Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des zweiten Adventsonntags

Am zweiten Adventsonntag

Mt 11, 2 – 10 Als Johannes im Kerker vom Wirken Christi hörte, entsandte er [zwei] von seinen Jüngern und ließ ihn fragen: „Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir einen andern erwarten?“ Jesus antwortete ihnen: „Geht hin und kündet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird die frohe Botschaft verkündigt. Wohl dem, der keinen Anstoß an mir nimmt!“

Als jene weggingen, sprach Jesus zu den Volksscharen über Johannes: „Wozu seid ihr in die Wüste hinausgezogen? Ein Schilfrohr zu sehen, das vom Winde hin und her bewegt wird? Oder wozu seid ihr hinausgezogen? Einen Mann in weichlichen Kleidern zu sehen? Nein. Leute, die weichliche Kleider tragen, sind an den Höfen der Könige. Wozu seid ihr also hinausgezogen? Einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch, mehr als einen Propheten. Er ist es, von dem geschrieben stehtSiehe, ich sende meinen Boten vor dir her, auf dass er deinen Weg vor dir bereite.

Betrachtung zum Evangelium des zweiten Adventsonntags

Johannes der Täufer läßt Iesum fragen, ob er der Messias sey.

Heute können wir wieder deutlich aus dem heil. Evangelium abnehmen, daß Du, o Herr Jesus! der wahre Heiland bist. Denn als der heil. Johannes, der auf Befehl des Herodes Antipa’s im Gefangniße saß, zwei seiner Jünger, um sie im Glauben zu stärken, an Dich schickte mit der Frage, ob Du wirklich der Messias seyest, auf welchen die Allväter so lange gewartet haben; da gabst Du ihnen die Antwort des Propheten: „Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Tauben hören, die Stummen reden, Todte stehen auf und den Armen wird die Bothschaft des Heiles verkündet.“ — Daraus nun konnten sie sich uberzeugen, daß Du der erwartete Messias bist, denn wo Thaten reden, bedarf man nicht vieler Worte. —

Kollekte zum zweiten Adventsonntag

G e b e t.

Da nun, o Herr! die katholische Kirche in Erinnerung deiner ersten Ankunft auf Erden uns hinweist auf jene, durch welche Du in deiner Gnade bußfertige Seelen besuchest, so bitten wir Dich: reinige unsere Herzen von allen Sünden, damit wir Dir treu dienen! Gieb uns Gnade, daß wir uns nicht wie ein schwaches Rohr von falscher Lehre und Irrthümern, von Begierden und Erdensorgen hin- und hertreiben lassen, sondern an der anerkannten Wahrheit festhalten, damit wir Dich mit deiner Gnade in unsere Seelen empfangen und nimmermehr von Dir geschieden werden. Amen.

Zweiter Adventsonntag – Proprium missae


 

Introitus: Iz 30, 30
Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes : et auditam faciet Dominus gloriam vocis suae in laetitia cordis vestri.

Qui regis Israel, intende : qui deducis, velut ovem, Ioseph. Gloria Patri… Populus Sion…

Volk von Sion, siehe, der Herr wird kommen, die Heiden zu erlösen; und der Herr wird hören lassen Sein majestätisches Wort zur Freude eures Herzens. (Ps.79,2) Hab acht, Du Hirte Israels, der Du gleich einem Schäflein Joseph weidest.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Volk von Sion (bis zum Ps.).

 

Graduale Ps 49, 2-3, 5
Ex Sion species decoris eius : Deus manifeste veniet. Congregate illi sanctos eius, qui ordinaverunt testamentum eius super sacrificia. Von Sion her strahlt Seiner Schönheit Glanz; Gott wird sichtbar kommen. V Versammelt Seine Heiligen um Ihn, die einst den Opferbund mit Ihm geschlossen.

 

Alleluja Ps 121, 1
Laetatus sum in his, quae dicta sunt mihi : in domum Domini ibimus. Alleluia. Alleluja, alleluja. V (Ps. 121, 1) Wie freute ich mich, da man mir sagte: wir ziehen zum Hause des Herrn. Alleluja..

 

Offertorium Ps 84, 7-8
Deus, tu conversus vivificabis nos, et plebs tua laetabitur in te : ostende nobis, Domine, misericordiam tuam, et salutare tuum da nobis. Gott, wende Dich zu uns und gib uns neues Leben; dann wird Dein Volk in Dir sich freuen. Erzeige uns, o Herr, Deine Barmherzigkeit und schenke uns Dein Heil.

 

Communio Ba 5, 5; 4, 36
Ierusalem, surge, et sta in excelso, et vide iucunditatem, quae veniet tibi a Deo tuo. Jerusalem, steh auf und stelle dich auf hohe Warte, und schau die Freude, die dir von deinem Gotte kommt.

Michael Matt, Christopher Ferrara und John Vennari: „Mit brennender Sorge: Wir klagen Papst Franziskus an“ (6 von 12)


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Ein reformerischer „Traum“, unterstützt von einer Stahlfaust

Alles in allem scheinen Sie von einer reformerischen Manie befallen zu sein, die keine Grenzen für Ihren „Traum“ des Weges der Kirche kennt. Wie Sie in Ihrem beispiellosen persönlichen päpstlichen Manifest, Evangelii gaudium (nn. 27, 49) erklären:

„Ich träume von einer missionarischen Entscheidung, die fähig ist, alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten, die Stile, die Zeitpläne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur ein Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient …………………..                                                                                                                                                       Ich hoffe, dass mehr als die Furcht, einen Fehler zu machen, unser Beweggrund die Furcht sei, uns einzuschließen in die Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet und Jesus uns pausenlos wiederholt: » Gebt ihr ihnen zu essen! « (Mk 6,37).“

Unglaublicherweise bekennen Sie, dass vor Ihrer Ankunft in Buenos Aires die uralten „Strukturen“ und „Regeln“ der heiligen katholischen Kirche grausamen geistigen Hunger und Tod verursacht haben, und dass sie jetzt wünschen, buchstäblich alles in der Kirche zu ändern, um sie barmherzig zu machen. Wie können die Gläubigen darin etwas anderes als Zeichen eines erschreckenden Größenwahnes erblicken? Sie erklären auch, dass die Evangelisierung, wie Sie sie verstehen, nicht durch Angst über die kirchliche „Selbsterhaltung“ eingeschränkt werden darf, als wenn beides im Gegensatz stehen würde!

Ihr hauchzarter Traum der allumfassenden Reform wird von einer stahlharten Faust begleitet, die jeden Versuch zerschlägt, den Weinberg, der durch ein halbes Jahrhundert hindurch bereits am Boden zerstört ist, zu „reformieren“. Wie Ihr Manifest (Evangelium Gaudium, 94) aufdeckt, sind sie voller Verachtung für traditionelle Katholiken, die Sie sehr rasch als selbstbezogene „prometheische Neu-Pelagianer“ bezeichnen und  die sich, Ihrer Meinung nach „den anderen überlegen fühlen, weil sie bestimmte Normen einhalten oder weil sie einem gewissen katholischen Stil der Vergangenheit unerschütterlich treu sind.“

Sie haben sogar eine „vermeintliche Unversehrtheit der Lehre oder Disziplin“ lächerlich gemacht, weil diese Ihrer Meinung nach „Anlass gibt zu einem narzisstischen und autoritären Elitebewusstsein, wo man, anstatt die anderen zu evangelisieren, sie analysiert und klassifiziert…“.  Aber Sie sind es doch, der ständig andere klassifiziert und mit einem endlosen Strom von Abwertungen, Karikaturen, Beleidigungen und Verurteilungen analysiert und klassifiziert und zwar tun Sie das den treuen Katholiken gegenüber, die sich nicht ausreichend auf den „Gott der Überraschungen“ einstellen, den Sie während der Synode vorgestellt haben.

Daher Ihre brutale Zerstörung der blühenden Franziskaner der Immaculata wegen Ihres „definitiv traditionalistischen Abdriftens.“  Diese Zerstörung wurde ergänzt (als zum Beispiel vertriebene Franziskaner der Immakulata als neue Brüder aufgenommen werden sollen) durch Ihr Dekret, dass von nun an jeden Versuch, ein neues Diözesaninstitut für das geweihte Leben zu errichten, vereitelt, wenn die Errichtung nicht mit dem „Heiligen Stuhl“ abgestimmt ist (d.h. die de facto Berechtigung, diese Gründung auf unbestimmte Zeit auszusetzen). Sie unterminieren dadurch dramatisch die beständige Autonomie der Bischöfe in deren eigenen Diözesen, während Sie gleichzeitig ein neues Zeitalter der „Kollegialität“ und „Synodalität“ predigen.

Auf die Klausuklöster zielend haben Sie weitere Maßnahmen beschlossen, um die lokale Autonomie dieser Klöster an kirchliche Bürokraten zu übertragen, um das gewohnte Leben des Klosters für eine externe „Formation“ aufzubrechen, um die Laien zu beauftragen, in die Klöster einzudringen, um dort eucharistischen Anbetung zu praktizieren, um die herkömmlichen Abstimmungsregelungen wenn sie „älter“ sind, empörend zu disqualifizieren, und eine universelle Anforderung von neun Jahren an „Formation“ vor der Ablegung der  ewigen Gelübde eingeführt, um die neuen Berufungen sicher zu ersticken und das Aussterben von vielen der übrig gebliebenen Klöster zu gewährleisten.

Gott helfe uns!

Hilary White, Die Bischöfe treten in den Krieg ein


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Wir präsentieren anbei wieder einmal einen sehr treffenden Text von Hilary White in der Übersetzung von davilatollkühn. Oben sehen wir das Bild von Jacopodo Tintoretto (1518-94) „Moses spendet Wasser vom Felsen“. Moses könnte für einen katholischen Hierarchen stehen, der endlich einmal nicht einmal den reinen Wein, sondern das reine Wasser der reinen Lehre einschenkt. Ist dies tatsächlich passiert? Wohl kaum. Was ist geschehen:

  • vier Kardinäle, darunter drei emeritierte, Nicht-Papstwähler
  • ein polnischer Weihbischof Bischof Józef Wróbel;[1]
  • ein polnischer Diözesanbischof Bischof Jan Wątroba, einer provinzieller Diözese;
  • Weihbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan

haben doch tatsächlich öffentlich und wirklich sehr verhalten Stellung bezogen. Kurz und gut: außer Schneider keine Spitzenbischöfe, keine Männer von Einfluß, keine Vorsitzende von irgendetwas. Dies bedeutet die Kardinäle haben „vorgelegt“, indem sie ausschließlich das nachkonziliare Lehramt von Johannes Paul II zitieren ihre Zweifel äußern, wobei die o.a. Bischöfe zustimmend nicken. Die katholische Welt kann sich kaum vor Begeisterung halten über so viel „Bekennermut“ oder wie man es auch formulieren mag. Ja, es ist ein Anfang, da sich 4 von 212 Kardinälen, was 1,886% aller Kardinäle ausmacht und drei von 5237 Bischöfen[2], was 0,057% aller Bischöfe (sic!) ausmacht, haben sich zaghaft zu Wort melden. Wir, die nachkonziliaren Katholiken sind wirklich nicht verwöhnt, wenn wir uns darüber freuen. Den vier Kardinälen kann sogar ihr Kardinalshut aberkannt werden. Dem Schreiber dieser Zeilen schaudert es! So schlimm kann es werden.

Der hl. Andreas Apostel, dessen fest wir am 30. November feierten, hat zwei Tage lang am Kreuz gehangen und daraus das Volk belehrt, der hl. Papst Klemens kam in den Marmorbergwerken um und ein unlängst verstorbener chinesischer Bischof, dessen Name uns entfallen ist, hatte während seiner langen Gefängnisstrafe den Rosenkranz an seiner Kette, an die er mehrere Jahre angekettet war, gebetet. Es gibt also wirklich Schlimmeres als einen Kardinalshut und nicht den Kopf zu verlieren und wer das Martyrologium Romanum, wie es wenigstens das Brevier von 1960 vorschreibt, täglich betet, der weiß, wie viel das Christusbekenntnis kostet und womit man alles auch selbst zu rechnen hat. Ja, wir freuen uns, aber der eigentliche Skandal besteht nicht darin, dass sich 1,886% aller Kardinäle und 0,057% aller Bischöfe endlich gegen die Häresie von Amoris Laetitia zu Wort melden, sondern dass, 98,114% der Kardinäle und 99,943% der Bischöfe es nicht tut! Und die haben keine Frau und Kinder zu ernähren und keinen Brotberuf auszuüben! Die Apostasie an der Kirchenspitze könnte nicht deutlicher gemacht werden. Wo bleibt das Wasser in der Wüste? Die Laien und Blogger sind nicht nur katholischer als der Papst, sie sind auch katholischer als ihre Kardinäle und Bischöfe, was auch Roberto de Mattei in seinem neuesten, hervorragenden Aufsatz durch die Blume sagt. Es ist schrecklich. Wir, die wir im deutschsprachigen Sprachraum leben, beneiden Hilary White um ihre Kenntnis von guten, gläubigen katholischen Priestern, denn sie schreibt:

Die Priester werden noch einmal dazu befähigt, den Glauben zu predigen, ungehindert von einer neomodernistischen Hierarchie, die mehr daran interessiert ist, der Gunst der Welt zu schmeicheln.

In der Diözese des Schreibers dieser Zeilen gibt es solche Priester nicht, manche haben die notwendige Intention, um die Sakramente gültig zu spenden, es gibt ein paar, die tatsächlich nicht in der Sünde leben, aber Eifer für die Seelen – Fehlanzeige. In anderen deutschsprachigen Diözesen ist es nicht besser. Die Priester brauchen nicht von ihren neumodernistischen Bischöfen gebremst zu werden, denn da gibt es nichts zu bremsen. Vielleicht ist es in den Kreisen von Hilary White besser, was wirklich sehr schön wäre. Ja, das, was Sie sich wünscht und beschreibt kann eintreten, aber erst in ein paar Jahrzehnten, nachdem diese künftigen Priester bei jemand gelernt haben, was eigentlich katholisch sei. Wir stellen uns gerne zur Verfügung und versuchen uns in guter Gesundheit zu halten, denn die Bischöfe ziehen in den Krieg.

[1] Ehemaliger Bischof von Helsinki, der sein Amt aufgab wegen „unüberwindbaren Differenzen“ mit finnischen Katholiken, wobei zwei extrem verschiedene Mentalitäten aufeinander trafen.

[2] Nach: https://en.wikipedia.org/wiki/Catholic_Church

vom 30.11.2016 von Hilary White

Die Woche vom 14. Bis 21. November wird in Erinnerung bleiben als die Woche, in der die beiden schon lange streitenden Parteien in der Katholischen Kirche schließlich den offenen Krieg erklärten. Und während das eine Menge Jammern und Klagen verursacht hat, ist es wahr, daß ich niemals so glücklich und zufrieden gewesen bin, ein traditioneller Katholik zu sein wie unter diesem Pontifikat des Irrsinns.  Alles, was ich über die moderne, nachkonziliare Kirche dachte, wird nun jeden Tag als wahr demonstriert.

Vier hochrangige Kardinäle offenbarten der katholischen Welt die Tatsache dass Papst Franziskus sich grundsätzlich weigert  zu sagen, ob er ein Katholik ist oder nicht, oder ob er weiterhin der Papst der katholischen Kirche sein will.  Franziskus Bergoglio hat sich geweigert auf ihre 5 quälenden kanonisch korrekten Fragen über die größeren Implikationen und Interpretationen seiner knalligen Exhortation, Amoris Laetitia.

Die Menschen sind in Panik. Aber die Realität ist so, dass wir in diesem Papst und diesem Dokument und diesem Konflikt letztendlich und Gott sei es gedankt den Punkt überwunden haben, an dem die Revolutionäre, welche die Kirche lange kontrollierten und manipulierten, vorgaben, gut-katholische Menschen zu sein.  Sie haben – gerade zu der Zeit, als die vier Kardinäle ihre Fragen der Öffentlichkeit vorlegten – ihre Masken fallen lassen, und sie bestehen darauf ,dass von nun an ihre neue Religion – von der sie nun öffentlich zugeben dass sie im Gegensatz zu Christus selbst ist – die einzig erlaubte in der Kirche ist. Jedem, dem das nicht gefällt – von Kardinälen bis hin zu Trittbrettfahrern – wird die Tür gewiesen. Die harte Entscheidung liegt jetzt unmittelbar vor uns; Christus und die Religion die ER der Welt gab, vollendet mit ihren Verfolgungen, oder diese sich entwickelnde und zunehmend triumphierende Sekte die die Institution der Katholischen Kirche kontrolliert.

Seit dem 14. November und dem Konsistorium des Schweigens hatten wir einen regelrechten Wirbelsturm, so stark, daß es unmöglich wurde, das Smartphone zu halten ohne es am Kopf festzukleben. Kardinäle und neu kreierte Kardinäle, Bischöfe und Bischöfe, tragen einem öffentlichen und offenen Konflikt darüber aus, ob die Sakramente denen gespendet werden können, die in einem objektiven Stand der Toddünde sind, oder ob die Kirche noch glaubt und lehrt, wie sie immer gelehrt hat, daß Sünde und Tugend nicht das gleiche sind und dass es keinen bequemen Mittelweg zwischen ihnen geben kann. Die Seiten – die von Christus und die von Belial – richten sich, kurz gesagt, für den Krieg aus und tatsächlich wurden die Eröffnungssalven schon abgefeuert.

Die vom Papst auserwählten Männer – seine Proxies [ihm nahe stehende Menschen Red.]– starten sophistische Attacken auf Twitter (über alle Dinge!); wir haben die neu kreierten Kardinäle Cupich und Farrel ihre älteren Kollegen schelten und öffentlich züchtigen gesehen, weil diese es gewagt haben, nach Klarheit zu fragen. In den letzten paar Tagen hatten wir zwei polnische Bischöfe, die die vier Kardinäle öffentlich und formell unterstützten, und ein Bischof in Deutschland gab eine Erklärung ab, in der er den Papst ebenfalls um Klärung seiner Intentionen bat. Ebenfalls in dieser Woche brachte sich Kardinal Humme – einer der alten Wächter des neuen Paradigmas – öffentlich in Verlegenheit, indem er die unverschämte Behauptung machte, dass kein einziges Mitglied des Kardinalskollegiums gegen die Intentionen des Papstes sei (welche auch immer es sind, er scheint sie zu kennen, während der Rest von uns im Zweifel verbleibt).

Das Letzte geschah gestern; die Untergebenen des Papstes zogen eine Haubitzze in Form von Erzbischof Pio Vito Pinto heraus, Dekan der Römischen Rota, der auf einer Konferenz in Spanien mitteilte, dass die vier querulantischen Kardinäle ihren den Verlust ihres roten Hutes riskierten, weil sie es gewagt haben, um Klarheit zu bitten. Zur gleichen Zeit verband Erzbischof Chaput seinen Namen mit der kleinen Liste der Bischöfe, die den Papst formell darüber befragen, ein und für allemal zu sagen, ob oder ob nicht die Priester die Heilige Kommunion denen spenden können, die im objektiven Stand der Todsünde sind. Chaput, auf die Frage eines Reporters, sagte: „“Wenn das Dokument Elemente enthält, die jeder ernsthafte katholische Gelehrten als zweideutig betrachtet, müssen die Probleme, die sich ergeben, in einer ehrlichen und unkomplizierten Weise angesprochen werden.“

So haben wir nun eine Krieg in der Frage des Dogmas bekommen zwischen Männern, die Christgläubig und treu der Lehre der Kirche bleiben wollen und dem Papst. So ziemlich das schlimmste Szenario, das bisher nur spekulativ  von den größten Denkern der Kirche als theoretische Möglichkeit diskutiert wurde. Und wer weiß, was morgen kommt – bei diesem Pontifikat, das zu einer Lachnummer wurde.

Viele, viele Menschen sind von all dem zutiefst aufgewühlt. Aber ich glaube, dass ihr Klagen deplatziert ist. Tatsächlich ist Bergoglio der Papst meiner Freude – und, wie ich glaube, die größte Hoffnung auf ein Ende des de facto Schismas, das in den letzten 5 Jahrzehnten in der Kirche existierte. Zum ersten Mal seit meinem Wiedereintritt in das Katholische Leben in den späten 90ernhabe ich eine reale konkrete Hoffnung für die Zukunft der Kirche. Diese Hoffnung hatte ich unter den „konservativen“ Pontifikaten von Benedikt XVI: und Johannes Paul II nicht.

Endlich wird der „dritte Weg“ des komfortablen „Konservatismus“ seiner Falschheit überführt. „Konservativen“ katholischen Bischöfen erhalten eine lange überfällige Lektion im dritten und am meisten negierten und verleugneten Gesetz der Gesetze des  rationalen Dénkens: dass es zwischen ja und nein nichts drittes geben kann. Es gibt mir Hoffnung, dass der Papst diese Bischöfe aus ihrem konservativen Niemandsland vertreibt. Das widerwärtige, verlogen glückliche Gesicht des JPII Konservatismus ist in den Dreck der Schlacht gefallen. Franziskus zwingt alle dazu, eine Seite auszuwählen, und selbst der entschlossenste des „es gibt hier nicht zu sehen“ Episkopats kann nicht länger bestreiten, dass es einen Krieg gibt.

Weitergehend will ich sagen, dass ich glaube, dass Bergoglio Gottes eigene Wahl für unsere Zeiten war. Wie ich immer und immer wieder sagte, wäre ein weiterer „konservativer Papst, der den falschen Status quo der glücklichen Widersprüche und des Behaltens der Bequemlichkeit für alle in der nachkonziliaren Kirche eine viel größere Katastrophe gewesen. Genau so, wie der US-Immobilienmarkt 2008 gelernt hat, wird die konkrete Realität – egal wie bequem es Sie es sich jetzt machen – nicht anderes tun, als später eine noch größere Katastrophe aufzubauen.

Unter den „großen“ konservativen Pontifikaten von Johannes Paul II. Und Benedikt XVI erlaubte die Verleugnung diesem eitrigen Krebs unkontrolliert in jede Faser der Kirche einzudringen. Die Effekte des wehrhaften Terrors der Konfrontation die von so vielen Kirchenmännern demonstriert wurden – ihre jahrzehntelangen Weigerungen, für den Glauben aus Angst vor dem „‘Trennungen“ einzustehen – sind im Hühnerhaus gelandet. Es sind nicht die sogenannten „Liberalen“, die diese Situation geschaffen haben; es sind die guten Männer, die fünfzig Jahre damit verbracht haben, nichts zu tun.

Ich freue mich, weil es klar ist, dass die Zeiten der schmerzlichen kognitiven Dissonanz vorbei sind. Die Periode, in der wir versuchten lächelnd vorzutäuschen, dass es keinen Widerspruch gibt, während die Kräfte der „Irreligion“ ihre Übel hinausposaunten, ist vorbei Hallelujah! Seit 50 Jahren versuchen wir, in einem Leib die Kirche und die Antikirche zu beherbergen; die irre Vorstellung vom „großen Regenschirm“ der sich weigert, von der Wahrheit im Gegensatz zum Irrtum zu sprechen. Das und nicht Bergoglio, wäre der Tod der Kirche.

Dieses Rosten war es, was die Kirche zerstört, das sie wie eine Säure zersetzt. Es ist die päpstliche Abrissbirne Bergolio der die Lösung für dieses falsche NeuKirche ist, der wir erlaubt haben zu wachsen und die Kirche Christi zu verfinstern. Er packt diese „konservativen“ Bischöfe an den Schultern, schreit ihnen buchstäblich modische Häresien in ihre Gesichter und wehe, sie leugnen!  Der Witz ist, dass die Dinge, die er jeden Tag behauptet nichts anderes sind als die gleichen Ketzereien, denen diese Bischöfe all die Jahre zu blinkerten, zulächelten und zunickten. Bergoglio wagt es einfach, sie vor die Wahl gegen Ihn oder gegen Christus zu stellen – und erlaubt ihnen nicht mehr auszuweichen.

Einstmals vor langer, langer Zeit ging ich zu einer Buchhandlung, die von den Töchtern von St. Paul geführt wurde. Auf den Regalen sah ich einen Mischmasch von Heiligen und Ketzern, alle mit schönen glänzenden Buchdeckeln. Ich fragte die Nonne, warum in einer katholischen Buchhandlung so viele Autoren in ihren Regalen waren, die dem katholischen Glauben widersprachen. Sie antwortete: „Nun, wir müssen jeder Meinung Raum geben.“ Diese unglaubliche Aussage verkörpert perfekt den „konservativen“ Ansatz – der im Wesentlichen ein politischer ist – und der einen Versuch darstellt, ein drittes neutrales Ding zwischen „ja“ und „nein“ zu setzen “ und zu verkünden, dass genau das die Balance verkörpert.

Tatsächlich ist es eine Leugnung der Wirklichkeit

Es war nicht die sogenannte „liberale“ katholische Kirche, die die große Mehrheit der katholischen Laien in Laster, Irrtum und Gleichgültigkeit einlullte. Es waren diese „Konservativen“, einschließlich der Päpste, die versuchten, alle zu überzeugen, dass wir alle nur miteinander auskommen konnten, dass die Realität etwas war, mit dem wir uns nicht konfrontieren müssen, dass es eine Harmonie zwischen Christus und Belial geben konnte. Sie waren diejenigen, die die gefährlichste Lüge von allen verewigten.

Nun, diese Illusion ist nun endgültig zerschmettert, und Francis Bergoglio hat im Wesentlichen gesagt: „Tertium non datur.“ Es gibt keinen „dritten Weg“, es gibt nur meinen Weg oder du fliegst raus. Schlussendlich ist die wahre Landmarke vor uns – klar und unleugbar. Den Bischöfen und Priestern, die lamentierend den Verlust des komfortablen „Konservativen“ Paradigmas Johannes Paul II. beklagten, würde ich sagen: „Gentlemen, willkommen in der Wüste der Realität.“ Es ist vielleicht nicht hübsch und nett, aber nur in der Realität kann man als Diener Christi fungieren.

Ich denke, dass wirklich die einzigen Leute, die klagen, diejenigen sind, die vorher nicht im Krieg gewesen sind. Für uns Engländer, die wir bei gekürzten Rationen in unseren Bombentrichtern leben ist es gut zu hören, dass die Amerikaner letztlich sich entschieden haben, mitzumachen. Diese Schlacht ist einfach das, was sie immer schon war: die zwischen der katholischen Orthodoxie und dem „Neuen Paradigma“ des Neomodernismus. Mit diese Realität und diesem elend werden nun die einzigen Männer konfrontiert, die wirklich die Macht haben, den Krieg herumzureißen. Es bedeutet, kurz gesagt, dass es fast vorbei ist, dass sehr bald der Wiederaufbau beginnen kann.

Vielleicht beginnen die Lamentierer gerade erst zu verstehen wie wenig von der Kirche übriggeblieben ist, und sind ängstlich darüber, wie es aussehen wird, wenn es vorbei ist. Bis jetzt haben wir die tröstliche Illusion von Gebäuden, Kunst und Liturgie, die es so aussehen lassen, als ob der Glaube am Leben ist. Das Ödland des nachchristlichen Katholizismus wird ihnen jetzt klar. Und es ist hässlich. Hier will sicher niemand leben..

Sehr, sehr bald wird, wie ich glaube, das lange Exil der Katholischen Religion aus der Kirche, die ihren Namen trägt vorbei sein. Die Verfolgung von treuen Katholiken durch ihre eigenen Bischöfe wird aufhören. Die Priester werden noch einmal dazu befähigt, den Glauben zu predigen, ungehindert von einer neomodernistischen Hierarchie, die mehr daran interessiert ist, der Gunst der Welt zu schmeicheln. Die Berufungen werden gedeihen, das religiöse Leben wird wieder blühen. Dies sind die Prälaten und Kleriker, die mit der Bergoglio Sekte gehen werden. Die Arbeit der Kirche, die Welt zur Rettung der Seelen zu bekehren kann nach einem sterbenden halben Jahrhundert von Schweigen und Angst wieder begonnen werden. Das neue Paradigma ist im Begriff, besiegt zu werden, durch seine eigene Arroganz heruntergewirtschaftet. Ich sehe hier nichts, was mich animieren würde, zu klagen.

Michael Matt, Christopher Ferrara und John Vennari: „Mit brennender Sorge: Wir klagen Papst Franziskus an“ (5 von 12)


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Eine absurde Verharmlosung des Islam

Sie erklären, die Rolle eines „koranischen“ Exegeten annehmend, der Mohammeds Kult von seiner ungebrochenen historischen Verbindung zur Eroberung und brutale Verfolgung von Christen entlasten will: „Angesichts der Zwischenfälle eines gewalttätigen Fundamentalismus muss die Zuneigung zu den authentischen Anhängern des Islam uns dazu führen, gehässige Verallgemeinerungen zu vermeiden, denn der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen.“ [Evangelii gaudium, 253]

Sie ignorieren die gesamte Geschichte des Krieges des Islam gegen die Christenheit, die sich bis auf den heutigen Tag fortsetzt, sowohl als auch die heutigen barbarischen rechtlichen Vorschriften und Verfolgung von Christen in den islamischen Republiken der Welt, wie Afghanistan, Iran, Malaysia, Malediven, Mauretanien, Nigeria, Pakistan, Katar, Saudi Arabien, Somalia, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate und Jemen. Diese Regime verankern die Scharia in ihrem Rechtssystem. Von der Scharia glauben die Muslime, dass Allah sie für die ganze Welt erlassen hat, und dass sie etabliert werden muss, wenn der Bevölkerungsanteil der Muslime einen signifikanten Punkt erreicht hat. Wie Sie es ausdrücken würden, entbehren alle diese muslimischen Republiken einer „authentischen“ Auslegung des Korans!

Sogar den islamischen Terrorismus im Nahen Osten, Afrika und im Zentrum von Europa versuchen Sie kleinzureden, indem sie einen gewagten moralischen Vergleich postulieren zwischen dem von muslimischen Fanatikern geforderten Dschihad (Heiligen Krieg) – wie er seit dem Entstehen des Islams geführt wird – und einem imaginären „Fundamentalismus“ eines Teiles der treuen Katholiken, der Katholiken, die sie unentwegt verurteilen und verbal schlagen. Während einer der Flugzeug-Pressekonferenzen, in der sie so oft die Kirche beschämen und die katholische Lehre unterminieren, äußerten Sie die infame Meinung, typisch für Ihr absurdes Beharren, dass die Religion, die von dem inkarnierten Gott gegründet wurde und der durchgehend gewalttätige Kult, der von dem entarteten Mohammed stammt, dengleichen moralischen Halt bieten.

Ich möchte nicht über islamische Gewalt sprechen, weil jeden Tag, wenn ich die Zeitungen aufschlage, sehe ich Gewalt, hier in Italien… Der eine tötet seine Freundin, der andere tötet seine Schwiegermutter… und das sind alles getaufte Katholiken. Das sind gewalttätige Katholiken. Wenn ich von islamischer Gewalt spreche, muss ich auch von katholischer Gewalt reden…Ich glaube, dass in jeder Religion immer eine kleine Gruppe von Fundamentalisten ist. Fundamentalisten. Wir haben sie. Wenn Fundamentalisten kommen, um zu töten, können sie auch mit der Sprache töten – der Apostel Jakobus sagt das – nicht ich. …und auch mit einem Messer, nicht wahr? Ich denke, dass es nicht richtig ist, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen.“

Es trotzt dem gesunden Menschenverstand zu glauben, dass ein römischer Pontifex zufällige Gewaltverbrechen, die von Katholiken begangen werden, und ihre bloßen Worte moralisch mit den terroristischen Gewaltakten des radikalen Islams, mit Massenmord, Folter, Versklavung und mit Vergewaltigungen im Namen Allahs gleichsetzt. Es scheint, Sie sind eher bereit, Mohammeds lächerlichen und tödlichen Kult gegen jeden Widerstand zu verteidigen, als die eine, wahre Kirche gegen ihre unzähligen Verleumder. Ihre Sichtweise ist weit entfernt  von der beständigen Sicht der Kirche auf den Islam, die von Pius XI in seinem Akt der Weihe des Menschengeschlechtes an das Heilige Herz Jesu bekundet wurde: „Sei endlich auch der König über all diejenigen, welche immer noch in der Dunkelheit der Abgötterei oder des Islams  leben, und versage ihnen nicht die Befreiung aus der Finsternis und ziehe sie in das Licht und das Königreich Gottes.“

Hilary White: Ein Neues Schisma für eine Neue Kirche (3 von 3)


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Im letzten Teil zeigt uns Hilary White, warum Papst Franziskus solch ein Segen für die Kirche ist. Weil er zeigt, wohin der Nachkonziliarismus führt. In den totalen Glaubensabfall, auch des Papstes, auch der Kardinäle, auch der Bischöfe. Die pragmatischen Amerikaner werden sich etwas ausdenken, wie man zu handeln hat, wenn es dazu kommen wird. Und wir werden Sie informieren.

Deshalb habe ich so oft gesagt, dass Jorge Bergoglio der Papst ist, den wir jetzt brauchen. Ein anderer „Konservativer“ in der Art von Benedikt XVI. wäre unser Ende gewesen. Wie lange hätte die Kirche überlebt, im Schlaf in den Tod hinein verblutend? Dies ist der Papst, der das neue Paradigma zu seinem endgültig antirationalen logischen Ende treiben wird und Männer wie diese vor eine Wahl stellen wird, die sie weder ignorieren noch vermeiden können. Tatsächlich wird dieser Papst ihnen selbst eine Pistole an ihre Köpfe halten und sie nach ihrer Wahl fragen. Faktisch tut er jetzt genau das.

Bis zu Bergoglio wurden Traditionalisten toleriert. Menschen, die die Dinge glaubten, die die Kirche lehrt, wurden in einer Nische, in der sie meist allein waren, in Ruhe gelassen. Es gab eine unübersehbare Selbstabschottung. Pfarreien in jeder Diözese der Welt wurden in ideologische Lager aufgeteilt. Und die Päpste seit dem Konzil haben nichts unternommen, das zu korrigieren. Bischöfe folgten diesem Prozess und belogen sich selbst über den „großen Regenschirm“, einen Schirm, unter dem sowohl Christus als auch Belial unterzubringen war.

Aber jetzt haben wir einen Papst, der im inneren Bürgerkrieg der Kirche (eindeutig) Partei ergreift, und es ist nicht die Seite der (guten) Engel. Nach 50 Jahren päpstlicher Zweideutigkeit, die darin bestand, dass “Jedermanns-Dandy” [Everybody’s Darling] über das Drahtseil geht und auf  beiden Seiten spielt [auf beiden Hochzeiten tanzt Anm. d. Übers.]  haben wir nun eine gesegnete Klarheit. Die Axt ist letztlich gefallen.

Zurück zu meiner oben genannten Frage: Wie kann ein Papst im Schisma sein, wo doch ein Schisma der Abfall von Petrus ist?

Ich fürchte, dass diese Frage ein Symptom der Neuen Normalität ist. Eine der Grundlehren des Neuen Paradigmas ist der päpstliche Positivismus: die Idee, dass die Kirche auf Petrus beruht und jede seiner Äußerungen als der Glaube angenommen werden muss. Aus jeder Ecke haben wir wieder und wieder diesen Slogan gehört: „Nun, der Heilige Geist wählt den Papst, nicht wahr?“  Darüber hinaus ist es in der Geschichte der Kirchenspaltungen, ist diejenige Spaltung herausragend, welche eine eintausend jahrelange Spaltung zwischen Konstantinopel und Rom geschaffen hat. Die so genannte „Östliche Orthodoxie“ definiert sich selbst durch die fehlende Unterordnung unter den Papst.

In Wirklichkeit ist der Begriff viel breiter: Die Katholische Enzyklopädie hilft uns hier und zeigt uns, dass mehr dazu gehört, katholisch zu sein, als dem Papst über ein Kliff zu folgen (Hervorhebungen vom Autor)

Schisma (aus dem Griechischen schisma: Spaltung, Teilung) ist, in der Sprache der Theologie und des Kirchenrechts, das Zerbrechen der kirchlichen Gemeinschaft und Einheit, d.h. entweder die Handlung, in der einer der Gläubigen die Verbindungen die in ihn an die soziale Organisation der Kirche binden und aus ihm ein Mitglied des Mystischen Leibes Christi machen, durchtrennt, oder der Zustand der Ablösung oder Abtrennung,  welcher das Ergebnis dieser Handlung ist.

Die Enzyklopädie zitiert den Heiligen Paulus im 1. Korintherbrief (1/10 Allioli):

„Ich bitte aber Euch, Brüder! Bei dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle die nämliche Sprache führet, und keine Spaltungen unter Euch seien; dass ihr vielmehr vollkommen seiet in demselben Sinne und in derselben Meinung.“

Später hören wir den Apostel definieren, was das bedeutet: Dass wir in der Einheit sind, wenn wir den gleichen göttlichen Glauben haben: “Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe.”

Die Enzyklopädie fährt fort:

“Das Schisma ist eine Gattung, die zwei verschiedene Arten umfasst: das häretische oder gemischte und das reine, einfache Schisma. Das erstere hat seine Quelle in der Häresie oder ist mit ihr verbunden, das zweite, welches die meisten Theologen absolut als Schisma bezeichnen, ist das Zerreißen des Bandes der Unterordnung ohne einen begleitenden anhaltenden Irrtum, der einem bestimmten Dogma direkt entgegengesetzt ist. „

Kurz und bündig gesagt, kann man kann sich vom mystischen Leib Christi durch hartnäckige Leugnung der katholischen Lehre trennen.

“Deswegen ist das Schisma meist ein gemischtes, und in diesem Fall, betrachtet aus moralischer Sicht, ist seine Perversität vor allem auf die Häresie zurückzuführen, die es zum Teil formt. In seinem anderen Aspekt und als reines Schisma ist es gegen die Nächstenliebe und den Gehorsam gerichtet; im ersten, weil es die Bande der brüderlichen Nächstenliebe zerschneidet, im zweiten Fall, weil der Schismatiker gegen die göttlich konstituierte Hierarchie rebelliert.“

 

“Dennoch ist nicht jeder Ungehorsam ein Schisma, und um diesen Charakter zu besitzen, muss es beides einschließen: Die Übertretung der Befehle der Vorgesetzten und die Verleugnung ihres göttlichen Rechtes zu befehlen.“

 

Nun, Jorge Bergoglio verleugnet Christus links, rechts und in der Mitte. Er hat tatsächlich die Worte Christi in einem offiziellen Lehrdokument des päpstlichen Lehramts neu geschrieben: Das „erste und größte Gebot“ ist nicht die Liebe zum Nächsten. Jeder, der das ergründen will, kann nachsehen, was Christus selbst darüber gesagt hat. Dies, und nicht die Fußnote in Amoris Laetitia, ist Bergoglios schlichter Akt des Schismas von seinem einzig rechtmäßigen hierarchischen Oberen und eine de facto Verleugnung des Rechtes des Oberen, zu befehlen. In der Neuschreibung der Lehre Christi hat Bergoglio sich über Christus und im Widerspruch zu Ihm gesetzt.

Weil der Papst nur Gott selbst unterworfen ist, ist seine Leugnung der Worte der Zweiten Person der Heiligen Dreifaltigkeit beides, sowohl ein Akt der Häresie (und ich glaube, es in einem päpstlichen Dokument niederzuschreiben, es in einem halben Dutzend Sprachen zu veröffentlichen und auf der Vatikan-Website zu publizieren kann als „Hartnäckigkeit und Verstocktheit“ zählen) als auch ein Akt des Schismas, da es eine Rebellion gegen seinen unmittelbaren Vorgesetzten ist.

Natürlich wissen wir, dass das von seinem ersten Verstoß weit entfernt ist, obwohl seine eingeschlossene Leugnung eines anderen Teils der deutlich ausgesprochenen Worte Christi in der Heiligen Schrift – dass ein verheirateter Mann und eine Frau niemals „geschieden“ werden können, und dass wieder zu heiraten Ehebruch ist – vielleicht doktrinell und sicherlich praktisch gesehen mehr als schrecklich ist.

Wie sollen diese vielen, unzählbaren Handlungen der Rebellion gegen Bergoglios einzig rechtmäßigen hierarchischen Oberen nicht Schisma sein? Wie kann seine gewohnheitsmäßige Verleugnung des Rechtes Christi – Gottes – der der Autor der Wirklichkeit ist, nicht als Leugnung des „göttlichen Rechtes Gottes“ unseres Herrn gelten?

Wie können wir einem Papst, der sich so eklatant Christus entgegensetzt, nicht widerstehen? Wer ist das wahre Haupt der Kirche?

Weit entfernt davon, sich einen Papst im Schisma vorzustellen, beobachten wir jetzt, dass genau das geschieht. Jeden Tag. Er verkündet sein Schisma täglich auf Twitter. Jeden Tag in der Casa Santa Martha verkündet Bergoglio seinen Hass und seine Leugnung, dass Christus, sein rechtmäßiger, hierarchischer Vorgesetzter, das Recht hat zu regieren.

Was im Eintrag in der katholischen Enzyklopädie folgt, ist vielleicht ein Artikel für einen anderen Tag, aber es ist mit Sicherheit wert, in seinen Auswirkungen erwogen zu werden. Wenn wir akzeptieren, dass Bergoglio ein schismatischer ….

Mit Schismatikern in sacris zu kommunizieren. z. B. die Sakramente aus den Händen ihrer Diener zu empfangen, an ihren Gottesdiensten in ihren Tempeln teilzunehmen, ist für Gläubige streng verboten.

Was geschieht, wenn die betreffende Person der Papst der Universalkirche ist?

Tridentinische Messe – eine visuelle Einführung – 6


Die Opferung ist derjenige Teil der Messe, welcher beim Novus Ordo am meisten dem Sparstift der „Reformer“ zum Opfer gefallen ist. Warum? Weil Luther und andere Häretiker die Messe nicht als ein wahres und eigentliches Opfer ansehen wollten, vor allem als kein Sühneopfer. Warum hat das Concilium, also das Komittee, welches uns die Neue Messe bescherte, sich um dieses protestantische Denken gekümmert? Sie wollten die Neue Messe den Protestanten (sic!) schmackhaft machen, sodass sie alles rausgeworfen haben oder fast alles, was diese angeblich störte. Und wir sehen jetzt im November 2016 was daraus geworden ist. Die Katholiken sind weggelaufen und Protestanten sind keine dazugekommen. Danke, Concilium! Aber schauen wir uns das an, was uns beim Novus Ordo entgeht.

 

MESSE der Gläubigen OPFERMESSE

 

Erster Teil

In der Opfermesse wiederholt sich, was einst durch Christus beim letzten Abendmahl geschah: Segnung von Brot und Wein unter Dank und Lobpreis an den himmlischen Vater, Verwandlung von Brot und Wein in Christi Leib und Blut, Darreichung der eucharistischen Opferspeise zum Mahle.

14. Offertorium – Opfervorbereitung
Nach dem Credo bzw. nach dem Evangelium küßt der Priester den Altar und bringt damit seine und unsere Opfergemeinschaft mit Christus zum Ausdruck; dann wendet er sich zum Volke mit dem Gruße:

S. Dominus vobiscum.
M. Et cum spiritu tuo.
S. Oremus
P. Der Herr sei mit euch.
M. Und mit deinem Geiste.
P. Lasset uns beten.

 

Während der Opferung singt der Chor oder der Kantor die Antiphone des Offertorium vom betreffenden Tag. In der Stille Messe wird sie vom Priester allein gebetet. Im Moment der Opferung bringen wir dem Herrn all unser Leben, unser Tun, unsere Sorgen und Freuden dar. Er möge diese Gaben vor dem Thron des Vaters im Himmel darbringen.

Hierauf betet der Priester mit gefalteten Händen das

Offertorium (Opferungslied) (siehe am betreffenden Tag oder Fest)

Im feierlichen Hochamt trägt der Subdiakon Hostie und Kelch verhüllt zum Altare, gefolgt von niederen Meßdienern mit Wein und Wasser. Der Diakon reicht dem Priester die Hostie auf der Patene dar.

Die Opfergaben von Brot und Wein, aus vielen Weizenkörnern bzw. aus vielen Traubenbeeren bereitet, sind ein Sinnbild der opfernden Gemeinde. In diesen Gaben bringen wir uns selbst mit allem, was wir sind und haben, Gott dar.

 

15. Darbringung des Brotes
Der Priester deckt den Kelch ab, der Ministrant läutet. Anschließend hebt der Priester die Patene und opfert das Brot.

Suscipe, sancte Pater, omnipotens aeterne Deus, hanc immaculatam hostiam, quam ego indignus famulus tuus offero tibi Deo meo, vivo et vero, pro innumerabilibus peccatis et offensionibus et negligentiis meis, et pro omnibus circumstantibus, sed et pro omnibus fidelibus Christianis vivis atque defunctis: ut mihi, et illis proficiat ad salutem in vitam aeternam. Amen. Heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, nimm diese makellose Opfergabe gnädig an. Dir, meinem lebendigen, wahren Gott, bringe ich, Dein unwürdiger Diener, sie dar für meine unzähligen Sünden, Fehler und Nachlässigkeiten. Ich opfere sie auf für alle Umstehenden und alle Christgläubigen, für die lebenden und Verstorbenen. Gib, daß sie mir und ihnen zum Heile gereiche für das ewige Leben. Amen.

 

Nun macht der Priester mit der Patene, auf der die Hostie liegt, ein Kreuz über dem Altarstein, zum Zeichen, daß sich auf dem Altare das Erlösungsopfer des Kreuzes erneuert. Dann legt er die Hostie auf dem Altar nieder; das gleiche tut er nachher mit dem Kelche. Es folgt die

16. Vermischung des Weines mit Wasser
Diese uralte Zeremonie erinnert an das Blut und Wasser, das aus der Seitenwunde Christi floß. Sie deutet zugleich hin auf die Vereinigung der Gläubigen mit Christus, ihrem Haupte. Wie die Wassertröpfchen in den Wein übergehen, so gehen die Gläubigen durch die hl. Opferfeier in Christus ein. Mit Christi Opfer vereint, wird ihr Opfer Gott ganz wohlgefällig.

Die Vermischung wird auf der Epistelseite vorgenommen, im feierlichen Amte durch den Subdiakon, der hernach, vor der untersten Altarstufe stehend, die Patene im Schultervelum verhüllt trägt.

Die Ministranten bringen Ampulen mit Wein und Wasser. Der Priester geht auf die Epistelseite und gießt den Wein und ein paar Wassertropfen in den Kelch ein, welchen er segnet (außer bei Totenmessen).

Der Priester segnet das Wasser (in Totenmessen unterbleibt die Segnung) und spricht:

Deus, qui humanae substantiae dignitatem mirabiliter condidisti, et mirabilius reformasti: da nobis per huius aquae et vini mysterium, eius divinitatis esse consortes, qui humanitatis nostrae fieri dignatus est particeps, Jesus Christus, Filius tuus, Dominus noster: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus; per omnia saecula saeculorum. Amen. Gott, Du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar erschaffen und noch wunderbarer erneuert; laß uns durch das Geheimnis dieses Wassers und Weines teilnehmen an der Gottheit Dessen, Der Sich herabgelassen hat, unsere Menschennatur anzunehmen, Jesus Christus, Dein Sohn, unser Herr: <Der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Hl. Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit>. Amen.

 

17. Darbringung des Weines
Der Priester hebt mit beiden Händen (im feierlichen Hochamt vom Diakon unterstützt) den Kelch empor und spricht:

 

Offerimus tibi, Domine, calicem salutaris, tuam deprecantes clementiam: ut in conspectu divinae majestatis tuae, pro nostra et totius mundi salute, cum odore suavitatis ascendat. Amen. Wir opfern dir, Herr, den Kelch des Heilies und flehen Dich, den Allgütigen, an: laß ihn, uns zum Segen und der ganzen Welt zum Heile, wie lieblichen Wohlgeruch vor das Angesicht Deiner göttlichen Majestät emporsteigen. Amen.

 

18. Selbstaufopferung
Verbeugt, mit gefalteten Händen den Altar berührend, betet dann der Priester (Dn 3, 39-40):

In spiritu humilitatis, et in animo contrito suscipiamur a te, Domine: et sic fiat sacrificium nostrum in conspectu tuo hodie, ut placeat tibi, Domine Deus. Laß, uns, Herr, im Geiste der Demut und mit zerknirschtem Herzen bei Dir Aufnahme finden. So werde unser Opfer heute vor Deinem Angesichte, auf daß es Dir wohlgefalle, Herr und Gott.

Anrufung des Heiligen Geistes 

Der Priester richtet sich auf, hebt die Augen und die geöffneten Hände himmelwärts, senkt sie wieder und fleht feierlich den Segen Gottes auf die Opfergaben herab mit den Worten:

Veni, sanctificator omnipotens aeterne Deus, et (+) benedic hoc sacrificium, tuo sancto nomini praeparatum. Komm, Heiligmacher, allmächtiger ewiger Gott, und + segne dieses Opfer, das Deinem heiligen Namen bereitet ist.

 

Beweihräucherung (nur beim Hochamt)
Im feierlichen Hochamt segnet jetzt der Priester den Weihrauch, beim Einlegen ins Rauchfaß mit den Worten:

Per intercessionem beati Michaelis Archangeli, stantis a dextris altaris incensi, et omnium electorum suorum, incensum istud dignetur Dominus bene + dicere, et in odorem suavitatis accipere. Per Christum, Dominum nostrum. Amen. Auf die Fürsprache des hl. Erzengels Michael, der zur Rechten des Rauchopferaltares steht, und all Seiner Auserwählten möge der Herr diesen Weihrauch + segnen und als lieblichen Wohlgeruch annehmen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. 

Bei der Beräucherung der Opfergaben betet er:

Incensum istud a te benedictum ascendat ad te, Domine: et descendat super nos misericordia tua. Dieser Weihrauch, den Du gesegnet hast, steige, Herr, zu Dir empor; und laß Deine Barmherzigkeit auf uns herabkommen.

Bei der Beräucherung des Altars (Ps 140, 2-4):

Dirigatur, Domine, oratio mea, sicut incensum, in conspectu tuo elevatio manuum mearum sacrificium vespertinum. Pone, Domine, custodiam ori meo, et ostium circimstantiae labiis meis: ut non declinet cor meum in verba malitiae, ad excusandas excusationes in paccatis. Herr, laß mein Gebet wie Weihrauch vor Dein Antlitz dringen. Wie ein Abendopfer sei vor Dir das Erheben meiner Hände. Gib eine Wache, Herr, meinem Munde, eine schützende Tür meinen Lippen. So wird mein Herz sich nie zum Bösen neigen und niemals einen Vorwand suchen, sündigen zu können.

Bei der Zurückgabe des Rauchfasses:

Accendat in nobis Dominus ignem sui amoris, flammam aeternae caritatis. Amen. Der Herr entzünde in uns die Glut Seiner Liebe und die Flammen ewiger Hingabe. Amen.

Nun wird im feierlichen Hochamt (Ausgenommen sind die Totenämter) dem Priester und den Mitopfernden, d. h. den Leviten und auch den Gläubigen, die Ehre der Beräucherung zuteil; sie alle sind einbezogen in Christi Opfer und werden so ein lieblicher Wohlgeruch für den Herrn.

Hierauf nimmt der Priester auf der Epistelseite die seit ältester Zeit übliche Händewaschung vor; dabei betet er leise Psalm 25, 6-12

 

19. Lavabo – Händewaschung
Ministranten bringen die Lavabo-Utensilien dem Priester. Dieser geht nach der Beweihräucherung oder nach der Darbringung sofort auf die Epistelseite und wäscht die Fingerspitzen. Dies ist die Erinnerung daran, dass man Reue erwecken sollte, um mit einer reinen Seele zum Opfer treten zu dürfen.

Psalm 25

Lavabo inter innocentes manus meas: et circumdabo altare tuum, Domine:
Ut audiam vocem laudis, et enarrem universa mirabilia tua.
Domine dilexi decorem domus tuae, et locum habitationis gloriae tuae.
Ne perdas cum impiis, Deus, animam meam, et cum viris sanguinum vitam meam:
In quorum manibus iniquitates sunt: dextera eorum repleta est muneribus.
Ego autem in innocentia mea ingressus sum: redime me, et miserere mei.
Pes meus stetit in directo: in ecclesiis benedicam te, Domine.
Gloria Patri…

In Unschuld will ich meine Hände waschen und den Altar umschreiten, Herr.

Da will ich Deinen Lobgesängen lauschen, will preisen alle Deine Wundertaten.

Ich liebe, Herr, die Zierde Deines Hauses, die hehre Wohnung Deiner Herrlichkeit.

Gott, laß mich nicht zu Grunde gehen mit den Sündern, mein Leben nicht verlieren mit den Menschen voll Blutschuld:

An ihrer Hand klebt Frevel; und voll ist ihre Rechte von Geschenken.

In Unschuld komme ich zu Dir; erlöse mich und sei mir gnädig.

Mein Fuß steht auf dem rechten Pfad; so darf ich mit dem ganzen Volk Dich preisen, Herr. Ehre sei dem Vater …

In der Totenmesse und in der Passionszeit wird das Gloria Patri nicht gebetet.

20. Aufopferungsgebet zur allerheiligsten Dreifaltigkeit
Zur Mitte des Altares zurückgekehrt, spricht der Priester leicht verbeugt, mit gefalteten Händen den Altar berührend:

S. Suscipe sancta Trinitas hanc oblationem, quam tibi offerimus ob memoriam passionis, resurrectionis et ascensionis Iesu Christi, Domini nostri: et in honorem beatae Mariae semper virginis, et beati Ioannis Baptistae, et sanctorum Apostolorum Petri et Pauli, et istorum, et omnium Sanctorum: ut illis proficiat ad honorem, nobis autem ad salutem: et illi pro nobis intercedere dignentur in coelis, quorum memoriam agimus in terris. Per eumdem Christum, Dominum nostrum. Amen. P. Heilige Dreifaltigkeit, nimm diese Opfergabe an, die wir Dir darbringen zum Andenken an das Leiden, die Auferstehung und die Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus, zu Ehren der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, des hl. Johannes des Täufers, der hll. Apostel Petrus und Paulus, dieser [d. h. deren Reliquien im Altare ruhen] und aller Heiligen. Laß sie ihnen zur Ehre, uns aber zum Heile gereichen, und laß die im Himmel unsere Fürbitter sein, deren Gedächtnis wir auf Erden feiern. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

21. Aufforderung zum Gebet und die Secreta
Jetzt küßt der Priester den Altar, wendet sich um zu den Gläubigen und spricht:.

S. Orate, fratres: ut meum ac vestrum sacrificium acceptabile fiat apud Deum Patrem omnipotentem. P. Betet, Brüder, daß mein und euer Opfer wohlgefällig werde bei Gott dem allmächtigen Vater.

Die Antwort (im feierlichen Amte vom Subdiakon gesprochen) weist hin auf die doppelte Wirkung der heiligen Opferfeier: Verherrlichung Gottes, Gnadensegen für die Opfernden:

M. Suscipiat Dominus sacrificium de manibus tuis ad laudem et gloriam nominis sui, ad utilitatem quoque nostram, totiusque Ecclesiae suae sanctae. M. Der Herr nehme das Opfer an aus deiner Hand zum Lob und Ruhm Seines Namens, zum Segen für uns und Seine ganze heilige Kirche.
S. Amen. P. Amen.

Unmittelbar schließt sich an die

Secreta (Stillgebet) (siehe am betreffenden Tag oder Fest)

Sie fleht um Annahme der Opfergabe und unm eine der Tagesfeier entsprechende Opferfrucht. Ursprünglich das einzige Opfergebet, bildet die Secreta jetzt den Abschluß der Gebete bei der Darbringung der Opfergaben und führt mit ihrem gesungenen bzw. laut gesprochenen Schluß hinüber zur feierlichen Einleitung des Canons, zur Praefatio.

Den Kirchengebeten entsprechend, können auf einen Tag auch mehrere Stillgebete treffen.