zum Beweis des Gegenteils, gehalten werden muss, so muss man, um sich nicht mit AL kritisch auseinandersetzen zu müssen, dazu übergehen dieses Dokument als „ein privates Schreiben des Papstes“ zu sehen. Diese Position vertritt doch tatsächlich Kardinal Burke,[1] welcher mit der Zeit immer stiller geworden ist: the paper tiger. Aber der Papst ist keine Privatperson. Wenn ein Papst irgendetwas macht, dann macht er es als Papst und schon gar, wenn er lehramtliche Schreiben veröffentlicht. Er will etwas als Papst schreiben, eine Lehre darstellen, verkünden, präzisieren, dann bedient er sich einer apostolischen Exhortation, welche, obzwar nicht die höchste Lehrautorität hat, denn darüber gibt es noch z.B. dogmatische Konstitutionen, so ist es ein Schreiben des Lehramtes, welchem, unter normalen Umständen, ein Glaubensgehorsam zu leisten ist. Diese Argumentation der vermeintlichen Unverbindlichkeit entkräftet der Teil „Autorität von Amoris Laetitia“ des Briefes der 45. Dieser Teil stellt richtigerweise fest, dass Katholiken glauben werden, dass:

  • wenn ein Papst öffentlich etwas schreibt,
  • dann ist es wahr, im Sinne es gibt wahrheitsgemäß die katholische Lehre wieder,
  • weil es ein Schreiben eines Papstes und des höchsten und personifizierten Vertreters des Lehramtes ist.

Normalerweise ist diese Denkfolge richtig, bis leider zu Papst Franziskus und Amoris Laetitia, denn sind sogar päpstlich verfasste Lehrschreiben häretisch, dann sind sie häretisch und nicht gültig oder rechtskräftig. Der Papst erfindet ja keine Theologie, sondern er gibt das Depositum Fidei, also den Glaubensschatz der Kirche normativ wieder. So sieht es auch die Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit des Vatikanums I:

„Den Nachfolgern des Petrus wurde der Heilige Geist nämlich nicht verheißen, damit sie durch seine Offenbarung eine neue Lehre ans Licht brächten, sondern damit sie mit seinem Beistand die durch die Apostel überlieferte Offenbarung bzw. die Hinterlassenschaft des Glaubens heilig bewahrten und getreu auslegten“. (DH 3070)

Also der Papst ist kein „Macher“ der Kirche, sondern der höchste Diener der Tradition, so etwas bis zum Jahre 1962. Kurz und gut: Amoris Laetitia als eine apostolische Exhortation ist ein lehramtliches Schreiben des ordentlichen Lehramtes. Ein schreiben jedoch, welches sowohl Häresien als auch andere Zensuren enthält.

Ad 3. Widerspricht Amoris Laetitia offensichtlich der katholischen Lehre?

Die mutigen Papiertiger unter den „gute“ konservativen Bischöfen trauen sich sogar soweit die Mehrdeutigkeit oder die Ambiguität von AL zu beklagen, indem sie „mutig“ sagen, dass dieses Schreiben von der bösen Presse missdeutet werden kann und sogar gegen den Hl. Vater und die Kirche verwendet werden kann. Dies kann durchaus der Fall sein, weil absolut jeder Interpret von AL für seine Leseweise Anhaltspunkte finden wird. Amoris Laetitia stellt die exponentielle Steigerung der mehrdeutigen Konzilsdokumente dar und treibt diese Mehrdeutigkeit der Ausdrucksweise auf die Spitze und eigentlich zum Absurden. Der Ungeist des Konzils hat wieder einmal zugeschlagen. Aber Papst Franziskus beziehungsweise sein Ghostwriter Erzbischof Victor Manuel Fernandez hat doch deswegen so ambivalent und mehrdeutig geschrieben oder sagen wir es gerade heraus gnostisch, um alle möglichen Spuren zu verschleiern. Es ist das nachkonziliare „Einerseits-Andererseits-Jedoch-Aber-Wenn-Pastorale-Gründe-Dafür-Sprechen“ auf die Spitze getrieben. Wenn Ihnen bei der Steuerüberprüfung nachgewiesen wird, dass Sie überall auf der Welt Briefkastenfirmen angelegt haben, so scheint es, obwohl ihnen der Steuerbetrug an sich noch nicht nachgewiesen wurde, dass Sie doch etwas verschleiern wollten, denn wozu sonst diese Mühe? Amoris Laetitia widerspricht der katholischen Lehre, doch sie tut es nicht offen und offensichtlich. Man muss sich schon die Mühe machen diesen grottenschlechten Text von beinahe 300 Seiten samt den Fußnoten genau zu lesen, um die Häresien und Zensuren herauszufischen, wobei die Letzteren in solch einem Übermaß vorhanden sind, dass man irgendwann einmal abschaltet. Nichtsdestotrotz glauben sowohl wir als auch die Autoren des Briefes der 45, dass AL tatsächlich Häresien enthält. Deswegen ist es unverständlich, warum der Brief der 45 die folgende Passage enthält:

„Die folgende Analyse negiert nicht den persönlichen Glauben von Papst Franziskus und stellt ihn auch nicht in Frage. Es ist nicht gerechtfertigt oder rechtmäßig, den Glauben irgendeines Autors auf der Grundlage eines einzigen Textes zu negieren, und dies ist besonders der Fall des Papstes im Fall. Es gibt weitere Gründe, warum der Text von Amoris laetitia nicht als ausreichender Grund verwendet werden kann zu behaupten, dass der Papst in Häresie gefallen sei.“

Wenn aber ein Text (a) Häresien enthält, dann ist (b) sein Autor in Häresie gefallen. Aber die Autoren des Briefes der 45 wollen vielleicht den Papst noch irgendwie das Gesicht wahren lassen, obwohl er dies gerade nicht will.

Die Taktik die Offensichtlichkeit des Verstoßes von AL gegen die katholische Lehre zu negieren führt dazu, dass:

  • die Wahrheit relativ,
  • die katholische Lehre jederzeit änderbar,
  • die Geistlichen feige und inkompetent erscheinen.

Amoris Laetitia stellt wirklich die schlimmste Ausgeburt von Häresien in der bisherigen Kirchengeschichte dar und das als ein lehramtliches Dokument!!!! Wie kann man dies negieren und auf einen nächsten Papst warten??!!

Ad 4. Enthält Amoris Laetitia Häresien?

Ja, das tut sie, wie wir anhand des Briefes der 45 sehen werden, welche 11 Häresien aufzählen, eine Anzahl, welche wohl noch erweiterbar ist. Diesem zu widersprechen beweist, dass man entweder nicht weiß, was eine Häresie im Sinne einer sententia haeretica ist oder es einem egal ist, weil man „nicht an diesen Bullshit glaubt“.

Ad 5. Enthält Amoris Laetitia Sätze, die einer Zensur unterliegen

Und wie, die Anzahl der Zensuren geht ins Hundertfache. Der Brief der 45 zählt nur einige auf, aber das Finden aller Zensuren in AL kann mit der Zeit zu einem Volkssport oder begehrten Dissertationsthema werden. Es sind wirklich Unmengen. Wenn man aber nicht einmal Häresien entdeckt, dann bleiben die Zensuren ebenfalls unbesehen.

[1] Vgl. auch http://www.katholisches.info/2016/04/13/vollstaendige-stellungnahme-von-kardinal-raymond-burke-zu-amoris-laetitia/ http://www.ncregister.com/daily-news/amoris-laetitia-and-the-constant-teaching-and-practice-of-the-church/ https://traditionundglauben.wordpress.com/?s=Burke