Heute am 24. Februar beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH


1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

 

Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris.

Psalmus 6

Dómine, ne in furore tuo árguas me, *neque in ira tua corípias me.

Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea.

Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo?

Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: *

salvum me fac propter misericórdiam tuam.

Quóniam non est in morte qui memor sit tui: *

in inférno autem quis confitébitur tibi?

Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: *

lácrimis meis stratum meum rigábo.

Turbátus est a furóre óculus meus: *

inventerávi inter omnes inimícos meos.

Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei.

Exaudívit Dóminus deprecatiónem meam, *

Dóminus oratiónem meam suscépit.

Erubéscant, et conturbéntur veheménter omnes inimíci mei: * convertántur et erubéscant valde velóciter.

Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto *

sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.

Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten.

Psalm 6

Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, *

Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn!

Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein.

Gar sehr bestürzt ist mene Seele. *

Du aber, Herr, wie lange säumst du noch?

Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *

Hilf mir in Deiner Güte!

Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, *

Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen?

Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, *

Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte.

Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, *

Ich bin gealtert unter lauter Feinden.

Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, *

Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!

Mein Flehen hat der Herr vernommen, *

Der Herr hat angenommen mein Gebet.

Sich schämen sollen alle meine Feinde; *

Sie sollen schamrot werden und in Hast entfliehen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 31

Beáti quorum remíssae sunt iniquitátes: *

et quorum tecta sunt peccáta.

Beátus vir, qui non imputávit Dóminus peccátum, * nec est in spíritu ejus dolus.

Quóniam tácui, inveteravérunt ossa mea, *

dum clamárem tota die.

Quóniam die ac nocte graváta est super me manus tua: *

convérsus sum in aerúmna mea, dum confígitur spina.

Delíctum meum cógnitum tibi feci: *

et injustítiam meam non abscóndi.

Dixi: Confitébor advérsum me injustítiam meam Dómino: *

et tu remisísti impietátem peccáti mei.

Pro hac orábit ad te omnis sanctus, *

in témpore opportúno.

Verúmtamen in dilúvio aquárum multárum, * ad eum non approximábunt.

Tu es refúgium meum a tribulatióne, quae circúmdedit me: *

exsultátio mea, érue me a circumdántibus me.

Inelléctum tibi dabo, et ínstruam te in via hac, qua gradiéris: *

firmábo super te òculos meos.

Nolíte fíeri sicut equus et mulus, *

quibus non est intelléctus.

In camo et fraeno maxíllas eórum constringe, *

qui non appróximant ad te.

Multa flagélla peccatóris, *

sperántem autem in Dómino misericórdia circúmdabit.

Laetámini in Dómino et exsultáte, justi, *

et gloriámini, omnes recti corde.

Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto *

sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.

Psalm 31

Wohl dem, dem seine Missetat vergeben, *

Und dem verziehen seine Sünden.

Wohl dem, den keiner Schuld der Herr mehr zeiht, *

In dessen Geist kein Falsch mehr ist.

Ich schwieg, da schwand mein Lebensmark dahin * Vor Seufzen Tag für Tag.

Denn Deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und Nacht;*

Ich wand mich hin und her in meinem Gram, doch tiefer drang der Stachel.

Da hab ich endlich mein Vergehen dir bekannt, *

Verbarg nicht länger meine Missetat.

Ich sprach: “Bekennen will dem Herrn ich meine Bosheit”,*

Und du vergabst mir meine Sündenschuld.

Drum soll sich jeder Fromme flehend zu Dir wenden, * Solang die Zeit der Gnade währt.

Bricht dann herein die mächt’ge Wasserflut, *

Ihn wird sie nicht erreichen.

Ja, Zuflucht bist du mir in meiner Not, die dräuend mich umgibt. *

Du meine Wonne, rette mich von meinen Drängern.

Ich will dir Einsicht geben und den Weg dir weisen, auf dem du gehen sollst, *

Will stets auf dich mein Auge richten:

Seid nicht wie Roß und Maultier, *

Wie unvernünft’ge Tiere.

In Zaum und Zügel mußt du ihre Backen zwängen, *

Sonst folgen sie dir nicht.

Den Frevler treffen viele Plagen; *

Doch wer auf Gott vertraut, den wird umfangen Seine Gnade.

So freuet euch im Herrn und jebelt, ihr Gerechten; *

Frohlocket all, die ihr geraden Herzens seid!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 37

Dómine, ne in furóre tuo árguas me, *

neque in ira tua corrípias me.

Quóniam sagíttae tuae infíxae sunt mihi: *

et confirmásti super me manum tuam.

Non est sánitas in carne mea a fácie irae tuae: * non est pax óssibus meis a fácie peccatórum meórum.

Quóniam iniquitátes meae supergréssae sunt caput meum: *

et sicut onus grave gravátae sunt super me.

Putruérunt et corrúptae sunt cicatríces meae, * a fácie insipiéntiae meae.

Miser factus sum, et curvátus sum usque in finem: * tota die contristátus ingrediébar.

Quoniam lumbi mei impléti sunt illusiónibus: *

et non est sánitas in carne mea.

Afflíctus sum, et humiliátus sum nimis: *

rugiébam a gémitu cordis mei.

Dómine, ante te omne desidérium meum: *

et gémitus meus a te non est abscónditus.

Cor meum conturbátum est, derelíquit me virtus mea: *

et lumen oculórum meórum, et ipsum non est mecum.

Amíci mei, et próximi mei * advérsum me appropinquavérunt, et stetérunt.

Et qui juxta me erant, de longe stetérunt: *

et vim faciébant qui quaerébant ánimam meam.

Et qui inquirébant mala mihi, locúti sunt vanitátes: * et dolos tota die meditabántur.

Ego autem tamquam surdus non audiébam: *

et sicut mutus non apériens os suum.

Et factus sum sicut homo non áudiens: *

et non habens in ore suo redargutiónes.

Quóniam in te, Dómine, sperávi: *

tu exáudies me, Dómine, Deus meus.

Quia dixi: Nequándo supergáudeant mihi inimíci mei: *

et dum commovéntur pedes mei, super me magna locúti sunt.

Quóniam ego in flagélla parátus sum: *

et dolor meus in conspéctu meo semper.

Quóniam iniquitátem meam annuntiábo: *

et cogitábo pro peccáto meo.

Inimíci autem mei vivunt, et confirmáti sunt super me. * et multiplicáti sunt qui odérunt me iníque.

Qui retríbuunt mala pro bonis, detrahébant mihi: * quóniam sequébar bonitátem.

Ne derelínquas me, Dómine, Deus meus: *

ne discésseris a me.

Inténde in adjutórium meum, *

Dómine, Deus salútis meae.

Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto *

sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.

Psalm 37

Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, *

Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn!

Denn Deine Pfeile drangen tief in mich hinein, *

Und Deine Hand liegt schwer auf mir.

Nichts Heiles ist an meinem Leib vor Deinem Zorn, * Und mein Gebein ist ruhelos ob meiner Sünden.

Denn meine Schuld hat sich gehäuft ob meinem Haupte,*

Gleich einer überschweren Last drückt sie mich nieder.

Den Pesthauch der Verwesung atmen meine Wunden * Ob all der Torheit meiner Sünde.

Wie bin ich elend, tief gebeugt, * Den ganzen Tag geh traurig ich einher.

Von Brand verzehrt sind meine Lenden, *

Nichts Heiles ist an meinem Leib.

Zermalmt bin ich und ganz zerschlagen, *

Ich schreie auf in meiner Seelenqual.

Vor Dir, o Herr, liegt offen mein Verlangen, *

Dir ist das Seufzen meines Herzens wohlbekannt.

Mein Herz ist ganz verzagt, verlassen hat mich meine ganze Kraft;*

Geschwunden ist mir selbst das Licht der Augen.

Die Freunde, meine Lieben, *

Sie weichen scheu zurück vor meinem Unglück.

Und die mir nahestanden, rücken von mir ab. * Doch die mir nach dem Leben trachten, legen Schlingen.

Und die mir übel wollen, reden Lügen *

Und sinnen Ränke Tag für Tag.

Ich aber bin wie einer, der nich hört; *

Tu meinen Mund nicht auf gleich einem Stummen.

Ich bin geworden wie ein Tauber, *

Der keine Widerrede hat in seinem Munde.

Auf Dich allein, o Herr, vertraue ich; *

Du Herr, mein Gott wirst mich erhören.

Ich sprach bei mir: „Nicht sollen über mich frohlocken meine Feinde, *

Noch sollen sie sich stolz gebärden wider mich, wenn meine Füße straucheln.“

Ich bin wahrhaftig Geiselhieben ausgesetzt, *

Mein Schmerz verläßt mich nie.

Ja, meine Schuld muß ich bekennen, *

Mit Schmerz gedenken meiner Sünden.

Doch meine Feinde sind voll Kraft und Leben, *

Und zahlreich sind, die mich mit Unrecht hassen.

Das Gute lohnen sie mir mit Bösem, *

Und lästern mich, weil ich das Rechte suche.

O Herr, verlaß mich nicht, * Weich nicht von mir, mein Gott.

Herr, eile mir zu helfen, *

Du, meines Heiles Gott!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 50

Miserére mei, Deus, *

secúndum magnam misericórdiam tuam.

Et secúndum multitúdinem miseratiónum tuárum, *

dele iniquitátem meam.

Amplius lava me ab iniquitáte mea: * et a peccáto meo munda me.

Quóniam iniquitátem meam ego cognósco: *

et peccátum meum contra me est sémper.

Tibi soli peccávi, et malum coram te feci: *

 ut justificéris in sermónibus tuis, et vincas cum judicáris.

Ecce enim in iniquitátibus concéptus sum: *

et in peccátis concépit me mater mea.

Ecce enim veritátem dilexísti: *

incérta et occúlta sapiéntiae tuae manifestásti mihi.

Aspérges me hysóppo et mundábor: *

lavábis me, et super nivem dealbábor.

Audítui meo dabis gáudium et laetítiam: *

et exsultábunt ossa humiliáta.

Avérte fáciem tuam a peccátis meis: *

et omnes iniquitátes meas dele.

Cor mundum crea in me, Deus: *

et spíritum rectum ínnova in viscéribus meis.

Ne projícias me a fácie tua: * 

et spíritum sanctum tum ne áuferas a me.

Redde mhi laetítiam salutáris tui: *

et spíritu principáli confírma me.

Docébo iníquos vias tuas: *

et ímpii ad te converténtur.

Líbera me de sanguínibus, Deus, Deus salútis meae: *

et exsultábit lingua mea justítiam tuam.

Dómine, lábia mea apéries: *

et os meum annuntiábit laudem tuam.

Quóniam si voluísses sacrifícium, dedíssem útique: *

holcáustis non delectáberis.

Sacrifícium Deo spíritus contribulátus: * 

cor contrítum, et humiliátum, Deus, non despícies.

Benigne fac, Dómine, in bona voluntáte tua Sion: * ut aedificéntur muri Jerúsalem.

Tunc acceptábis sacrifícium justítiae, oblatiónes, et holocáusta: * tunc impónent super altáre tuum vítulos.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen. 

Psalm 50

Erbarm Dich meiner, Gott, *

Nach Deiner großen Milde.

In Deiner übergroßen Güte *

Vergib mir meine Sündenschuld.

Wasch meinen Frevel gänzlich von mir ab, *

Von meiner Sünde mach mich rein.

Denn meine Missetat erkenn ich wohl, *

Und bin mir meiner Schuld allzeit bewußt.

An Dir allein hab ich gesündigt und freventlich vor Dir gehandelt; * In Deinem Urteilsspruch sollt Du gerecht erscheinen, und recht behalten, wenn Du richtest.

Indes Du weißt, in Schuld bin ich geboren, *

In Sünden schon hat meine Mutter mich empfangen.

Die Wahrheit eines Herzens hat Du lieb, *

Und Einsicht gabst du mir in meinem Innern.

Besprenge mich mit Ysop und ich werd rein, *

Ja, wasche mich, dann werd ich weißer als der Schnee.

Laß Freud und Wonne wieder mich vernehmen, *

Auf daß frohlocke mein zerschlagenes Gebein.

Wend ab dein Angesicht von meinen Sünden, *

Und tilge huldvoll alle meine Missetaten.

Ein reines Herz erschaff in mir, o Gott, *

Den rechten Geist erneu in meinem Innern.

Verwirf mich nicht vor Deinem Angesicht * 

Und Deinen heil’gen Geist nimm nicht von mir.

Die Wonnen Deines Heiles gib mir wieder, *

Und mach mich stark in hochgesinntem Geiste.

Die Frevler will ich lehren Deine Wege, *

Und Sünder werden sich zu Dir bekehren.

Befrei mich von Befleckung, Herr, Gott meines Heiles, *

Und laut wird meine Zunge Dein gerechtes Walten preisen.

Herr, öffne meine Lippen * Auf daß mein Mund Dein Lob verkünde.

Schlachtopfer, wenn Du sie begehrst, hätt ich gebracht, *

Indes, Brandopfer finden Dein Gefallen nicht.

Als Opfer gilt vor Gott ein tiefzerknirschter Geist, * 

Ein reuig demutvolles Herz, o Gott, verschmähst Du nicht.

Sei Sion gnädig, Herr, in Deiner Huld, * Laß neu erstehn die Mauern von Jerusalem.

Dann wirst in Gnaden Du entgegennehmen rechte Opfer, Gaben und Brandopfer, * Dann wird man wieder Opfertiere bringen Dir auf den Altar.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 101

Dómine, exáudi oratiónem meam: * et clamor meus ad te véniat.

Non avértas fáciem tuam a me: * in quaecumque die tríbulor, inclína ad me aurem tuam.

In quaecúmque die invocávero te, * velóciter exáudi me.

Quia defecérunt sicut fumus dies mei: * et ossa mea sicut crémium aruerunt.

Percússus sum ut foenum, et áruit cor meum. * quia oblítus sum comédere panem meum.

A voce gémitus mei * adhaesit os meum carni meae.

Símilis factus sum pellicáno solitúdinis: * factus sum sicut nyctícorax in domicílio.

Vigilávi, * et factus sum sicut passer solitárius in tecto.

Tota die exprobrábant mihi inimíci mei: *

et qui laudábant me, advérsum me jurábant.

Quia cínerem tamquam panem manducábam, *

et potum meum cum fletu miscébam.

A fácie irae et indignatiónis tuae: *

quia élevans allisísti me.

Dies mei sicut umbra declinavérunt: *

et ego sicut foenum árui.

Tu autem, Dómine, in aetérnum pérmanes: * et memoriále tuum in generatiónem et generatiónem.

Tu exsúrgens miseréberis Sion: *

quia tempus miseréndi ejus, quia venit tempus.

Quóniam placuérunt servis tuis lápides ejus: *

et terrae ejus miserebúntur.

Et timébunt Gentes nomen tuum, Dómine, *

et omnes reges terrae glóriam tuam.

Quia aedificávit Dóminus Sion: *

et vidébitur in glória sua.

Respéxit in oratiónem humílium: *

et non sprevit precem eórum.

Scribántur haec in generatióne áltera: *

et pópulus, qui creábitur, laudábit Dóminum:

Quia prospéxit de excélso sancto suo: *

Dóminus de caelo in terram aspéxit:

Ut audíret gémitus compeditórum: *

ut sólveret fílios interemptórum:

Ut annúntient in Sion nomen Dómini: *

et laudem ejus in Jerúsalem.

In conveniéndo pópulos in unum, *

et reges ut sérviant Dómino.

Respóndit ei in via virtútis suae: *

Paucitátem diérum meórum núntia mihi.

Ne révoces me in dimídio diérum meórum: *

in generatiónem et generatiónem anni tui.

Inítio tu, Dómine, terram fundásti: *

et ópera mánuum tuárum sunt caeli.

Ipsi períbunt, tu autem, pérmanes: *

et omnes sicut vestiméntum veteráscent.

Et sicut opertórium mutábis eos, et mutabúntur: *

tu autem idem ipse es, et anni tui non defícient.

Fílii servórum tuórum habitábunt: *

et semen eórum in saeculum dirigétur.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto *

sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Psalm 101

Erhöre, Herr, mein Flehen, * Und laß mein Rufen zu Dir kommen.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir * Zur Zeit der Trübsal neig Dein Ohr mir zu.

Erhör mich schnell am Tage, *

An dem ich zu Dir rufe.

Wie Rauch zerrinnen meine Tage, * Wie Reisig dürr ist mein Gebein.

Ich bin versengt wie Gras, verdorrt ist mir das Herz * Und selbst mein Brot vergesse ich zu essen.

Ob meines grimmen Stöhnens * Bin ich nur Haut und Bein.

Ich gleiche schier dem Pelikan der Wüste * Bin wie die Eule im Gemäuer.

Ich wach die ganze Nacht * Und sitze einsam wie ein Vöglein auf dem Dach.

Den ganzen Tag verhöhnen mich die Feinde *

Und die mich hassen, brauchen mich als Fluch.

Ich esse Asche gleichwie Brot, *

Und mische meinen Trunk mit Tränen.

Ob Deines Zornes Grimm *

In dem Du mich erfaßt und hingeschleudert.

Gleich Schatten schwinden meine Tage, *

Wie Gras verdorre ich.

Du aber, Her, bleibst ewig, *

Und Dein Gedenken währt durch alle Zeiten.

Erheben wirst du Dich und Sions Dich erbarmen, *

Denn angebrochen ist die Zeit des Heils, die Gnadenzeit.

Ja, Deine Knechte lieben seine Mauern, * Und trauern über seinen Schutt.

Dann werden Heiden Deinen Namen fürchten, *

Die Könige der Erde Deine Herrlichkeit.

Weil Du den Sion wieder hast erstehen lassen, *

Und dort erschienst in Deiner alten Herrlichkeit.

Du hast erhört der Armen Flehen *

Und ihre Bitten nicht verschmäht.

Aufzeichnen wird man dies dem späteren Geschlecht, * Und preisen wird den Herrn das Volk, das kommt,

Weil Er herabgeschaut von Seiner Höhe, *

Weil Er vom Himmel hinsah auf die Erde,

Zu hören auf das Seufzen der Gefangenen, *

Und zu befreien die dem Tod Geweihten,

Damit sie Seinen Namen künden auf Sion, *

Und Seine Ruhmestaten in Jerusalem,

Wenn dort die Völker einstens sich versammeln, *

Die Könige, dem Herrn zu dienen.

Er brach mir auf dem Wege meine Kraft, *

Verkürzte meine Tage.

Ich sprach: „Nicht raff mich weg in meiner Tage Mitte, * Du, dessen Jahre von Geschlechte zu Geschlecht.“

Du bist es, der gegründet einst die Erde, *

Und Deiner Hände Werke sind die Himmel.

Vergehen werden sie, doch Du bleibst ewig, *

Zerfallen allzumal wie ein Gewand.

Du wechselst sie gleich einem Kleid, sie ändern sich; *

Du aber bleibst derselbe, Deine Jahre enden nicht.

Die Kinder deiner Knechte werden friedlich wohnen, *

Ihr Same bleibt vor Dir für immer.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 129

De profúndis clamávi ad te, Dómine: *

Dómine, exáudi vocem meam:

Fiant aures tuae intendéntes, *

in vocem deprecatiónis meae.

Si iniquitátes observáveris, Dómine: *

Dómine, quis sustinébit?

Quia apud te propitiátio est: *

et propter legem tuam sustínui te, Dómine.

Sustínuit ánima mea in verbo ejus: *

sperávit ánima mea in Dómino.

A custódia matutína usque ad noctem: *

speret Israël in Domino,

Quia apud Deum misericordia *

et copiosa apud eum redemptio.

Et ipse redimet Israel *

ex ómnibus iniquitátibus ejus.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto *

sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Psalm 129

Aus Abgrundstiefen schrei ich, Herr, zu Dir, *

O Herr, erhör mein Rufen.

O neig dein Ohr in Gnaden *

Meinem lauten Flehen.

Wenn du nachtrügest, Herr, die Sünden, *

O Herr, wer könnte da bestehn?

Doch Dein, ich weiß, ist die Vergebung, *

Und Dein Gesetz gibt mir Vertrauen.

So baue, meine Seele, auf Sein Wort *

Und hoffe auf den Herrn.

Früh von der Morgenwache bis zur Nacht *

Harr Israel des Herrn.

Denn bei dem Herrn ist gnädiges Erbarmen, *

Bei Ihm ist Heil in Fülle.

Er selbst wird Israel erlösen *

Aus allen seinen Sünden.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 142

Dómine, exáudi oratiónem meam: áuribus pércipe obsecratiónem meam in veritáte tua: *

exáudi me in tua justítia.

Et non intres in judícium cum servo tuo: *

quia non justificábitur in conspéctu tuo omnis vivens.

Quia persecútus est inimícus ánimam meam: *

Humiliávit in terra vitam meam.

Collocávit me in obscúris sicut mórtuos saeculi: *

et anxiátus est super me spíritus meus, in me turbátum est cor meum.

Memor fui diérum antiquórum, meditátus sum in ómnibus opéribus tuis: *

in factis mánuum tuárum meditábar.

Expándi manus meas ad te: *

ánima mea sicut terra sine aqua tibi.

Velóciter exáudi me, Dómine: *

defécit spíritus meus.

Non avértas fáciem tuam a me: *

et símilis ero descendéntibus in lacum.

Audítam fac mihi mane misericordiam tuarm: *

quia in te sperávi.

Notam fac mihi viam, in qua ámbulem: *

quia ad te levávi ánimam meam.

Eripe me de inimícis meis, Dómine, ad te confúgi: *

doce me fácere voluntátem tuam, quia Deus meus es tu.

Spiritus tuus bonus dedúcet me in terram rectam: *

propter nomen tuum, Dómine, vivificábis me, in aequitáte tua.

Edúces de tribulatióne ánimam meam: *

et in misericórdia tua dipérdes inimícos meos.

Et perdes omnes, qui tríbulant ánimam meam: *

quóniam ego servus tuus sum.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto *

sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ant.: Ne reminiscáris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris.

Psalm 142

Herr, höre mein Gebet, +

Vernimm mein Flehen in Deiner Treue, *

Erhöre mich, gerechter Gott.

Geh nicht mit Deinem Knechte ins Gericht, *

Den kein Lebendiger vermag vor Dir bestehen.

Der Feind bedrängt schon lange meine Seele, *

Er tritt mein Leben in den Staub.

In Finsternis verstößt er mich wie einen längst Verstorbenen. +

Mir bangt mein Geist *

Mein Herz ist ganz verzagt.

Ich denke der vergangnen Tage, +

Ich sinne über alle Deine Werke nach, *

Betrachte Deiner Hände tun.

Ich strecke meine Hände aus nach Dir; *

Wie lechzend Land, so harr ich Deiner.

Erhör mich rasch, o Herr, *

Der Geist entschwindet mir.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *

Sonst gleich ich denen, die ins Grab gesunken.

O laß mich bald erfahren deine Huld, *

Denn ich vertraue fest auf Dich.

Zeig mir den Weg, auf dem ich wandeln soll, *

Nach Dir geht all mein Sehnen.

O Gott, errette mich von meinen Feinden, ich flüchte mich zu dir. *

Lehr Du mich Deinen Willen tun, den Du bist ja mein Gott.

Dein gutter Geist geleite mich auf rechter Bahn. *

Bei deinem Namen, Herr, erhalte mich am Leben.

In Deiner Treue hilf mir aus der Not. *

In Deiner Huld vernichte meine Feinde.

Vertilge alle, die mich hart bedrängen, *

Den ich bin ja Dein Knecht.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten.

Psalmen entnommen aus: Das Tagzeitenbuch des monastischen Breviers (Diurnale monasticum) 3. Auflage 1955

Litania omnium sanctorum

Kýrie eléison.

Christe, eléison.

Kýrie eléison.

Christe, audi nos.

Christe, exáudi nos.

Pater de caelis, Deus, miserére nobis.

Fili, Redémptor mundi, Deus, miserére nobis.

Spíritus Sancte, Deus, miserére nobis.

Sancta Trínitas, unus Deus, miserére nobis.

Sancta María, ora pro nobis.

Sancta Dei Génitrix, ora pro nobis.

Sancte Michaël, ora.

Sancte Gábriël, ora.

Sancte Raphaël, ora.

Omnes sancti Angeli et Archángeli, oráte pro nobis.

Omnes sancti beatórum Spirítuum órdines, orate.

Sancte Joánnes Baptísta, ora.

Sancte Joseph, ora.

Omnes sancti Patriárchae et Prophétae, orate.

Sancte Petre, ora.

Sancte Paule, ora.

Sancte Andréa, ora.

Sancte Jacóbe, ora.

Sancte Joánnes, ora.

Sancte Thoma, ora.

Sancte Jacóbe, ora.

Sancte Philíppe, ora.

Sancte Bartholomaee, ora.

Sancte Matthaee, ora.

Sancte Simon, ora.

Sancte Thaddaee, ora

Sancte Matthia, ora.

Sancte Bárnaba, ora

Sancte Luca, ora.

Sancte Marce, ora.

Omnes sancti Apóstoli et Evangelístae, orate.

Omnes sancti Discípuli Dómini, orate.

Omnes sancti Innocéntes, orate.

Sancte Stéphane, ora.

Sancte Laurénti, ora.

Sancte Vicénti, ora.

Sancti Fabiáne et Sebastiáne, orate.

Sancti Joánnes et Paule, orate.

Sancti Cosma et Damiáne, orate.

Sancti Gervási et Protási, orate.

Omnes sancti Mártyres, orate.

Sancte Silvester, ora.

Sancte Gregóri, ora.

Sancte Ambrósi, ora.

Sancte Augustíne, ora.

Sancte Hierónyme, ora.

Sancte Martíne, ora.

Sancte Nicoláë, ora.

Omnes sancti Pontífices et Confessóres, orate.

Omnes sancti Doctóres, orate.

Sancte Antóni, ora.

Sancte Benedícte, ora.

Sancte Bernarde, ora

Sancte Domínice, ora.

Sancte Francísce, ora.

Omnes sancti Sacerdótes et Levítae, orate.

Omnes sancti Mónaci et Eremítae, orate.

Sancta Maria Magdaléna, ora.

Sancta Agatha, ora.

Sancta Lúcia, ora.

Sancta Agnes, ora.

Sancta Caecília, ora.

Sancta Catharína, ora.

Sancta Anastásia, ora.

Omnes sanctae Vírgines et Víduae, orate.

Omnes Sancti et Sanctae Dei, intercédite pro nobis.

Propítius esto, exáudi nos, Dómine.

Ab omni malo, líbera nos, Dómine.

Ab omni peccáto, líbera.

Ab ira tua, líbera.

A subitánea et improvísa morte, líbera.

Ab insídiis diáboli, líbera.

Ab ira, et ódia, et omni mala voluntáte, líbera.

A spíritu fornicatiónis, líbera.

A fúlgure et tempestáte, líbera.

A flagéllo terraemótus, líbera.

A peste, fame et bello, líbera.

A morte perpétua, líbera.

Per mystérium sanctae Incarnatiónis tuae, líbera.

Per advéntum tuum, líbera.

Per baptísmum, et sanctum jejúnium tuum, líbera.

Per crucem et passiónem tuam, líbera.

Per mortem et sepultúram tuam, líbera.

Per sanctam resurrectiónem tuam, líbera.

Per admirábilem ascensiónem tuam, líbera.

Per advéntum Spíritus Sancti Parácliti, líbera.

In die judícii, líbera nos, Dómine.

Peccatores, te rogámus, audi nos.

Ut nobis parcas, te rogámus, audi nos.

Ut nobis indúlgeas, te rogámus, audi nos.

Ut ad veram poeniténtiam nos perdúcere dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut Ecclésiam tuam sanctam régere et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut domnum Apostólicum et omnes ecclesiásticos órdines in sancta religióne conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut inimícos sanctae Ecclésiae humiláre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut régibus et princípibus christiánis pacem et veram concórdiam donáre dignéris, te rogamus, audi nos.

Ut cuncto pópulo christiáno pacem et unitátem largíri dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut omnes errántes ad unitátem Ecclesiae revocáre, et infidéles univérsos ad Evangélii lumen perdúcere dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut nosmetipsos in tuo sancto servítio confortáre et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut mentes nostras ad caeléstia desidéria érigas, te rogámus, audi nos.

Ut ómnibus benefactóribus nostris sempitérna bona retríbuas, te rogámus, audi nos.

Ut ánimas nostras, fratrum, propinquórum et benefactóroum nostrórum ab aetérna damnatióne erípias, te rogámus, audi nos.

Ut fructus terrae dare et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut ómnibus fidélibus defúnctis réquiem aetérnam donáre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut nos exaudíre dignéris, te rogámus, audi nos.

Fili Dei, te rogámus, audi nos.

Agnus Dei, qui tolis peccáta mundi, parce nobis, Dómine.

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi, exáudi nos, Dómine.

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi, miserére nobis.

Christe, audi nos.

Christe, exaudi nos.

Kyrie eleison.

Christe eleison.

Kyrie eleison.

(Priester) Pater noster qui es in caelis,

sanctificetur nomen tuum.

Adveniat regnum tuum.

Fiat voluntas tua sicut in caelo et in terra.

Panem nostrum quoditianum da nobis hodie

et dimitte nobis debita nostra sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.

Et ne nos inducas in tentationem

(R.) sed libera nos a malo.

Litanei (entnommen einem Gebet- und Gesangbuch aus dem 19. Jahrhundert)

Litanei von allen Heiligen Gottes

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, höre uns!

Christe, erhöre uns!

Gott Vater von den Himmeln, erbarme Dich unser!

Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser!

Gott, Heiliger Geist, erbarme Dich unser!

Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser.

Heilige Maria, bitt für uns!

Heilige Gottesgebärerin, bitt für uns!

Heiliger Michael, bitt …

Heiliger Gabriel, bitt …

Heiliger Raphael, …

Alle heiligen Engel und Erzengel, bittet für uns!

Alle heiligen Chöre der seligen Geister, bittet …

Heiliger Johannes der Täufer, bitte für uns!

Heiliger Josef, bitt …

Alle heiligen Patriarchen und Propheten, bittet …!

Heiliger Petrus, …

Heiliger Paulus, …

Heiliger Andreas, …

Heiliger Jakobus, …

Heiliger Johannes, …

Heiliger Thomas, …

Heiliger Jakobus, …

Heiliger Philippus, …

Heiliger Bartolomäus, …

Heiliger Matthäus, …

Heiliger Simon, …

Heiliger Thaddäus, …

Heiliger Matthias, …

Heiliger Barnabas, …

Heiliger Lukas, …

Heiliger Markus, …

Alle heiligen Apostel und Evangelisten, …

Alle heiligen Jünger des Herrn, …

Alle unschuldigen Kindlein, …

Heiliger Stephanus, …

Heiliger Laurentius, …

Heiliger Vincentinus, …

Heilige Fabianus und Sebastianus, …

Heilige Johannes und Paulus, …

Heilige Kosmas und Damianus, …

Heilige Gervasius und Protasius, …

Alle heiligen Martyrer, …

Heiliger Sylvester, …

Heiliger Gregorius, …

Heiliger Ambrosius, …

Heiliger Augustinus, …

Heiliger Hieronymus, …

Heiliger Martinus, …

Heiliger Nikolaus, …

Alle heiligen Bischöfe und Bekenner, …

Alle heiligen Kirchenlehrer, …

Heiliger Antonius, …

Heiliger Benedictus, …

Heiliger Bernardus, …

Heiliger Dominikus, …

Heiliger Franziskus, …

Alle heiligen Priester und Leviten, …

Alle heiligen Mönche und Einsiedler, …

Heilige Maria Magdalena, …

Heilige Agatha, …

Heilige Lucia, …

Heilige Agnes, …

Heilige Cäcilia, …

Heilige Katharina, …

Heilige Anasthasia, …

Alle heiligen Jungfrauen und Wittfrauen, …

Alle liebe Auserwählte Gottes, …

Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr!

Sei uns gnädig, erhöre uns, o Herr!

Von allem Übel erlöse uns, o Herr!

Von aller Sünde erlöse uns …

Von Deinem Zorne …

Von dem jähen und unversehenen Tode …

Von Nachstellungen des Teufels …

Von Zorn, Hass und allem bösen Willen …

Von dem Geiste der Unkeuschheit …

Von Blitz und Ungewitter …

Von der Geißel des Erdbebens ..

Von Seuche, Hunger und Krieg ..

Vom ewigen Tode …

Durch das Geheimnis Deiner heiligen Menschwerdung …

Durch Deine Ankunft …

Durch Deine Tauf’ und heiliges Fasten …

Durch Dein Kreuz und Leiden …

Durch Deinen Tod und Begräbnis …

Durch Deine heilige Auferstehung …

Durch Deine wunderbare Himmelfahrt …

Durch die Ankunft des Heiligen Geistes, des Trösters, …

Am Tage des letzten Gerichts…

Wir Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!

Dass Du unser verschonest, …

Dass Du uns die Sünden verzeihest, …

Dass Du uns zur wahren Buße führest, …

Dass Du Deine heilige Kirche regieren und erhalten wollest, …

Dass Du den apostolischen obersten Hirten und alle geistlichen Stände in der heiligen Religion erhalten wollest, …

Dass Du die Feinde der heiligen Kirche erniedrigen wollest, …

Dass Du den christlichen Königen und Fürsten Fried’ und Einigkeit verleihen wollest, …

Dass Du Deinem ganzen christlichen Volke Fried’ und Einigkeit verleihen wollest, …

Dass Du alle, die von der Einheit der Kirche abirren zurückrufest und alle Ungläubigen an das Licht des Evangeliums führest..

Dass Du uns in Deinem heiligen Dienste stärken und erhalten wollest, …

Dass Du unsere Gemüter zu himmlischen Begierden erhebest, …

Dass Du all’ unsere Guttäter mit den ewigen Gütern belohnest, …

Dass Du unsere Seelen, die Seelen unserer Brüder, Freunde und Guttäter Seelen von der ewigen Verdammnis herausreissest, …

Dass Du die Früchte der Erde geben und erhalten wollest, …

Dass Du allen abgestorbenen Christgläubigen die ewig’ Ruhe verleihen wollest, …

Dass Du uns erhören wollest, …

Du Sohn Gottes, …

O Du Lamm Gottes, das hinnimt die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!

O Du Lamm Gottes, …, erhöre uns, o Herr!

O Du Lamm Gottes, …, erbarme Dich unser, o Herr!

Christe, höre uns!

Christe, erhöre uns! 

Herr, erbarme dich.

Christus, erbarme dich.

Herr, erbarme dich.

Vater unser …

Psalmus 69

Deus in adjutórim meum inténde: * 

Dómine, ad adjuvándum me festína.

Confundántur et revereántur, * qui quaerunt ánimam meam.

Avertántur retrórsum, et erubéscant, * qui volunt mihi mala.

Avertántur statim erubescéntes, * qui dicunt mihi: Euge, euge.

Exsúltent et laeténtur in te omnes qui quaerunt te, * et dicant semper: Magnificétur Dóminus: qui díligunt salutáre tuum.

Ego vero egénus, et pauper sum: * Deus, ádjuva me.

Adjútor meus, et liberátor meus es tu: * Dómine, ne moréris.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

V. Salvos fac servos tuos.

R. Deus meus, sperántes in te.

V. Esto nobis, Dómine, turris fortitúdinis.

R. A fácie inimíci.

V. Nihil profíciat inimícus in nobis.

R. Et fílius iniquitátis non appónat nocére nobis.

V. Domine, non secúndum peccáta nostra fácias nobis.

R. Neque secúndum iniquitates nostras retríbuas nobis.

V. Orémus pro Pontífice nostro N.

R. Dóminus consérvet eum, et vivícet eum, et beátum fáciat eum in terra, et non tradat eum in ánimam inimicórum ejus.

V. Orémus pro benefactóribus nostris.

R. Retribuére dignárie, Dómine, ómnibus, nobis bona faciéntibus propter nomen tuum, vitam aetérnam. Amen.

V. Orémus pro fidélibus defúnctis.

R. Réquiem aetérnam dona eis, Dómine, et lux perpétua lúceat eis.

V. Requiéscant in pace.

R. Amen.

V. Pro frátribus nostris abséntibus.

R. Salvos fac servos tuos, Deus meus, sperántes in te.

V. Mitte eis, Dómine, auxílium de sancto.

R. Et de Sion tuére eos.

V. Dómine exáudi oratiónem meam.

R. Et clamor meus ad te véniat.

(Priester) Dóminus vobíscum.

R. Et cum spíritu tuo.

Orémus:

Deus, cui próprium est miseréri semper et párcere: Súscipe deprecatiónem nostram; ut nos, et omnes fámulos tuos, quos delictórum caténa constríngit, miserátio tuae pietátis cleménter absólvat.

Exáudi, quaesumus, Dómine, súpplicum preces, et confiténtium tibi parce peccátis: ut páriter nobis indulgéntiam tríbuas benígnus et pacem.

Ineffábilem nobis, Dómine, misericórdiam tuam eleménter osténde: Ut simul nos et a peccátis ómnibus éxuas, et a poenis, quas pro his merémur, erípias.

Deus, qui culpa offénderis, poeniténtia placáris: preces pópuli tui supplicántis propítius, réspice; et flagélla tuae iracúndiae, quae pro peccátis nostris merémur, avérte.

Omnípotens sempitérne Deus, miserére famulo tuo Pontífici nostro N., et dírige eum secúndum tuam cleméntiam in viam salútis aetérnae: ut, te donánte, tibi plácita cúpiat, et tota virtúte perfíciat.

Deus, a quo sancta desidéria, recta consília et justa sund ópera: da servis tuis illam, quam mundus dare non potest, pacem; ut et corda nostra mandátis tuis dédita, et hóstium subláta formídine, témpora sint, tua protectióne, tranquílla.

Ure digne Sancti Spíritus renes nostros et cor nostrum, Dómine: ut tibi casto córpore serviámus, et mundo corde placeámus.

Fidélum, Deus, ómnium cónditor et redémptor, animábus famulórum famularúmque tuárum remissiónem cunctórum tríbue peccatórum: ut indulgéntiam, quam semper optavérunt, piis supplicatiónibus consequántur.

Actiónes nostras, quaesumus, Dómine, aspirándo praeveni et adjuvando proséquere: ut cuncta nostra orátio et operátio a te semper incípiat, et per te coepta finiátur.

Omnípotens sempitérne Deus, qui vivórum domináris simul et mortuórum, omniúmque miseréris quos tuos fide et ópere futúros esse praenóscis: te súpplices exorámus: ut, pro quibus effúndere preces decrévimus, quosque vel praesens saeculum adhuc in carne rétinet vel futúrum jam exútos córpore suscépit, intercedéntibus ómnibus Sanctis tuis, pietátis tuae cleméntia, ómnium delictórum suórum véniam consequántur. Per Dóminum nostrum, Jesum Christum.

(Priester:) Dóminus vobíscum.

R. Et cum spíritu tuo.

V. Exáudiat nos omnípotens et miséricors Dóminus.

R. Amen.

V. Et fidelium ánimae per misericórdiam Dei requiéscant in pace.

R. Amen.

Ps 69

O Gott, merk’ auf meine Hilfe!

Herr, eile mir zu helfen!

Die meinem Leben nachstellen, * sollen schamrot und zuschanden werden.

Die mir Böses gönnen, * sollen zurückweichen und sich schämen.

Eilends sollen sie mit Schande zurückweichen, * die mir höhnisch zureden.

Alle aber, die Dich suchen, sollen sich in Dir erfreuen und frohlocken, * und die Dein Heil lieben, sollen immerdar sagen: Der Herr sei hoch gepriesen.

Ich bin elend und arm: * o Gott, hilf mir!

Du bist, Der mir hilft und mich erlöset. * Herr, verweile nicht!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, als es war im Anfange, jetzt und allweg und zu ewigen Zeiten. Amen.

V.: Hilf Deinen Dienern, mein Gott!

A.: Die auf Dich trauen.

V.: Sei uns, o Herr, ein starker Turm

A.: Vor dem Angesichte des Feindes.

V.: Lass den Feind nichts an uns gewinnen,

A.: Und der Boshafte schade uns nicht.

V.: Herr, verfahre nicht mit uns nach unsern Sünden,

A.: Und vergilt uns nicht nach unsern Missetaten.

V.: Lasst uns beten für unsern obersten Hirten N. N.:

A.: Der Herr bewahre und erhalte ihn beim Leben. Er beglücke ihn auf Erden und übergebe ihn nicht dem Willen seiner Feinde.

V.: Lasst uns beten für unsere Guttäter:

A.: Herr, schenke allen, die uns Gutes tun, wegen Deines Namens das ewige Leben. Amen.

V.: Lasst uns beten für die abgestorbenen Christ­gläu­bi­gen:

A.: Herr, schenke ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen.

V.: Sie ruhen in Frieden.

A.: Amen.

V.: Lasst uns beten für unsere abwesenden Brüder:

A.: Errette Deine Diener, o Gott, die auf Dich hoffen.

V.: Schicke ihnen Hilfe von Deinem Heiligtum,

A.: Und beschütze sie auf Sion.

V.: Herr, erhöre mein Gebet,

A.: Und lass mein Geschrei zu Dir kommen.

P: Der Herr sei mit euch.

A: Und mit deinem Geiste.

Gebet:

O Gott, Dem allezeit das Erbarmen und Verschonen eigen ist, nimm unser Gebet auf, damit uns und alle Deine Diener, die mit den Sündenketten gebunden sind, Deine Erbarmnis gnädig auflöse.

Wir bitten Dich, o Herr, erhöre das Gebet der Demütigen und schone derer, die ihre Sünden reumütig bekennen, auf dass Du uns die Verzeihung und zugleich den Frieden gnädigst erteilest.

Erzeige uns, Herr, Deine unaussprechliche Barmherzigkeit, auf dass Du uns von allen Sünden erledigst, und die Strafe, die wir dafür verdienen, schenkest.

O Gott, der Du durch die Sünde erzürnet und durch die Buße versöhnet wirst, sieh an das Gebet Deines demütigen Volkes und wende ab die Geißel Deines Zornes, die wir für unsere Sünden verdienen.

Allmächtiger, ewiger Gott, erbarme Dich Deines Die­ners, unsers obersten Hirten N. N. und leite ihn nach Deiner Güte auf dem Weg des ewigen Heils, damit er durch Deine Gnade nach dem, was Dir gefällt, trach­te, und es mit aller Kraft ins Werk richte.

O Gott, von Dem die heiligen Begierden, guten Anschläge und gerechten Werke entspringen, gib Deinen Dienern den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen sich Deinen Geboten er­geben und unsere Zeiten von der Furcht der Feinde befreiet und durch Deinen Schutz ruhig sein mögen.

O Herr, entzünde unsere Nieren und Herzen mit dem Feuer des Heiligen Geistes, auf dass wir Dir mit keuschem Leibe dienen und mit reinem Herzen gefallen mögen.

O Gott, Du Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, erteile den Seelen Deiner Diener und Dienerinnen die Nachlassung aller Sünden, auf dass sie die Verzeihung, die sie allzeit gewünscht haben, durch das andächtige Gebet erhalten mögen.

O Herr, wir bitten Dich, Du wollest unserm Tun und Lassen mit Deiner Gnade zuvorkommen und dasselbe durch Deine Hilfe fortsetzen, damit all unser Gebet und unsere Werke von Dir jederzeit anfangen und durch Dich geendiget werden.

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du über die Lebendigen und Toten herrschest und Dich all jener erbarmest, von denen Du voraus weißt, dass sie durch den Glauben und durch die Werke Dir zugehören wer­den, wir bitten Dich demütig, dass diejenigen, für wel­che zu beten wir uns vorgenommen haben und die entweder noch auf dieser Welt sich befinden, auf die Fürbitte aller Deiner Heiligen, durch Deine gütigs­te Barmherzigkeit die Nachlassung aller ihrer Sün­den erlangen mögen. Durch Jesum Christum unsern Herrn, Deinen Sohn, Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und herrschet in Ewigkeit.

Amen.

V.: Der allmächtige und barmherzige Gott erhöre uns.

A.: Amen.

V.: Und die Seelen der Gläubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes in Frieden.

A.: Amen.

Mary Donnelan, Vier Weisen, wie die Traditionelle Lateinische Messe die Frauen ehrt


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Mary Donellan January 31, 2017 One Comment

Ich habe nun seit neun Monaten ohne Unterbrechung das Privileg, die traditionelle lateinische Messe besuchen zu können. Ich kann ohne zu zögern sagen, dass dies die absolut beste Wende meines Lebens war. Ich werde eine immerwährende Liebesgeschichte mit der katholischen Tradition haben, und ich bin selig, entdeckt zu haben, dass sich nirgendwo die katholische Tradition mit mehr atemberaubender Schönheit zeigt als in der traditionellen lateinischen Messe. Hier gibt es noch weithin vergessene Riten, Gebete und Symbole in all ihrer spirituellen Kraft und Wirksamkeit, wie in den vergangenen 1500 Jahren.

Mit mir als Frau ist die traditionelle lateinische Messe auf einzigartige Weise in Einklang. „Es gibt etwas außergewöhnlich Großes und Geheimnisvolles, was die Weiblichkeit anbelangt,“ verkündete Dr. Alice von Hildebrand. Die Frau ist eines der schönsten Geheimisse von Gottes Schöpfung seit den Anfängen der Zeit, von dem Tag an, als Adam seine Braut in Eden zum ersten Mal sah und Erstaunen mit Liebe und Lobpreis ausrief.

Dies ist etwas, was mir ganz langsam bewusst wurde, Woche für Woche, als ich in meiner Bank kniete (mein für eine einsame Insel gemachtes 1962er Missale in den Händen hielt) und mich darauf vorbereitete, an der traditionellen lateinischen Messe teilzunehmen. Die ersten zwanzig Jahre meines Lebens verbrachte ich damit, den Novus Ordo zu besuchen, und während ich sicherlich eine sich vertiefende Beziehung von Liebe und Anbetung mit Unserem Herrn während all dieser Jahre hatte, habe ich [nun] festgestellt, dass es nur hier war, in der lateinischen Messe, wo ich mich wirklich meiner Schönheit und meines Geheimnisses als Frau bewusst wurde – als ich vor der Schönheit und dem Geheimnis Gottes kniete.

Dies mag seltsam klingen, besonders für diejenigen, die es als negativ betrachten,  dass Frauen in einer traditionellen lateinischen Messe, einen Schleier tragen, niemals am Altar dienen, als Lektorin, Kantorin, Kommunionspenderin, oder sonst irgendetwas tun außer Gott in ihren Kirchenbänken anzubeten (außer denen, die im Chor singen, was ich glücklicherweise tue!). Viele mögen die Rolle der Frau in der lateinischen Messe als durch Hass erstickt und unterdrückt bezeichnen.

Dennoch gibt es einige Punkte, wo die traditionelle lateinische Messe das Frausein sogar mehr hochhält als der Novus Ordo. Diese Diskussion scheint genau in unsere Zeit zu passen: im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde unsere Kultur von so vielen falschen Ideologien überrannt, und keine der Geringsten davon ist der Feminismus. Traurigerweise war unsere postkonziliare Kirche gegen diesen allgegenwärtigen Einfluss nicht immun. Jetzt jedoch, wo viele Katholiken beginnen, mit offenen Armen zu begrüßen, was die Kirche nach Papst Benedikts XVI. Summorum Pontificum die außerordentliche Form nennt, wird mehr als nur eine katholische Frau hinübergleitet werden – so wie es mir gegangen ist – in eine vollkommen neue und schöne Erfahrung der Heiligen Messe, wo ihre früheren Rollen nicht mehr existieren, und sie stattdessen die Möglichkeit hat, die Schönheit des Frauseins wieder zu entdecken, da die traditionelle lateinische Messe auf vier besondere Weisen davon Zeugnis gibt.

1) Der Schleier

Im Laufe der letzten sechzig Jahre wurde die Tradition, dass Frauen am Heiligen Ort einen Schleier tragen, weithin entweder vergessen oder zu einer Frage von Streit und Abneigung gemacht. Aber anstatt, dass der Schleier mein Frausein kränkt, habe ich vielmehr entdeckt, dass der Schleier tatsächlich mein Frausein ehrt und ihm Auftrieb gibt hin zu einem neuen Grad der Würde, was ich im Novus Ordo nie erfahren habe. Im Novus Ordo integriere ich mich; ich kleide mich, als ginge ich aus, um einen schönen Abend zu verleben, aber nichts Liturgisches spricht von meiner Weiblichkeit, und ich unterscheide mich nur wenig von dem [wohl männlichen Red.] Kirchgänger neben mir. In der traditionellen lateinischen Messe wird die Frau jedoch mit Hochachtung herausgehoben. Ich werde gebeten, meinen Kopf zu verschleiern und gebe Gott und den Anderen kund, dass ich wirklich eine Frau bin, das ich Seine schöne und geheimnisvolle Schöpfung bin und dass die Messe von DER Schönheit spricht, von der meine Schönheit kam.

Dies ist ein solch simpler Gesichtspunkt, den man aber begreifen muss. Bevor sich eine Frau wirklich der Schönheit ihres Frauseins bewusst werden kann, so muss sie, so tief wie möglich begreifen, wer Gott ist und wer sie selbst vor Ihm ist – nicht nur halt so als eine Frau, sondern als menschliches Wesen. Die Messe wurde insbesondere dafür gestaltet, um dies zu erreichen, durch ihre Andacht, ihre Stille und die Schönheit ihrer Liturgie. Die traditionelle lateinische Messe führt beide, Männer und Frauen, dazu, sich vollkommen auf Gott auszurichten und infolgedessen sich selbst vor Seinem vergegenwärtigten Opfer auszulöschen. Von daher schreitet die Messe voran, die Frau auf ihre eigene Würde anzusprechen, weil sie sich selbst vor Gott gedemütigt hat.

Der Schleier war für mich der Anfangspunkt auf meinem Weg, zu erkennen, wie die traditionelle lateinische Messe das Frauentum ehrt. Ich musste zuerst die Schönheit und Notwendigkeit der Zurückhaltung entdecken, um zu erkennen, dass ich nichts vor Gott bin und dass die Messe ganz und gar von Ihm handelt. Der Schleier half mir wunderbar, dies zu tun. Der Schleier erinnerte mich, dass ich mich am Hof meines Königs befand – und dass ich schön und geistlich genug war, einen Schleier zu wünschen, nicht um Ihm abzulenken, sondern vielmehr andere auf Seine Schönheit hinzuweisen.

 

 2) Die wiederholte Erwähnung der Seligen Jungfrau

Einer der auffallendsten Unterschiede, die ich zwischen der traditionellen lateinischen Messe und dem Novus Ordo fand ist, wie oft die Selige Jungfrau im Alten Ritus geehrt wird. Die Selige Jungfrau ist das Modell für alle katholischen Frauen; wie der Heilige Ludwig Maria von Montfort Sie beschrieb:

„Gott der Vater sammelte alle Wasser [unter dem Himmel] zusammen und nannte sie Meere (lateinisch: maria). Er sammelte all Seine Gnaden zusammen und nannte Sie Maria.“

Und die traditionelle lateinische Messe scheint wirklich die heilige und unwiederholbare Rolle Unserer Lieben Frau in der Heilsgeschichte aufzugreifen, ebenso wie auf unserem Weg durch dieses Tal der Tränen – und dementsprechend ehrt sie Sie immer wieder im Verlauf.

Sogar bevor die Epistel gelesen wird, ist die Selige Jungfrau schon vier Mal angerufen worden: zweimal im Confiteor des Priesters, und wieder zweimal in dem der Messdiener. Sie wird geehrt einmal im Offertorium, einmal im Kanon und einmal nach dem Pater Noster. Sofort nach der Stillen Messe beinhalten die Leoninischen Gebete drei Ave und das Salve Regina. Insgesamt wird Unsere Liebe Frau bis zu zwölf Mal in jeder Messe geehrt und angerufen, und sogar noch öfter, wenn es einer Ihrer Festtage ist.

Die Hommage, die der Alte Ritus der Seligen Jungfrau zollt, bezeugt die Tatsache, dass er auch die Würde ehrt, die allen Frauen innewohnt. Auf eine besondere Weise stellt die traditionelle lateinische Messe beständig die Selige Jungfrau vor das Herz einer jeden anwesenden Frau, und drängt alle Frauen, in ihren Tugenden und als Beispiel zu wachsen, um des Heils der Kirche willen.

 

3) Die Anrufung Heiliger Frauen

Während jeder traditionellen lateinischen Messe werden gleich nach der Konsekration sieben Heilige Frauen angerufen und geehrt: Ss. Perpetua und Felicitas, beide Mütter von kleinen Kindern oder Säuglingen und heldenhafte Martyrinnen unter Diokletian; Ss. Agatha, Luca, Agnes, und Anastasia, frühe Christinnen, die grausame Torturen um Christi Willen erlitten (und, was die ersten drei betrifft, auch für ihre Jungfräulichkeit).

Dies ist so ein kraftvoller Moment, welcher der Tiefe der Konsekration folgt! Das [englische Anm. d. Übs.] Missale von 1962 verkündet mit ihren Namen:

„Eine der Freuden der ewigen Erlösung wird die entzückende Gesellschaft all der anderen Himmelsbewohner sein, die nun darum beten, dass wir uns ihnen anschließen.“

Dies gibt meinem Herzen einen Wonneschauer und eine Vorahnung, und Hochachtung für diese heroischen Frauen, und wie sie ihre Gaben der Weiblichkeit nutzten – dieselben Gaben, die ich als Frau besitze – um Gott bis zum Ende zu dienen.

In jeder Messe, werden jene, die den Alten Ritus besuchen, aufgerufen, sich an das Beispiel dieser sieben katholischen Frauen zu erinnern, die das Martyrium erlitten, und auf die Strenge und Schönheit ihrer Weiblichkeit zu achten, die sie, zusammen mit Gottes Gnade, befähigte, Alles für Christus zu geben. Welch eine unglaubliche Anerkennung, die von der traditionellen lateinischen Messe dem edlen Entwurf gezollt wird, den Gott für alle Frauen hat.

 

4) Die symbolische Integrität der liturgischen Rolle der Frau

Dieses Thema wurde hier schon wortgewandt von Benedict Constable [auf Englisch Red,] erörtert, daher möchte ich nur betonen, wie ich persönlich dazu gekommen bin, die Unterscheidung der Rollen der Männlichkeit und Weiblichkeit zu schätzen, wie sie in der traditionellen lateinischen Messe sichtbar wird. Je mehr ich dahin gefunden habe diese Liturgie zu verstehen und anzunehmen, umso mehr schätze ich, dass ich authentisch integriert bin als Frau, wo ich als profundes Symbol diene, ganz einfach durch meine eigene Weiblichkeit – und nicht durch irgendwelche meiner äußeren und unvollkommenen Aktionen, in meinen Versuchen, etwas zur Liturgie der Messe „beizutragen“.

Ich kann dies nach Jahren der Erfahrung als Kantorin und Lektorin im Novus Ordo sagen. Ich hatte das Privileg und die Ehre, Gott auf diese Weise dienen zu können und meine Talente für Seine Ehre zu nutzen – aber in der traditionellen lateinischen Messe fühle ich mich doppelt vollständig und im Frieden, indem ich die liturgische Rolle erfülle, die für mich und für alle Frauen seit den Anfängen der Kirche gedacht ist: einfach dazusein in meiner Weiblichkeit und die Empfänglichkeit der gesamten Kirche für das Wort Gottes zu repräsentieren. Wie staunenswert und schön ist es doch, dass meine Identität als Frau genügt – dass ich es nicht nötig habe, mich noch mehr anzustrengen, um als geistliches Symbol in der Liturgie zu dienen!

Ich bin sicher, dass die traditionelle lateinische Messe mir auf noch viele andere Weisen geholfen hat, dieses wunderschöne Geschenk meiner Weiblichkeit anzunehmen, und mich an meiner traditionellen Rolle in der Liturgie zu freuen. Auch wenn ich einige von ihnen vergessen haben mag, bin ich zutiefst dankbar für sie alle. Es ist mein inniges Gebet, dass immer mehr katholische Frauen diese schönen Ehren ihrer Weiblichkeit entdecken werden, die im Alten Ritus verborgen liegen – und dass sie alle dies erkennen werden, während die Frauen oberflächlich so erscheinen, dasssie in der traditionellen lateinischen Messe viel weniger tun als im Novus Ordo, weil die traditionelle lateinische Messe mit der katholischen Tradition während der vergangenen zweitausend Jahre sanft zu ihr gesagt hat: Du bist Frau: Du bist schön: Du bist gut, so wie Du bist.

 

Eugenie Roth, Wie ich zur Traditionellen Lateinischen Messe kam


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Auf die TLM wurde ich durch eine Bekannte aufmerksam, die mich bat, doch meine Unterschrift auf eine Liste zu setzen, damit in der Bischofsstadt die Heilige Messe nach den Büchern von 1962 gefeiert werden durfte. Nein, ich sei durch diese Unterschrift zu nichts verpflichtet (wie beruhigend war das damals für mich!). Dies war noch die Zeit, in der man die Erlaubnis des Bischofs einholen musste, welcher der beantragenden Gruppe dann einen Priester und eine Kirche zuwies.

So bin ich dann, neugierig geworden durch die Begeisterung meiner Bekannten, auch einmal in den Gottesdienst nach dem Vetus Ordo gegangen. Der „alte“ Schott stand seit Jahrzehnten unbenutzt in meinem Regal, den hatte ich irgendwann – man brauchte ihn ja nicht mehr – geschenkt bekommen. Also:

In die Hand nehmen. Abstauben. … Lesen … Zunächst die Erläuterungen. Wenn man den Verlauf des Gottesdienstes nicht kennt – für mich waren das viele unverständliche Worte.

– Zwar gehöre ich zu denen, die sich noch an Gottesdienste nach dem Vetus Ordo erinnern müssten, doch habe ich daran keine Erinnerung. So war mir im Gottesdienst alles fremd:

Die häufigen Kniebeugen (vor allem der Ministranten), das Hin- und Hertragen des Missale auf dem Altar, … alles fremd. Bis auf die Lateinischen Messgesänge, die wir als „Relikt der vergangenen Zeit“ ab und zu als Kinderschola während des regulären deutschen Gottesdienstes zu Gehör bringen durften … Doch irgendwie spürte ich, dass dieser Gottesdienst – trotz der von mir empfundenen Fremdheit – „etwas hatte“. Ich kam ab und zu wieder … bis ich mir eines Tages vornahm, regelmäßig dorthin zu gehen.

Bis „das Leben“ mich in eine andere Stadt schickte, hatte ich schon etliche Jahre lang (unregelmäßig) die Möglichkeit, diese Heiligen Messen mitzufeiern.

Heute, seit langem wieder hierher zurückgekehrt und um die Erfahrung vieler Heiliger Messen nach dem Vetus Ordo reicher, kann ich sagen:

Die Heilige Messe nach dem Vetus Ordo ist nicht nur reicher am Schmuck der alten Gewänder und der Bücher, die der Priester während der Heiligen Messe verwendet, sondern die Texte sind viel reicher, haben mehr „Biss“. Sowohl die Lesungen aus der Bibel, als auch die Gebete des Priesters.

Wer meint, im Novus Ordo höre man mehr aus der Bibel, da nicht im einjährigen, sondern im dreijährigen Turnus gelesen wird, irrt sich gewaltig. Sollten Sie einen alten und einen neuen Schott zu Hause haben – machen Sie den Vergleich! Nehmen Sie den alten Schott, schlagen Sie ihn auf und suchen Sie dann diese Bibelstelle im neuen Schott … ich habe da schon manche Überraschung erlebt …

Wer meint, er möchte etwas TUN während des Gottesdienstes, dem sage ich als frühere Lektorin und Kommunionspenderin: knieen Sie sich hin! Schauen Sie! Hören Sie zu, lesen Sie mit!

Und genießen Sie die Ruhe, die diese Messfeiern ausstrahlen, nehmen Sie sich wie Maria die Zeit, das, was Sie hören, in Ihrem Herzen zu bewegen. DAS ist die Teilnahme, die den Gottesdienst für das persönliche Leben reich und fruchtbar macht.

Vetus Ordo und die Weiblichkeit oder unsere Frauenbeilage


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Nach der Kurzreihe über die Männlichkeit und die Tridentinische Messe, soll auch eine Kurzreihe über die Weiblichkeit und die Alte Messe folgen. Zuerst stellen wir fest, dass es in der Liturgie nicht um weiblich oder männlich geht, sondern um Gott und das Geistig-Übernatürliche. Gender ist eine allgegenwärtige Häresie, der wir nicht anhängen, aber durch das geistliche Leben nähern wir uns Gott, der über allem Geschlechtlichen steht. Es gibt eine Geschichte aus der Zeit der Wüstenväter, wo die Mönche bei den vorbeigehenden Ordensschwestern einander sagten:

„Schauen wir weg. Frauen kommen“

worauf eine der vorbeigehenden ihnen sagte:

„Wäret ihr richtige Mönche, so hättet ihr in uns keine Frauen gesehen“.

Wohl wahr! Es gibt Frauen und Männer und je mehr sie sich Gott nähern, desto Gott-gleicher werden sie, ohne dass sie ihr Geschlecht ändern oder die ontologische Differenz, also der Wesensunterschied zwischen Gott und Mensch aufgehoben wird. Je älter und geistlicher man wird, desto weniger stellt man sich die Frage: Wie weiblich oder männlich bin ich? Weil man viel zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt ist. Aber niemand kommt gleich als ein 100 jähriger Wüstenvater auf die Welt, sondern hat viel Zeit und viel Entwicklung vor sich, über die man zwar in einigen Jahren oder Jahrzehnten müde lächeln wird, welche aber erst erkämpft werden muss. Da uns auch Frauen lesen, so wollen wir die Traditionelle Lateinische Messe, die Tridentinische Messe oder den Vetus Ordo ein wenig aus der weiblichen Perspektive erläutern.

Und so folgen:

  • eine Einführung von Eugenie Roth,
  • ihre Übersetzung eines Textes von Mary Donellan und
  • die Beleuchtung dieses Textes aus der philosophisch-kulturgeschichtlichen Perspektive (trotzdem leicht gehalten) von Traditio et Fides
  • samt praktischen Hinweisen, wo man eine Mantilla kaufen kann.

Wenn das nicht frauenfreundlich ist, was dann?

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des Sonntags Sexagesima

Lk 8, 4 – 15 In jener Zeit, als viel Volk zusammengekommen war, und die Leute aus den Städten zu Jesus eilten, sprach Er zu ihnen dieses Gleichnis: «Ein Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Als er nun säte, fiel einiges auf den Weg; da wurde es zertreten, und die Vögel des Himmels pickten es auf. Anderes fiel auf steinigen Grund: es ging zwar auf, verdorrte aber, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Wieder anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen, die mit aufwuchsen, erstickten es. Anderes fiel auf gutes Erdreich, ging auf und brachte hundertfältige Frucht.» Alsdann rief Er: «Wer Ohren hat zu hören, der höre.» – Da fragten Ihn Seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute. Er antwortete ihnen: «Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen; den andern aber werden sie nur in Gleichnissen vorgetragen, damit sie sehen, und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen. Das nur bedeutet das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die am Wege, das sind jene, die es hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihren Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. Die auf steinigem Grund, das sind jene, die das Wort mit Freuden aufnehmen, sobald sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln; sie glauben eine Zeit lang, allein zur Zeit der Versuchung fallen sie ab. Was unter die Dornen fiel, das sind jene, die es zwar hören, dann aber hingehen und es in den Sorgen und Reichtümern und Genüssen des Lebens ersticken und so keine Frucht bringen. Was aber auf gute Erde fiel, das sind jene, die das Wort hören, es in gutem, in sehr gutem Herzen bewahren und Frucht bringen in Geduld.»

Betrachtung zum Evangelium des Sonntags Sexagesima

Jesus lehrte gerne durch Gleichniße, weil man die erhabensten Wahrheiten der Religion in einem sinnlichen Bilde gleichsam anschauen, leichter auffassen, dem Gemüthe besser einprägen, im Gedächtnisse länger behalten und öfter sich erneuern kann. Er that es auch, damit ihn die arglistigen Pharisäer nicht leicht beschuldigen könnten, und damit seine Lehre von dem Reiche des Messias den sinnlichen, nur immer an die irdische Macht und Herrlichkeit eines Messias denkenden Juden nicht Anlaß gäbe, sich gegen die römische Obrigkeit aufzulehnen.Heute stellt sich uns Jesus als Sämann dar, der das göttliche Wort als Saamen ausstreut. Das Erdreich hiezu sind die Herzen der Menschen. Mit dem am Wege ausgestreuten Saamen kann man jene Menschen vergleichen, welche das Evangelium zwar anhören, aber sich von der Wahrheit nicht wollen überzeugen. Dem auf einen Felsen ausgestreuten Saamen gleichen jene, die das Evangelium anhören, aber nicht standhaft im Christenthume sind. Guter Saame, auf gutes Erdreich ausgestreut, — das gute Erdreich ist ein empfängliches, fest und treu an Gott hängendes Herz — wird unvergängliche Früchte bringen. — Der Teufel ist jener Urheber alles Bösen, der schon die ersten Aeltern zur Sünde führte. — Daß er, die arge Welt und unsre Begierlichkeit an uns das Gedeihen des göttlichen Wortes nicht vereitle, wollen wir wachen und beten!

Kollekte zum Sonntag Sexagesima

K i r ch e n g e b e t.

O Gott! der Du weißt, daß wir auf unsere Werke gar nicht vertrauen, verleihe gnädig, daß wir vor allem Uebel bewahret werden! Amen.

Tridentinische Messe – eine Einführung – 13


35. Das Gebet vor der Kommunion  
Es erfolgen drei, stille Privatgebete (Privata) des Priesters, welche daran erinnern, welche Wirkungen die Hl. Kommunion in unseren Seelen vollbringen soll: Frieden, Heilung und Gnade Gottes. Um ihrer teilhaftig zu werden, rechnen uns die Verdienste Christi und den Glauben der Kirchen an.

Domine Iesus Christe I

Domine Iesu Christe, qui dixisti Apostolis tuis: pacem relinquo vobis, pacem meam do vobis: ne respicias peccata mea, sed fidem Ecclesiae tuae; eamque secundum voluntatem tuam pacificare et coadunare digneris. Qui vivis et regnas Deus, per omnia saecula saeculorum. Amen. Herr Jesus Christus, Du hast zu Deinen Aposteln gesagt: ≪Den Frieden hinterlasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch.≫ Schaue nicht auf meine Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche, und gib ihr huldvoll Frieden und Eintracht, wie es Deinem Willen entspricht: der Du lebst und herrschest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Im feierlichen Hochamt wird jetzt der Friedenskuß gegeben: Priester und Diakon küssen den Altar, dann gibt der Priester dem Diakon den Friedenskuß mit den Worten:

Pax tecum. – Der Friede sei mit dir.

Der Diakon antwortet: Et cum spiritu tuo. – Und mit deinem Geiste.

Nun empfangen der Subdiakon und die übrigen Altardiener mit den gleichen Worten den Friedenskuß.

DOMINE JESU CHRISTE, FILI DEI VIVI — Letzte Bitten vor Empfang der Kommunion

Domine Iesu Christe, Fili Dei vivi, qui ex voluntate Patris cooperante Spritu Sancto, per mortem tuam mundum vivificasti: libera me per hoc sacrosanctum Corpus et Sanguinem tuum ab omnibus iniquitatibus meis et universis malis: et fac me tuis semper inhaerere mandatis: et a te nunquam separari permittas: qui cum eodem Deo Patre et Spiritu Sancto vivis et regnas Deus in saecula saeculorum. Amen. Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes: dem Willen des Vaters gehorsam, hast Du unter Mitwirkung des Hl. Geistes durch Deinen Tod der Welt das Leben geschenkt: erlöse mich durch dieses Dein hochheiliges Fleisch und Blut von allen meinen Sünden und von jeglichem Übel. Gib, daß ich Deinen Geboten allzeit treu bleibe, und laß nicht zu, daß ich mich jemals von Dir trenne: der Du mit Gott dem Vater und dem dem Hl. Geiste lebst und herrschest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Perceptio Corporis – Der Genuß Deines Leibes

Perceptio Corporis tui, Domine Iesu Christe, quod ego indignus sumere praesumo, non mihi proveniat in iudicium et condemnationem: sed pro tua pietate prosit mihi ad tutamentum mentis et corporis, et ad medelam percipiendam. Qui vivis et regnas cum Deo Patre in unitate Spiritus Sancti Deus, per omnia saecula saeculorum. Amen. Der Genuß Deines Leibes, Herr Jesus Christus, den ich Unwürdiger zu empfangen wage, gereiche mir nicht zum Gerichte und zur Verdammnis, sondern durch Deine Güte zum Schutz für Leib und Seele und zu meiner Heilung: der Du lebst und herrschest mit Gott dem Vater in der Einheit des Hl. Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

36. PANEM CÆLESTEM ACCIPIAM — Kommunion des Priesters
Der Priester macht eine Kniebeuge, nimmt die Hl. Hostie in die Hände, um sie zu genießen und sagt:

Panem caelestem accipiam et nomen Domini invocabo. Ich will das Himmelsbrot nehmen und anrufen den Namen des Herrn.

Gleich dem römischen Hauptmann (Mt. 8, 8) spricht er dann, leicht verneigt, demütig und vertrauensvoll dreimal:

DOMINE, NON SUM DIGNUS — Herr, ich bin nicht würdig

Domine, non sum dignus ut intres sub tectum meum: sed tantum dic verbo, et sanabitur anima mea (ter.) Herr, ich bin nicht würdig, daß Du eingehest unter mein Dach; aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Der Priester gibt sich selber den Segen, indem er mit der heiligen Hostie, die er über der Patene hält, das Kreuzzeichen macht und dazu spricht:

CORPUS DOMINI NOSTRI JESU CHRISTI — Der Leib unseres Herrn Jesus Christus

Corpus Domini nostri Iesu Christi custodiat animam meam in vitam aeternam. Amen. Der Leib unsres Herrn Jesus Christus bewahre meine Seele zum ewigen Leben. Amen.

Uber den Altar verbeugt, empfängt er die heilige Hostie und verweilt dann kurz in innerem Gebet. Hierauf sammelt er mit der Patene die kleinen Teilchen, die sich etwa von der heiligen Hostie abgelöst haben, streift sie in den Kelch und fahrt weiter mit den Psalmworten (Ps. 115, 3 f. u. Ps. 17, 4):

QUID RETRIBUAM DOMINO — Wie könnte ich dem Herrn all das vergelten

Quid retribuam Domino pro omnibus, quae retribuit mihi? Calicem salutaris accipiam, et nomen Domini invocabo. Laudans invocabo Dominum, et ab inicimcis meis salvus ero. Wie könnte ich dem Herrn all das vergelten, was Er an mir getan hat! Den Kelch des Heiles will ich nehmen und anrufen den Namen des Herrn. In frohem Jubel rufe ich zum Herrn und werde sicher sein vor meinen Feinden.
Sanguis Domini nostri Jesu Christi custodiat animam meam in vitam aeternam. Amen. Der Priester gibt sich mit dem Kelch den Segen und betet dabei vor dem Genusse des heiligen Blutes:

Das Blut unsres Herrn Jesus Christus bewahre meine Seele zum ewigen Leben. Amen.

37. Die Kommunion der Gläubigen
Der Priester wendet sich an die Gläubigen mit dem Ziborium und die hl. Hostie in der Hand haltend sagt er:

Ecce Agnus Dei, ecce Qui tollit peccata mundi. Pr. Sehet das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt.

Der schlägt sich die Brust und sagt mit dem Ministranten:

Domine, non sum dignus ut intres sub tectum meum: sed tantum dic verbo, et sanabitur anima mea (ter.) Herr, ich bin nicht würdig, daß Du eingehest unter mein Dach; aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Indem er die Hl. Kommunion reicht, sagt der Priester:

Corpus Domini nostri Iesu Christi custodiat animam tuam in vitam aeternam. Amen. Der Leib unsres Herrn Jesus Christus bewahre deine Seele zum ewigen Leben. Amen.

Nachdem alle die Heilge Kommunion erhalten haben, kehrt der Priester zum Altar zurück und bringt das Ziborium zurück in den Tabernakel.  

Ann Barnhardt: Über das gegenwärtige Gegen-Papsttum, die Priesterbruderschaft Sankt Pius X und andere völlig unaufgeregte Themen


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Hier wieder einmal ein messerscharfer Text von Ann Barnhard, deren Beiträge immer mit einer Darstellung von Judith und Holofernes bebildert werden, da diese den Geist dieser Beiträge am Besten wiedergeben. Wir publizieren Ann Barnhardt, weil wir fast immer mit ihr übereinstimmen, obwohl wir dies und das, wie wir glauben, weniger scharf ausdrücken. So glauben wir, dass die FSSPX, welche kaum etwas wirklich Deutliches gegen Amoris Laetitia gesagt hat, sich wirklich jeglicher Autorität entledigt hat. Dass die Verhandlungen weiterhin dauern, stellt ihr kein gutes Zeugnis aus, denn im jetzigen Moment hat sie nichts zu verlieren. Sie ist bereits kanonisch irregulär. Jegliche Absprachen mit einem Antipapst oder einem häretischen Papst, der bald einer formalen Häresie beschuldigt werden wird, sind doch unsinnig. Wird das Pontifikat von Franziskus für null und nichtig erklärt und abrogiert werden, so besteht die Möglichkeit, dass sein Nachfolger, diesmal zur Abwechslung ein echter und würdiger Papst, manche seiner Entscheidungen validiert, also für rechtsgültig erklärt. Denn nicht einmal Franziskus kann alles falsch machen. Dennoch ist das Verhandeln eines Abkommens gerade mit Franziskus und gerade nach Amoris Laetitia mehr als unwürdig. FSSPX beraubt sich jeglicher Glaubwürdigkeit, denn auch Pragmatismus hat seine Grenzen. So waren Johannes Paul II. und Benedikt XVI. der Piusbruderschaft nicht katholisch genug, aber Franziskus ist es auf einmal.

1. Wenn Franziskus ein Antipapst ist, dann haben seine Entscheidungen, z.B. bezüglich der Beichtjurisdiktion, keine bindende Gewalt, weil er die petrinische Schlüsselgewalt nicht besitzt. Die Sünden werden also nicht vergeben.

2. Wenn Franziskus ein Antipapst ist, dann Garantiert ein Abkommen mit ihm keinen Durchfluss der Gnade, von welchem sich die FSSPX ja durch ihre irreguläre Stellung, getrennt hat. Somit kann unter Franziskus keine richtige Rekonziliation erfolgen.

3. Es ist kaum vorstellbar, dass Franziskus, sei er Papst oder Gegenpapst, welcher den Katholizismus bekämpft und die Tradition erst recht sich an das Abkommen mit der FSSPX halten wird. Wovor soll er sich denn fürchten? Vor der schlechten Presse?

4. Im Gegensatz zu Weihbischof Schneider raten wir der FSSPX nicht unter Franziskus ein Abkommen zu schließen, denn „die Person des Papstes spielt zwar keine Rolle“, wie es Weihbischof richtigerweise sagte, aber es spielt eine Rolle, ob jemand ein Papst ist oder kein Papst ist. Bergoglio wurde höchstwahrscheinlich unkanonisch gewählt, er hat durch Amoris Laetitia eine formale Häresie begannen und als Apostat und Häretiker kann er, nach dem hl. Robert Bellarmin und anderen kein Papst sein. Eine brüderlicher Ermahnung wird erfolgen und die darauffolgende Amtsenthebung mit dem Schisma wohl auch. Es ist also der denkbar schlechteste Zeitpunkt ein Abkommen zu schließen.

 

Über vieles gibt es hier zu berichten. Ich werde versuchen, es aus einem nicht linearen Bewußtsein heraus zu entwickeln.

Was wäre, wenn ich jemandem eine Landkarte geben würde, aber diese wäre in ihrer Orientierung um 90 Grad verdreht? Es gibt dann keine Möglichkeit, den Weg zu finden, OHNE DIE KORREKTE ORIENTIERUNG WIEDERHERZUSTELLEN. Niemals kann man seinen Weg mit einer Karte, oder im wirklichen Leben ohne die richtige Orientierung finden. Die Orientierung, die jemanden sicher durch Zeit und Raum führt, muss WAHR sein.

Laufend erhalte ich emails, laufend lese ich Kommentare verschiedener Beiträge auch auf anderen Websites – von sehr gläubigen Menschen – die ihren Glauben durch Bergoglio verloren haben. Eine Mail bekam ich von einer Frau, die erklärte, dass Bergoglio beweise, dass die gesamte Vorstellung des Lehramtes der Kirche unwirklich und fiktiv sei – nicht nur in den letzten 3 Jahren, nicht erst seit Vatikanum II, sondern schon während der gesamten 2000 Jahre der Kirche. So etwas resultiert aus der falschen Prämisse, Bergoglio sei der Papst.

Leute, der ganze Bergoglio Kram und die Situation der Kirche ist sehr, sehr einfach zu verstehen! Es gibt keinen Grund für seelische Crashs oder einen Glaubensabfall, wenn man einfach annimmt – und diese Annahme ist moralisch sicher  – dass Bergoglio ein Gegenpapst ist. Ratzingers Rücktritt wurde unter einem schweren Irrtum vollzogen. Die Frage des äußeren Zwanges in Bezug auf die Gültigkeit des Rücktritts, ist interessant und sicher einer eingehenden Untersuchung würdig, aber strittig. Ebenso strittig ist, ob Ratzinger glaubt oder nicht glaubt, dass Bergoglio Papst ist. Dieser Glaube Ratzingers ist nicht der Richter über die Realität. Ratzinger ist von der Wahrheit seines substanziellen Fehlers überzeugt – oder leugnet irgendjemand (von uns) die (subjektive) Richtigkeit seiner begangenen Fehler in dem Moment, wo er sie begeht? Haben Sie sich jemals festgelegt und mit völliger Überzeugung zu sich selbst gesagt: “Ich weiß dass meine Position, meine Überzeugung falsch ist, aber ich verdränge bewußt dieses Wissen um die Falschheit oder den Fehler und glaube jetzt, dass mein geglaubter Irrtum/ Fehler wahr ist?“ Nein – wir belügen uns selbst und glauben unseren Lügen. Wir kommen zu irrigen Schlußfolgerungen, aber wir denken, dass sie korrekt sind. Ratzinger hat sich selbst davon überzeugt, das Papsttum verzweigen zu können. Das ist der substanzielle Fehler.  Er, (Ratzinger) liegt falsch.

Nun, die Frage, an der sich die Leute verknoten ist: Spielt es eine Rolle, wer der Papst ist?

Die Antwort ist: JA. Es spielt die alles entscheidende Rolle. Sie sind nicht verrückt. Sie sind nicht dumm. Sie sind kein schlechter Katholik oder ein schlechter Mensch, wenn Sie denken, es ist unwichtig. Aber dass es eine riesige Rolle spielt, darüber muss diskutiert werden. Es tut mir leid, aber Leute, die sagen, dass diese Frage unwesentlich ist, sind sehr einfach gestrickt.

Die Wahrheit ist wesentlich                                                                                                                                      Die Realität ist wesentlich.

Für viele von uns, die zur (katholischen) Kirche konvertierten, ist das Papsttum im allgemeinen die letzte Hürde nach deren Klärung die Erkenntnis Raum greift, dass die Kirche wirklich DIE. EINE. WAHRE. KIRCHE ist.

Für mich war es ein “Altvorderer”, der mich das Viehgeschäft lehrte.  Eines Abends, als er über das Management und verschiedene Konzepte der Rinderhaltung sprach, redete er speziell über die menschliche Ressource. Er sagte sehr einfach: “Schau, jemand muss die Verantwortung übernehmen” Natürlich. Das wissen wir alle. In jeder größeren Organisation, muss es jemanden Verantworlichen geben, der letztendlich sagt, wo es lang geht. Es muss eine Person geben, die im Zweifelsfall letztgültige, bindende Entscheidungen trifft. Wenn nicht, resultiert Chaos und eventuell der Zusammenbruch.

Es ist undenkbar und auch schlicht unmöglich, hätte Christus die streitende Kirche, die Kirche hier auf Erden, ohne einen Verantwortlichen, der nötigenfalls letztgültige verbindliche Entscheidungen fällen kann, gegründet. Darüber hinaus sehen wir aus der Heiligen Schrift, dass Christus nicht nur ein solches Amt schuf, sondern es mit übernatürlichen Schutz ausstattete. Natürlich tat ER das. Weniger als das macht keinen Sinn. Und wir reden hier nicht über Viehzucht, sondern über den Leib Christi, von Christus gegründet, der das Geschenk Gottes an die Menschheit ist, um SEINE Wahrheit und Gnade mitzuteilen. Diese Lehre ist göttlichen Ursprungs und deswegen wurde sie vollkommen konzipiert und etabliert.

Wenn ich traditionelle Katholiken sehe, die völlig verzweifelt sind und leugnen, dass Bergoglio ein Gegenpapst ist aber gleichzeitig sagen, dass es keine Rolle spielt, kann ich nur mit dem Kopf schütteln

Lassen Sie mich hier einmal sehr direkt und unverblümt folgendes sagen: Leute, die bis vor wenigen Monaten die Institution des Papstamtes als einen integralen Bestandteil der streitenden Kirche verteidigten (welcher es in Wirklichkeit auch ist), und jetzt predigen, dass das Papsttum nicht wichtig sei, dass die Identität des Papstes keine Rolle spiele, so scheint es mir,  haben Angst, ihr Einkommen – sei es resultierend aus einer wirklichen Anstellung oder aus Spenden –  oder ihre soziale Reputation, oder ihre politischen und für ihre Karriere wichtigen Verbindungen zu verlieren. Kurz gesagt, sie fürchten sich vor dem Verlust des  MENSCHLICHEN RESPEKTES in irgendeiner Form.

Speziell Konvertiten zu erklären, die den Stuhl Petri unzweifelhaft als einen nicht verhandelbaren, definierten und integralen Bestandteil des Katholizismus ansehen (welcher er in Wirklichkeit ist) die Identität des Papstes sei nicht erkennbar und irrelevant, damit man den sozialen Status, das Einkommen und die für die Karriere wichtigen Verbindungen behält, ist absolut skandalös und unterhalb der Gürtellinie.

Das muss sofort aufhören.

Wenn das Papstamt keine Rolle spielt, ist die Kirche unwichtig.

Wenn die Kirche unwichtig ist, spielt Christus keine Rolle.

Wenn Christus keine Rolle spielt, dann ist er nicht Gott.

Wenn Christus nicht Gott ist, ist das Leben hoffnungs- und bedeutungslos, und es ist allein wichtig, die persönlichen Bedürfnisse unter allen Umständen zu befriedigen.

Noch einmal, ich kann nicht vehement genug betonen, dass es absolut entscheidend ist, von einer wahren Prämisse auszugehen.

Die Wahrheit ist objektiv, außerhalb meines Bewußtseins und erkennbar – vor allem in Bezug auf DIE KIRCHE, weil die Kirche SICHTBAR ist.

Wo Petrus ist, ist die Kirche. Wer Petrus ist, und wer er nicht ist, ist dafür nicht nur wichtig, sondern alles entscheidend. Ratzingers Leichtigkeit bei dem Versuch, seine VERANTWORTUNG aufzugeben – die Entschuldigungen dafür, warum er die weißen Gewänder weiterhin trägt, ”weil gerade keine schwarzen verfügbar waren” und – vielleicht sogar noch schlimmer – die schuldhafte Aufgabe seiner Pflichten beim Besuch des Weltjugendtages – einem neu-heidnischen Festival, das für immer verboten und vergessen gehört – aufgrund von “jet lag” – ist nicht nur skandalös, sondern beleidigend.

Genau deswegen, weil ich den Stuhl Petri liebe und respektiere, wehre ich mich gegen dessen unrechtmäßige Besetzung und verweigere mein Ohr dem Mann, der mit moralischer Sicherheit ein Gegenpapst ist. Es ist nicht Papolatrie zu behaupten, dass es einen Unterschied macht, wer der Papst ist oder wer nicht. Ich glaube, dass der einzige und derzeit regierende Papst Papst Benedikt XVI. Ratzinger ist, obwohl er aufgrund seiner katastrophalen Aktionen einer der schlechtesten, wenn nicht sogar der schlechteste Papst der Geschichte der Kirche ist. Aber er ist nach wie vor der Papst und man kann es sehen.

Das teuflische Finale: SCHISMA

Was Satan hier versucht, ist, so viele Menschen wie möglich aus der EINEN WAHREN KIRCHE zu vertreiben.

ZUERST: Der Gegenpapst Bergoglio führt lieber früher als später den gesamten Novus Ordo Flügel der Kirche ins Schisma. Amoris Laetitia ist in ihrem Kern vor allem dies: Eine ENTHEILIGUNG DER EUCHARISTIE. Wir alle wissen jetzt, dass Bergoglio einer Gruppe von argentinischen Klerikern SCHRIFTLICH mitteilte, dass die sakrilegische Entheiligung der Eucharistie durch Austeilung der Kommunion an unbußfertige Ehebrecher und Unzüchtige die einzig korrekte Interpretation dieses Dokumentes darstellt. Ein Dokument, welches, wir erinnern uns, keinerlei Bedeutung oder Vollmacht hat, weil Bergoglio als Gegenpapst keinerlei Autorität hat. Aber wieder zurück zu der Frage der wirklichen oder falschen Prämisse. Demnächst wird der Gegenpapst Bergoglio die Heilige Kommunion für Lutheraner öffnen, was dann folgerichtig weiterhin unweigerlich dazu führen wird, wirklich jeden, eingeschlossen Nicht Christen, zum Tisch des Herrn zuzulassen. Spätestens an diesem Punkt wird es absolut sicher sein, sagen zu können, dass Bergoglio mit Hilfe Satans komplett schismatisch ist und eine komplett neue, separierte universalistische “Eine Welt Religion” als Oberhaupt anführt.

Satan möchte, dass jeder einzelne Mensch innerhalb der Katholische Kirche Bergoglio ins Schisma folgt.

Was uns zur FSSPX (Piusbruderschaft) führt

Am anderen Ende des Spektrums haben wir den Traditionalismus; Leute, die Bergoglio NICHT in seine NeuFranziskanischeEineWeltReligion folgen wollen. Satan hat aber auch für sie das Schachspiel arrangiert: Die FSSPX hat Verhandlungen mit Gegenpapst Bergoglio begonnen.

Halten wir einen Moment inne: Piusbrüder, seht ihr das Problem hier? Ihr verhandelt euren Status MIT EINEM GEGENPAPST. Wie kann das jemals zu guten Früchten für euch, die Kirche oder irgendjemand führen? Wiederum sind wir bei der substanziellen Frage, der wirklich wahren Prämisse. Diese Verhandlungen basieren auf der falschen Voraussetzung, dass ihr in gutem Glauben mit dem Stellvertreter Christi verhandelt. Bitte erlaubt euch nicht, zu glauben, dass ihr unabhängig von Bergoglio mit Pozzo und Ecclesia Dei verhandelt. Das ist die Falle Bergoglios. Es ist Bergoglio der euch kreuzweise hereinlegen wird, unabhängig davon, wie präzise und wasserdicht eure schriftlichen Verträge mit Ecclesia Dei sind. Diese Männer sind abgrundtief  böse, ohne Ehre und Scham. Schriftliche Vereinbarungen bedeuten NICHTS für sie. Sie sind für sie ein Witz, ein Werkzeug im Umgang mit Männern, die sich an “die Regeln” halten. Wenn ihr ein Übereinkommen mit dem Gegenpapst Bergoglio eingeht, wird er es umgehend widerrufen und über euch kommen wie über die Franzsikaner der Immakulata und über andere kontemplative Gemeinschaften. Wenn ihr ein Übereinkommen mit dem Gegenpapst Bergoglio ablehnt, wird er Euch einseitig zu einem Teil der NeuFranziskanischenEineWeltReligion machen und über euch kommen wie ganze Tonnen von Felsblöcken.

Warum? Sehr einfach, Satan, der hinter all dem steht, möchte, dass alle Traditionalisten SICH SELBST INS SCHISMA FÜHREN.

Bischof Fellay weiß, daß, wenn er vor dem Gegenpapst Bergoglio kapituliert, ein Großteil seiner Priester und Gläubigen DIE FSSPX VERLASSEN WERDEN UND SICH SEDISVAKANTISITSCHEN SEKTEN ANSCHLIEßEN WERDEN; DIE SCHON SCHISMATISCH SIND.

Falls Bischof Fellay die Verhandlungen mit Gegenpapst Bergoglio beendet, wird Bergoglio einseitig erklären, dass die FSSPX dazugehört und sie dazu auffordern, vor seinen Forderungen zu kapitulieren. Falls sich die FSSPX dem verweigert, wird Bergoglio erklären, dass sie im Schisma sind. Und hier wird eine Nuance des satanischen Schachspieles offenbar: Es ist ein Bluff! Sehen Sie es nicht? Bergoglio IST NICHT DER PAPST. Seine Erklärungen haben dieselbe Macht wie meine eigenen. Bergoglio hat weder die Macht, dir irgendetwas zu befehlen, noch kann er erklären, dass Sie im Schisma sind, wenn Sie seinen Häresien und Blasphemien nicht folgsen. Satan versucht die FSSPX AUSZUTRICKSEN; DAMIT SIE GLAUBT IM SCHISMA ZU SEIN; WENN SIE IN WIRKLICHKEIT NICHT IM SCHISMA IST.

Noch einmal, all das hängt davon ab, von der wahren Prämisse her zu operieren, nämlich dass Bergoglio ein Gegenpapst und Ratzinger aufgrund seines spektakulären und schweren Irrtums und Fehlers Petrus ist. Und falls es ein Trost ist, sowohl für die FSSPX als auch für euch die Sie das hier lesen, meine römischen Kontakte versichern mir, dass öffentlich innerhalb der Kurie darüber diskutiert wird, ob Bergoglio ein Gegenpapst ist. Aber sie fürchten sich alle wegen ihrer Karriere und versichern dass “man da nichts machen kann” und “wir darauf zu warten haben, dass er stirbt”

Was sollte meiner Meinung nach der Weg für die FSSPX in der Zukunft sein? Wenn ich das äußere, weiß ich sehr gut, dass ich jeden, der das hier liest, schon verloren habe – aber es macht keine Unterschied mehr:

Die FSSPX sollte alle Verhandlungen mit Bergoglio abbrechen und öffentlich erklären, dass es eine moralische Gewißheit ist, dass Bergoglio nicht der Papst ist. Sie sollte öffentlich ihre Treue zu dem einzigen lebenden Vikar Christi Papst Benedikt XVI. bekunden.

Ratzinger wird niemals irgend etwas – im guten oder im schlechten – für die FSSPX tun, weil er es zurückweist, seine Verantwortung als Papst auszuüben. Weiterhin wird es klar werden, dass die FSSPX KEINERLEI Aktionen, die Bergoglio gegen sie unternimmt, anerkennen wird – UND so wird die FSSPX exakt dort verbleiben, wo sie ist: innerhalb DER KIRCHE gehorsam dem Heiligen Stuhl. Und dann wird, so hoffe ich, die FSSPX wirklich ein Rettungsboot werden, bevor das alles zu Ende geht.

Noch einmal auf das verweisend, was ich weiter oben über die öffentliche Diskussion in der Römischen Kurie darüber, dass Bergoglio möglicherweise ein Gegenpapst sei, sagte und in Bezug auf deren Hilflosigkeit – vielleicht kann eine mutige Aussage der FSSPX, dass es eine moralische Gewissheit ist, dass Bergoglio Gegenpapst ist, wie ein Eisbrecher wirken – und allen anderen in der Kurie und vielleicht dem Kardinalskollegium erlauben und helfen, öffentlich diese Frage zu diskutieren.

Der Schlüssel dazu ist das private und öffentliche Beharren des Weiterentwickelns der wahren Prämisse, und  – “Butter bei die Fische” – sollte es nicht in allen kleinen und großen Dingen, die wir auch sonst tun, so sein? Zuletzt bleibt mir noch zu sagen, dass Unser Herr uns fragt, ob wir im Glauben den Sprung wagen, unsere Loyalität zu dem vielleicht schlechtesten Papst in der Geschichte der Kirche zu erklären – zu Papst Benedikt, dem XVI.

Wenn ich Verantwortung tragen würde, was ich Gott sei Dank nicht tue, wäre es das, was ich tun würde. Aus meiner konsequenten persönlichen Verantwortung heraus, – und wer will meine persönliche Situation beurteilen? – ist es das, was ich erkannt habe und weiterhin tun werde.

Ich hoffe, es hilft.

Heilige Maria Mutter Gottes, bitte für uns.

Ann Barnhardt am 12.09.2016 in: http://www.barnhardt.biz/2016/09/12/on-the-current-antipapacy-the-sspx-and-other-totally-non-inflammatory-topics/