Ann Barnhardt: Vocem Alienorum: (5 von 5) Die Stimme des Gegenpapstes Franziskus Bergoglio ist „die Stimme der Fremden“.


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Hier kommen wir zum fulminanten Finale von Vocem Alienorum, welches musikalisch sich am ehesten mit einem Finale aus Beethovens Symphonien vergleichen läßt. Welcher Mut, welche Klarheit, welches Wissen, welche Intelligenz! Eine richtige Frau und dazu noch so intelligent! Keine Quotenfrau, also, die durchgepusht wird. Es gibt sie also wirklich: die hochintelligenten Frauen! (Leider immer woanders als der Schreiber dieser Zeilen weilt, aber sei’s drumm.) Gott sei Dank dafür! Sie entkräftet wirklich fast alle möglichen Gegenargumente, welche zeigen, wie ernst sie es mit ihrem Glauben meint, welche Zweifel und Skurpeln sie selbst bekämpfen mußte und dieses so schreiben zu können, wie integer sie ist und wie vorrausschauend und realistisch sie ihre eigenen Situation beurteilt. Bravo! Schicken Sie doch der Frau ein wenig Geld. Der Schreiber dieser Zeilen hat es getan, wurde in der Tridentinischen Messe bedacht und hat es gespürt. It works for you too!

Was dies in der Praxis bedeutet

Zuerst und vor allem: Messen, in denen von dem zelebrierenden Priester im Kanon ein Gegenpapst kommemoriert wird, sind GÜLTIGE MESSEN. Die Eucharistie findet statt, das Heilige Opfer wird dargebracht.   

Weiter wurde mir ganz entschieden versichert, dass ich, wenn ich die Heilige Kommunion in einer Messe empfange, von der ich weiß, dass Bergoglio in ihr als Papst kommemoriert wurde, dies für mich KEIN Akt der Hypokrisie ist. Ich weiß, dass die Messe gültig ist. Ich weiß, dass die Eucharistie stattgefunden hat. Ich weiß, dass unser Herr begierig danach ist, im Allerheiligsten Sakrament des Altars zu mir zu kommen und ich zu Ihm, vorausgesetzt, ich bin im Stand der Gnade.

Wenn meine Haltung zu Bergoglio richtig ist – und ich glaube offensichtlich, dass sie es ist – was dies bedeutet ist, dass die Kommemoration von ihm als Papst im Kanon entweder RECHTSWIDRIG oder IRRTÜMLICH geschieht. Wir haben hierfür einen klaren historischen Präzedenzfall.  Während des Großen Abendländischen Schismas, das allein auf politische Intrige und NICHT irgendwelche Fragen der Häresie zurückzuführen ist, haben drei Männer gleichzeitig den Anspruch erhoben Papst zu sein. Einer diese Männer war der Wahre Papst, und die beiden anderen waren Gegenpäpste. Diese Gegenpäpste waren keine Gott lästernden Häretiker wie Bergoglio.  Noch einmal: die gesamte Situation war allein politischer Intrige geschuldet. Und so standen zwei Giganten der Kirche – beide Heilige und eine [davon] Kirchenlehrerin – hinter verschiedenen „Päpsten“. Dies bedeutet, dass einer dieser Heiligen sich geirrt hat und einer Recht hatte.  Welcher war der Heilige, der den wahren Papst befürwortete? Es war Katharina von Siena, Kirchenlehrerin und Laie. Wussten Sie, dass die Heilige Katharina KEINE Nonne mit Gelübden war? Sie war Dominikaner-Tertiarin (Drittorden), der die Erlaubnis gegeben worden war, den dominikanischen Habit zu tragen. Sie war Laie.

Und wer war der Heilige, einer der wahren intellektuellen Giganten der Kirche, der sich irrte und einen Gegenpapst unterstützte? Es war St. Vincent Ferrer, der Priester war und so das Heilige Messopfer viele, viele Male feierte und [dabei] einen Gegenpapst im Kanon kommemorierte.

Hier haben wir [wohl in die Heiligsprechungsakten] eine interessante Präzisierung: St. Vincent Ferrers Kommemoration eines Gegenpapstes wird nicht einmal „rechtswidrig“ genannt – sie wird „irrtümlich“ genannt.

In der Beurteilung dieser Situation [mit Bergoglio] vermute ich stark, dass der Standard [der theologischen Beurteilung] viel höher sein wird.[1]  Bergoglio ist ein offenkundig blasphemischer Häretiker.  St. Vincent Ferrer hat keinen blasphemischen Häretiker unterstützt – er unterstützte einen Mann, der so in einer politischen Intrige steckte, sodass es außerordentlich zu sagen schwierig war, wer der Wahre Papst war. Alle Informationen [Bergoglios Handlungen und Häresien], die ich oben im Überblick gegeben habe, wurden überall verbreitet und sind fast jedem Priester auf dem Planeten via Internet zugänglich – oftmals durch ein Smartphon, das fast jeder Priester auf der Erde an seiner leiblichen Hülle trägt.  Weiterhin gibt es Videoaufnahmen von vielen Häresien Bergoglios. Ich vermute, dass Rechtswidrigkeit in diesen dunklen Tagen weit mehr im Spiel ist als Irrtum.[2]

Gegenbeweise

 

Ich weiß schon viel zu gut, was die Antworten hierauf sein werden, so werde ich sie sofort beantworten, um uns allen Zeit zu sparen.

Erstens:  Ann Barnhardt ist eine durchgeknallte Konspirations-Theoretikerin, die letztendlich  “Sedisvakantistin geworden ist und die Kirche verlassen hatte”.
Ich anworte:

Ich glaube, dass Papst Benedikt XVI Ratzinger immer noch der Römische Papst ist und somit der Heilige Stuhl besetzt ist und es die ganze Zeit war, und ich bin immer noch sehr oft in der Kirche, und war heute Morgen zur Heiligen Messe und empfing die Heilige Kommunion von einem Priester einer Gemeinschaft, die 100 % in Einheit (una cum) mit dem Heiligen Stuhl ist. Gegenpapst Bergoglio wurde im Kanon kommemoriert, und ich weiß dies, nicht weil ich es gehört habe (der Kanon wird ja im ehrwürdigen Gregorianischen Ritus offensichtlich still gebetet), sondern weil ich dies eigens mit dem Priester diskutiert habe, der das heilige Messopfer darbrachte, und ich seine Haltung bezüglich Bergoglio, wie sie [wenigstens] vor 24 Stunden war, kenne.[3]

Ferner ist der Vorwurf mentaler Instabilität oder des Wirklichkeitsverlustes bezüglich meiner Person etwas, was ich nun gewohnt bin – von den allernächsten Verwandten und Angehörigen an bis zu den traurigsten unter den Internet-Combox Trollen hin,[4] und ich opfere es Unserem Herrn auf, der Sein Kreuz nach Kalvaria trägt und ertrage mit Ihm den Spott, die Beleidigungen, Vorwürfe und Verleumdungen, die er erlitt.  Wenn ich mich irre, bitte ich Gott er gebe, dass man mich korrigiert.  Wenn ich Recht habe, danke ich Gott, dass er mich mit der Wahrheit tröstet.

Bitte erinnern Sie sich auch daran, dass dies offen gesagt eine geniale “Schachstrategie ist, welche Satan geplant und durchgeführt hat, indem er dafür sorgt, dass Leute, die tatsächliche, echte „Verschwörungen“, verborgene Verbrechen und gesellschaftliche Abnormitäten offen aussprechen, sofort mit den wirklich geistig gestörten Leuten in einen Topf geworfen werden, die an solche Dinge wie Chemtrails,[5] Gestalt-wandelnde Eidechsen-Juden (shape-shifting lizard-Jews)[6], unterirdische Zivilisationen (underground civilizations)[7] und noch vielmehr jeden anderen plot device [in etwa technische Erfindungen (device), die für Handlung (plot) der Serie Star Trek erfunden wurden][8] von Star Trek glauben: die Nächste Generation glauben.[9] Ich weiß, ich werde mit diesen Leuten in einen Topf geworfen werden, und ich betrachte es, wie oben angeführte Schach-Analogie verwendent, als würde man einen Bauern, ein Pferd oder einen Springer opfern, um die Königin zu befreien. So sei es.

Zweitens: „Niemand folgt Ihnen [ihrer Überzeugung, Miss Barnhardt]. Niemand außer Ihnen sagt das, insbesondere niemand mit [einer kirchlichen, wissenschaftlichen oder anderen] Autorität.“
Ich antworte:

Wahrheit ist keine Demokratie und kein Popularitätswettbewerb.  Entweder ist Bergoglio Papst oder er ist es nicht. Meine Gedanken hierzu bestimmen nicht Bergoglios Status.  Das Einzige, was ich tue, ist meinen rationalen Intellekt der Wahrheit anzupassen.[10] Wenn Bergoglio heute nicht der Papst ist, dann ist er es niemals gewesen.  Bergoglio hat nicht [in diesem Moment] „aufgehört Papst zu sein“, als mein rational gesinnter Intellekt endgültig begriffen hat, dass er [Bergoglio] ein Gegenpapst war. Und das Selbe gilt für jeden anderen. Wenn Bergoglio [ein] Gegenpapst ist – auch wenn die gesamte menschliche Rasse, die heute lebt, einstimmig sagt, dass er der Papst ist – ist das nicht von Bedeutung.  Die ontologische Wirklichkeit befindet sich außerhalb des menschlichen Geistes – ganz egal, wie viele [menschliche] Geiste an eine bestimmte Aussage glauben mögen.[11] Und in diesem Fall sprechen wir von einer übernatürlichen Wirklichkeit.

Drittens: „Sie werden dafür widrige Konsequenzen zu erleiden haben.”

Ich antworte: Fiat mihi secundum verbum tuum. Mir geschehe nach Deinem Wort.

“Ann, Ihre Spenden werden versiegen! Sie sind jetzt schon in einer prekären finanziellen Situation, Sie können nicht den gänzlichen Wegfall von Cash Flow [geschäftsnotwendigen Barmittel] riskieren!”

 

Fiat mihi secundum verbum tuum.

“Ann, Sie werden den größten Teil Ihres Publikums verlieren! All das Gute, das Sie in Sachen Erziehung und Bildung geleistet haben, wird verloren gehen, weil die Leute Ihnen nicht mehr zuhören und [Ihre Schriften] nicht mehr lesen werden! Sie zerstören gerade die Glaubwürdigkeit, die Sie hatten, weil niemand sonst öffentlich sagt oder sagen wird, dass Bergoglio ein Gegenpapst ist!”

Fiat mihi secundum verbum tuum.

“Ann, Sie werden dadurch Ihre Freunde verlieren!”

Fiat mihi secundum verbum tuum.

“Ann, Sie werden dadurch Einnahme fördernde geschäftliche Beziehungen verlieren!”

Fiat mihi secundum verbum tuum.

“Ann, Sie müssen vielleicht wieder umziehen, weil niemand Sie in der Pfarrei haben möchte! Sie sind Gift!”

Fiat mihi secundum verbum tuum.

Und so, in der Hoffnung, dass dies den zahllosen Menschen helfen wird, die nun und in Zukunft über Gegenpapst Bergoglio schockiert sein werden, und die nach Indizien suchen und sich einfach nicht erklären können, wie es sein kann, dass seine Häresien und Blasphemien vielleicht [doch] mit der übernatürlichen Wirklichkeit des Heiligen Stuhls[12] möglicherweise in Übereinstimmung gebracht werden können, biete ich die einfache Antwort an, die jede Frage beantwortet, jede Verwirrung klärt und jedes Eklat eliminiert:

Jorge Bergoglio ist jetzt nicht und war niemals der Vikar Jesu Christi auf Erden. Jorge Bergoglio ist ein Gegenpapst, und Papst Benedict XVI Ratzinger ist der wahre und einzige heute lebende Römische Papst und wird es bleiben bis zu seinem Tod oder seinem gültigen Rücktritt.

Ich möchte mit dem heutigen Kommunionvers schließen, Fünfter Sonntag nach Pfingsten, Psalm 27/26, 4:

“Eins nur erfleh ich vom Herrn,

Nach dem nur verlangt mich:

Zu wohnen im Hause des HerrnAlle meine Lebenstage, …” (Henne/Rösch)

St. Athanasius, bitte für uns.

St. Katharina von Siena, bitte für uns.

St. Vincent Ferrer, bitte für uns.

Ann Barnhardt19. Juni, ARSH 2016

Anmerkung der Redaktion von Tradition und Glauben:

Wer sich vor Begeisterung über soviel Mut und Präzision nicht halten kann, kann hier Ann Barnhardt Geld spenden. Sie soll doch wissen, dass Deutschland, Österrich und die Schweiz nicht nur die „Kirchensteuermafia“ kennzeichnet, sondern es auch hier Katholiken gibt und auch unsere anderen deutschsprachigen Leser Großmut zeigen können. (Nein, wir haben mit Ann Barnhardt keinen „Rückversicherungsvertrag“. Das Geld landet tatsächlich bei ihr, nicht bei uns. Wir tun es tatsächlich völlig uneingennützig.)

[1] Die Autorin will wohl damit sagen, dass man heutzutage nicht objektiv bezüglich des vermeintlichen Antipapstes Bergoglio so irren kann, wie es im Abendländischen Schisma der Fall war. Und einen Häretiker zu kommemorieren ist etwas als einen Gegenpapst im guten Glauben zu kommemorieren.

[2] Ann Barnhardt will damit sagen, dass die Priester durch die Informationsgesellschaft wirklich wissen, dass Papst Bergoglio ein Häretiker ist und sich durch ein Unwissen im Sinne der unüberwindlicher Ignoranz (ignorantia invicibilis) nicht entschuldigen können.

[3] Sie meint damit, dass sich die Haltung dieses Priesters theoretisch in der Zukunft ändern kann, als er aber dieses konkrete Messopfer darbrachte, war er una cum.

[4] Zum Verständnis, was ein Combox Troll ist siehe: http://torontocatholicwitness.blogspot.de/2015/08/rejecting-churchs-teaching-guide-for.html http://ncrdev.registerticket.com/daily-news/trusting-the-lord-in-difficult-circumstances-st.-auggie-on-the-combox-troll/  Es handelt sich wohl um Menschen, die anonym Schmähpostings schreiben. Wir sind von ihnen größtenteils verschont worden.

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Chemtrail

[6] https://www.youtube.com/results?search_query=shape+shifting+lizard

[7] https://www.youtube.com/results?search_query=underground+civilizations

[8] Es gibt wirklich Menschen, ich kenne persönlich auch einen Theologen, die glauben, dass die Serie Star Trek die ultimative Antwort auf alle Probleme der Menschheit ist und dass in dieser Serie kodiert sehr viele Probleme, auch religiöser Art, angesprochen und gelöst werden. Man glaubt auch, dass Star Trek eine kodierte Zukunftsvoraussage ist und dass viele Geräte (devices), die jetzt für uns normal sind, wie z.B. das Handy, zuerst in der Handlung (plot) der Serie Star Trek erfunden wurden.

[9] Sie glauben also, dass diese Geräte, die in Star Trek Next Generation vorkommen, in der Zukunft unser Leben prägen werden. Das wir sich aber der Drehbuchschreiber und der Requisiteur freuen!

[10] Sie bezieht sich hier auf die klassische, aristotelisch-thomistische Definition der Wahrheit: Wahrheit ist die Anpassung des Intellekts an das Ding (veritas est adaequatio intellectus et rei).

[11] Eine sehr schöne realistisch-seins-metaphysische Haltung, von welcher man im kantisch verunreinigten Sprachraum nur träumen kann. Ach, Amerika ……

[12] Sie meint hier die übernatürliche Standesgnade für einen gültigen Papst, welche ihn vom Irrtum, auch im ordentlichen Lehramt bewahrt.

Ann Barnhardt: Vocem Alienorum: (4 von 5) Die Stimme des Gegenpapstes Franziskus Bergoglio ist „die Stimme der Fremden“.


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Der nächste Teil des Aufsatzes von Ann Barnhardt besticht wieder durch stringente Argumente und Rationalität. Nein, sie ist keine heimgesuchte Privatoffenbarungen-Gläubige, liebe Frau Küble, falls Sie uns jetzt lesen. Vor langer Zeit als der Schreiber dieser Zeilen leider sündiger als jetzt lebte, wenig geistiges Leben pflegte und natürlich sehr nachkonziliar, modern, dialogbereit und weltoffen war (in Deutschland wäre er immer noch ein Neokonservativer gewesen), als ihn also mehr oder weniger der Stallgeruch der Verdorbenheit auszeichnete, durch den er auch durch sein Theologiestudium, zuerst intellektuell, gekommen ist, denn so wollte man die Menschen erziehen, in dieser weit entfernten Zeit also, da genoß er wirklich das uneingeschränkte Vertrauen vieler auch hochgestellten Kleriker, welche in seiner Gegenwart oder auch mit ihm über die sog. „Frömmler“, „Katholen“, „Rosenzkranz betende Mütterchen im Kopftuch“ und andere Erscheinungen dieser Art (Traditionalisten gab es damals in seiner Umgebung nicht) sprachen. Sie haben wirklich keine Ahnung, liebe Leserinnen und Leser, es sei den Sie sind selbst ein Geistlicher, wie sehr uns diese Leute verachten, verabscheuen und hassen. Wie despektierlich diese Priester, aber auch manche theologisch „gebildeten“ Laien, über diese rechtschaffenen Gläubigen sprachen,

„denen man jeden Sch… andrehen kann, die tatsächlich alles glauben, wenn man sie richtig zu nehmen weiß“.

Ja, ja in diesen Worten oder noch vulgärer. Es ist eine tiefe Verachtung, mit Abscheu, Ironie und Mitleid verbunden, zusammen mit dem Willen „diese armen Menschen“ noch zusätzlich zu pervertieren. Sehr oft bei Theologieprofessoren vorhanden, welche vorhaben den bisherigen Jugendglauben „aufzubrechen“, was im Klartext zu zerstören, bedeutet. Diesem Zweck dient leider das Theologiestudium, nicht nur in Deutschland, dass keinem der Studenten es geistlich besser gehen soll, als dem Professor selbst. Und die guten Gläubigen glauben den Hirten folgen zu müssen, „weil es der Priester so sagt“. Der Priester kann auch Unsinn sagen und völlig heillos pervertiert sein und zwar nicht nur sexuell. Natürlich ist es eine gute Grundeinstellung den Vorgesetzten zu glauben und bei den Katholiken sind die Vorgesetzten die Geistlichen. Man kann sich auch nicht im Selbststudium die ganze Theologie fehlerfrei aneignen. Aber wir haben zurzeit, was wir haben. Deswegen führen wir diesen Blog, um ein wenig katholisches Glaubenswissen als Selbstschutz zu vermitteln, damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht ahnungslos in die Hände der reißenden Wölfe fallen.

Mit welcher Autorität maße ich mir an, Bergoglio zu beschuldigen?

Ich habe diesen Artikel “Vocem Alienorum” [die Stimme der Anderen] genannt, das aus Johannes 10 stammt, wo die Rede vom Guten Hirten ist:

„Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer nicht durch die Tür in den Schafstall eintritt, sondern anderswo einsteigt, ist ein Dieb und Räuber. Wer aber durch die Tür eintritt, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme. Er ruft Seine Schafe mit Namen und führt sie heraus. Hat Er alle, die Ihm gehören, herausgelassen, so geht Er vor ihnen her, und die Schafe folgen Ihm, weil sie Seine Stimme kennen. Einem Fremden dagegen folgen sie nicht, weil sie die Stimme der Fremden (vocem alienorum) nicht kennen.“

Dieses Gleichnis trug ihnen Jesus vor. Aber sie verstanden nicht, was Er damit sagen wollte. Jesus fuhr dann fort: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor Mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür. Wer durch Mich eintritt, wird gerettet, er wird aus- und eingehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu morden und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Ich bin der Gute Hirt. Der Gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und zersprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der Gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für die Schafe. Johannes 10, 1-15, (Henne Rösch)

Die Auffassung, dass wir Laien – die Schafe – NICHT zuhören und unterscheiden sollen, wessen Stimme es ist, die wir hören, zeugt von einer erbärmlichen Geistesstörung. Die Auffassung, dass  wir Laien – die Schafe – sitzen bleiben sollen und auf die Mietlinge warten – das sind sozusagen die heutigen glaubenslosen und verweiblichten Kleriker und Prälaten – damit die UNS SAGEN, dass die lügenden, zischenden Häresien und Blasphemien, die wir hören, tatsächlich die Worte eines Wolfes sind bevor wir reagieren, ist ganz klar widerlegt von Unserem Heiland.  Weiter ist der Gedanke, dass wir Schafe willentlich den Unglauben außer Kraft setzen sollten, und einem WOLF folgen, wenn die Mietlinge uns sagen, dass wir dies tun sollen, ist – ich sage es noch einmal – eine absolut irrationale und offensichtliche Absurdität, die von Unserem Herrn und Heiland in den Evangelien explizit widerlegt wird.

Wir Laien, die Schafe, müssen zuhören und unterscheiden. Wenn wir die Stimme Satans hören und ihr folgen, werden wir dafür die Verantwortung tragen, weil wir alleine, als Individuen, vor Jesus Christus stehen werden bei unserem persönlichen Gericht. Die Mietlinge zu beschuldigen wird keine Entschuldigung sein.  Es ist mittlerweile mehr als klar, dass dem häretischen, blasphemischen Bergoglio zu folgen bedeutet, sich von der süßen Stimme Unseres Erlösers abzuwenden und stattdessen einem Wolf zu folgen.

An diesem Punkt ist es auch sehr lehrreich, das erste Kapitel des Galaterbriefes wieder [einmal] zu lesen.  Der Heilige Paulus könnte diese Warnung in keine stärkeren Worte gefasst haben. Der Text spricht für sich selbst:

Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als jenes, das wir euch verkündet haben: er sei verflucht! Wie wir es schon früher gesagt haben, so wiederhole ich es jetzt: Wenn jemand euch ein anderes Evangelium verkündet als jenes, das ihr empfangen habt: er sei verflucht!
-Galater 1, 8-9 (Henne/Rösch)

Wer bin ich, dass ich richte?

WER MUSS ICH SEIN?

Bergoglios mentale Fitness

Der Gedanke, dass Bergoglio “non compos mentis” [nicht zurechnungsfähig] sei, ist eine Fantasie. Er widerspricht sich selbst, weil in seinem bösen, verzwickten Geist, Widerspruch nicht nur unproblematisch ist, es ist ein wertvolles taktisches Instrument um irrezuführen, durcheinander zu bringen, zu verdunkeln und so-genannte „glaubhafte Abstreitbarkeit”[1] zu schaffen.  Bergoglio hat offen bekundet, dass er Chaos will, er sucht und begünstigt Chaos.  Widersprüchlichkeit ist ein Schlüsselelement von Chaos.

Bergoglio sagt, dass er sich nicht an Dinge erinnert, wenn ihm bestimmte Fragen gestellt werden.  Was Fragen bezüglich seiner Dokumente betrifft, erinnert er sich wirklich NICHT an Einzelheiten des Textes, weil ER DIE TEXTE NICHT GESCHRIEBEN HAT.  Er hat sie an Ghostwriter abgegeben, die Mitverschworene seiner bösen Ideologie sind. Bergoglio ist wenig bis gar nicht vertraut mit den Fußnoten in Amoris Laetitia.  Zu anderen Gelegenheiten behauptet er, sich nicht an Dinge zu erinnern, weil er ein Lügner ist. Es ist wirklich so beschränkt-einfältig. Dieser Mann steht seit Jahrzehnten mit Jesus Christus und Seiner Heiligen Kirche auf Kriegsfuß. Seine Aktionen Senilität oder einer degenerativen Hirnkrankheit zuzuschreiben ist ganz einfach fromme Fantasie und nicht realistisch.

[1] Wieder ein juristischer Fachterminus vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Glaubhafte_Abstreitbarkeit

Heute am 26.08 beten wir für unsere Bischofskonferenz


1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen für die jeweilige Bischofskonferenz!

Nachdem wir theoretisch vorbereitet worden sind,[1] schreiten wir wieder zur Tat und beten das Offizium der Bußpsalmen mit der anschließenden Allerheiligenlitanei und den folgenden Gebeten für unsere Bischofskonferenzen. Abhängig vom eigenen Wohnort und der eigenen Diözese empfiehlt es sich für die eigene Bischofskonferenz zu beten, also die Deutschen für die deutsche, die Österreicher für die österreichische etc. Welche hat unser Gebet aber am meisten nötig? Wohl die deutsche, da sie die reichste und die zahlreichste ist, sowie in der ganzen Welt als die korrumpierteste Kirche gilt, welche mit Hilfe ihres Geldes, der Entwicklungshilfe (früher Mission genannt) und ihrer Stipendien (früher Theologiestudium genannt) andere Kirchen verdirbt. Ja, es stimmt leider und man kann es überall nachlesen und erfahren[2] Damit es zuerst auf der geistlichen Ebene besser wird und die Dämonen ein wenig vertrieben werden, müssen wir beten. Aber wie?

  • Auf den Knien,
  • Auf Lateinisch,
  • In einem Zug, d.h. alle vorgesehenen Gebete in einer „Session“.

Sollte jemand sich nicht ausreichend motiviert fühlen, dann möge er sich die Aussagen unserer Bischöfe nochmals durchlesen oder die Website der jeweiligen Bischofkonferenz besuchen. Sollte jemand von diesem Gebetsaufruf nicht betroffen fühlen, weil er sowieso viel zu tun hat und man solle nicht übertreiben, so verwirkt er hiermit jede Möglichkeit sich in der Zukunft über:

  • „die Amtskirche“,
  • „die Kirchensteuermafia“,
  • DBK, ÖBK und SBK
  • „die Konzilssekte“,
  • „die deuterovatikanische Sekte“
  • oder wie sie sonst genannt wird

zu beschweren, da er nicht dagegen unternommen hat. Ein kurzes und gelindes Fegefeuer scheint da ausgeschlossen zu sein.

Das konkrete Gebetsanliegen lautet: Wir bitten Gott, dass er den Bischöfen die notwendigen Gnadengaben gibt, damit sie endlich den katholischen Standpunkt in der Lehre und Moral vertreten.

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

 

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

 

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

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Buss 1

Buss 2

 

Buss 3Buss 4

Buss 5Buss 6

Und hier nochmals der Text zum Download

Sieben Bußpsalmen

Ann Barnhardt: Vocem Alienorum: (3 von 5) Die Stimme des Gegenpapstes Franziskus Bergoglio ist „die Stimme der Fremden“.


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Im weiteren Verlauf ihres Aufsatzes „zieht Ann Barnhardt vom Leder“ in einer Klarheit und Prägnanz, welche bei kaum einem Autor, von einem deutschsprachigen ganz zu schweigen, vorhanden ist. Hat Sie denn Recht? Natürlich ja. Die Litanei der Häresien lässt sich natürlich fast beliebig fortsetzen und Amoris Laetitia ist eine wahre Fundgrube. Ziemt es sich von einem katholischen Papst zu sprechen? Von einem katholischen nicht, von Jorge Bergoglio schon, der wahrscheinlich innerhalb des doch recht kurzen Pontifikats für die Zerstörung des Amtes mehr getan hat als alle Renaissance-Päpste zusammengenommen (Machtstreben, Frauengeschichten, Nepotismus). Was man auch alles Alexander VI. und Konsorten vorwerfen kann, so strebten sie doch nicht zu einer Vernichtung der institutionellen Kirche, in deren Herzen sie sich wie eine Made im Speck eingenistet hatten.  Denn ganz weltlich gesehen: keine Religion – keine Einkünfte für die Geistlichen, da man damals noch die deutsch-österreichische Kirchensteuerregelung kannte (sprich „Keine Religion, aber sehr große Einkünfte für die ungläubigen Geistlichen“). Aber Papst Franziskus hat es wirklich auf unwiederbringliche Zerstörung der Kirche, wie durch die Blume Kardinal Maradiaga sagte, abgesehen. Niemand stellt sich ihm entgegen, weil:

  • die Prälaten seine Sicht der Dinge teilen,
  • die Prälaten ungläubig sind und ihre Ruhe haben wollen,
  • die Prälaten an ihre eigene Karriere, komme, was wolle, denken,
  • die Prälaten zu feige sind,
  • die Prälaten es „aussitzen“ wollen, was eine angeblich aktive Form der Faulheit ist.

Und woher kommt es? Weil man in der nachkonziliaren Zeit die falschen bis an die Spitze der Kirche befördert hat.

„Aber früher waren die Geistlichen mehrheitlich auch keine großen Kirchenlichter“,

kann man anfügen. Das stimmt, aber das ganze System war intellektuell mehr oder weniger intakt, wenn man sich natürlich daran hielt. Wenn sie in einer gut organisierten Firma auch Deppen einstellen, sie richtig schulen und beaufsichtigen, dann können sie wirklich wenig falsch machen.  Aber wenigstens seit dem Durcheinander der Nouvelle Theologie ab den 1930-gern und natürlich durch und nach dem Konzil geriet das „katholische System“ zuerst doktrinell und dann moralisch aus den Fugen. Im einem dermaßen korrupten System wie dem der jetzigen Kirche und leider zwar überall auf der Welt, kann sogar ein überdurchschnittlicher Mensch kaum bestehen, von den durchschnittlichen ganz zu schweigen. Wenn Sie in der Amtskirche 

  • Theologie studieren, so erhalten sie ein höchst widersprüchliches Gesamtbild, dass mit Agnostizismus oder Atheismus endet,
  • wenn Sie dennoch zum Priester geweiht oder anders als Theologe bei der Kirche angestellt werden und ein Mindestmaß an sensus fidei besitzen, dann sehen sie, wie überall und permanent gegen den Rest der kirchlichen Lehre, den Sie noch kennen, verstoßen wird,
  • Sie verleugnen entweder ihre Frömmigkeit und Ansichten und lügen,
  • oder Sie treiben es wie alle, leben in Todsünde (nicht nur sexueller, sondern vor allem intellektueller Natur) und lügen, während
  • Sie eine verklausurierte „sowohl-als-auch-jedoch-aber-wenn-rettet-die Wale/Flüchtlinge-wir-haben-uns-alle-lieb“-Theologie konstruieren.

Wenn man aber ständig lügt und sich verstellt, dann kann man am Ende auch keinen reinen Wein der reinen Lehre einschenken. Wenn Sie zu Piusbruderschaft gehen, dann haben Sie andere Probleme, die wir jetzt nicht besprechen werden. Ebenso bei den Ecclesia Dei Gemeinschaften, die wir am wenigsten kennen. Aber diese beiden Gruppierungen zählen wirklich jetzt nicht, um den Papst vom Thron zu stoßen. Da muss man schon wenigstens ein Bischof der Amtskirche sein, um etwas zu bewegen und natürlich riskieren zu können. Ann Barnhardt hat diese Probleme nicht, lebt ein frugales von Spenden und kann so reden, „wie ihr der Schnabel gewachsen ist“. Falls Ihnen Ihr Text, den wir nur übersetzen und ein wenig kommentieren gefallen hat, dann können Sie Ihr etwas spenden, natürlich die theologischen Hitergründe des Almosen-Gebens berücksichtigend. Dann haben Sie etwas geistig davon und Ann Barnhardt, finanziell diesmal, auch.

Die „Wahl“ Bergoglios

Die Spur von Brotkrumen geht weiter, wenn wir auf das Konklave und die „Wahl“ von Bergoglio im März ARSH 2013 schauen. Im September von ARSH 2015, enthüllte Kardinal Daneels, ein notorischer belgischer Pro-Sodomit und Beschützer von inzestuösen Pädophilen, der einer von Bergoglios Top-Leutnants ist, öffentlich und stolz die Existenz einer „Mafia“ – das ist sein Ausdruck – die sich selbst die St. Gallen Mafia nennt.  Dies ist eine Gruppe von Kardinälen, deren Agenda es war die Opposition zu Josef Ratzingers/Papst Benedikt XVI zu bilden.  Daneels gab fröhlich zu, dass diese St. Gallen Mafia offenkundig außerhalb des Konklaves Wahlkampf und Kampagne für Jorge Begoglios Ernennung zum „Papst“ betrieb, und dass dieser, einmal zum Papst ernannt, die Kirche radikal und dauerhaft verändern würde.

Dies ist ein Exkommunikation würdiges Vergehen nach keinem anderen als nach Papst Johannes Pauls II. Dokument Universi Dominici Gregis.  Während dies alleine nicht zur Ungültigkeit einer Wahl auszureichen scheint, in Verbindung aber mit den anderen Beweisketten, fügt es sich [doch zu] dem gesamten Datensatz an Indizien zusammen, dass etwas schrecklich, schrecklich falsch ist, und dass eine satanische Korruption an den aller-, allerhöchsten Stellen im Vatikan am Werk vorhanden ist, welche sich besonders um eben die Person von Jorge Bergoglio fokussiert.

Bergoglios Litanei der Häresien

 

Um der Kürze willen verweise ich Sie auf die Seite DenzingerBergoglio.com, wo es inzwischen bis zu 134 Artikel über Äußerungen von Bergoglio gibt, die nach Häresie schmecken – und dieses Kompendium ist beklagenswert unvollständig. Aber, lassen Sie uns nur ein wenig umsehen und uns fragen: „Wessen Stimme höre ich? Ist dies die Stimme Jesu Christi, des Guten Hirten, oder ist es die Stimme der Schlange?”

Wenn Bergoglio sagt, dass Seelen, welche die selige Anschauung Gottes nicht erreichen, ausgelöscht werden, höre ich NICHT die Stimme Jesu Christi. Ich höre die Stimme Satans.

Wenn Bergoglio sagt, dass „der Geist“ ihm mitteilt, dass die Worte Jesu Christi nichtig seien, und dass das Festhalten an den Worten des allmächtigen [als Gott] Christus  bedeute, „dem Geist zu widerstehen“ – das bedeutet, dass die Zweite und Dritte Person der Dreieinen Gottheit im Widerspruch zueinander stehen -, höre ich nicht die Stimme Jesu Christi, des Guten Hirten.  Ich höre die Stimme eines Gotteslästerers.

Wenn Bergoglio sagt, dass die Selige Jungfrau Maria vielleicht, als sie am Fuß des Kreuzes stand,  Gott beschuldigte, sie zu täuschen, höre ich nicht die Stimme Jesu Christi, des Guten Hirten, ich höre die Stimme des Teufels.

Wenn Bergoglio sagt, dass fromme Katholiken “Anhänger der Wahrsagerei“ und „Götzendiener“ sind – das sind Verstöße gegen das Erste Gebot – höre ich nicht die Stimme Jesu Christi, des Guten Hirten.  Ich höre die Stimme Satans.

Wenn Bergoglio sagt, dass Gott Todsünde beabsichtigt , höre ich nicht die Stimme Jesu Christi, des guten Hirten. Ich höre die Stimme der Schlange.

Wenn Bergoglio sagt, dass “die überwiegende Mehrheit” sakramentaler Ehen nichtig seien, und dass unverheiratete, zusammenlebende Paare „eine echte Ehe“ führen mit „der Gnade einer echten Ehe“, höre ich nicht die Stimme Jesu Christi, des Guten Hirten, ich höre die Stimme eines gefräßigen Wolfes.

Wenn Bergoglio den Großen Auftrag, das Evangelium zu verbreiten und alle Nationen zu taufen, mit dem islamischen Jihad gleichsetzt, höre ich nicht die Stimme Jesu Christi, des Guten Hirten, ich höre die Stimme eines Antichrist.

 

Tridentinische Messe für alle Wohltäter am 19.09 um 6.30.


Le Barroux Msza

 

Dank der Großzügigkeit der Leser unserer beiden Blogs konnten wir die erste Hl. Messe in der traditionellen Abtei Le Barroux für 17 € bestellen, welche am Montag den 19. September um 6.30 für die Redaktion und aller Mitarbeiter der beiden Blogs, sowie für alle Wohltäter in Vetus Ordo zelebriert werden wird.

Weil die Tridentinische Messe ein Bonus unserer Redaktion für alle Paypal-Spender ist, so muss man, falls man als Wohltäter in dieser Messe erwähnt werden will, etwas bis zum 7 September spenden.  Warum gerade bis zum 7.09?

  • Wir haben das Paypal-Konto für die polnische Seite am 5.08. 2016, für die deutschsprachige am 7.08.2016 bekannt gegeben
  • Wir möchten jeden Monat eine Messe in Le Barroux bestellen, falls sich die Mittel dafür finden, also wenn mindestens 17 € im Monat zusammenkommen.
  • Wir wollen daher die August-Liste am 7. September schließen, weil die August-Messe, die in September zelebriert werden wird, alle Spenden von 7.08.2016 für beide Blogs berücksichtigen wird.
  • Von 8.09 beginnen wir die Sammlung für den nächsten Monat, welche wir bis zum  8.10 für die Septembermesse sammeln werden, die in Oktober zelebriert werden wird, falls sich Geld einfindet.
  • Am 7. September werden wir die Liste aller Spender, mit Initialen und Land, ohne Betrag vorstellen, z.B. Herr J.M aus Schweden.
  • Diese Liste mit vollen Namen werden wir nach Le Barroux mailen, damit auch alle ordentlich bei der Messe genannt werden können.

Le Barroux massWenn jemand also bei der nächsten Messe berücksichtigt werden möchte, dann möge er oder sie bis zum 5.09 lub 6.09 etwas spenden, sollte er später spenden, dann wird er bei der nächsten Messe berücksichtigt werden, falls diese stattfinden wird.  Es ist möglich, dass dieses System noch verbessert werden wird, denn wir fangen erst an. Es warten ein paar, nennen wir es „seelsorgerliche“ Reise und auch ein neuer Bücherkauf (z.B. das letzte Interview-Buch mit Benedikt XVI) steht vor uns, so können wir das Geld gut gebrauchen und jeder Betrag wird gerne gesehen. Man kann sich den kommenden Messe-Termin vormerken und schauen, ob man was spürt.

Allen Spendern danken wir jetzt schon für ihre Großzügigkeit. Vergelt’s Gott!

24. August – das Fest des Hl. Bartholomäus


Bartholomäus

Heute feiert die Kirche, sowohl im neuen als auch im alten liturgischen Kalender das Fest des hl. Bartholomäus, welcher in Armenien das Martyrium dadurch erlitt, dass er bei lebendigem Leibe gehäutet wurde, ihm wurde also die Haut abgezogen und danach wurde er durch das Schwert hingerichtet.[1] Das Enthäuten oder „das Schinden“ war eine Strafe, welche vornehmlich im Orient praktiziert wurde und natürlich nicht nur Christen betraf, so ließ der Perserkönig  Schapur I. den römischen Kaiser und Christenverfolger Valerian (gest. 260) schinden, was nicht ohne eine gewisse Genugtuung der Kirchenschriftsteller und Theologe Laktanz (De mortibus persecutorum 5.6) berichtet. Man muss also fairerweise sagen, dass der hl. Bartholomäus nicht der einzige war, der diesen Tod erlitten hatte, man muss auch fairerweise sagen, dass es noch nicht der Islam war, den es am Ende des ersten Jahrhunderts noch nicht gab. Dennoch singt Osmin in seiner letzten Arie aus Mozarts Entführung aus dem Serail:

„Erst geköpft, dann gehangen,

Dann gespießt auf heiße Stangen,

Dann verbrannt, dann gebunden

Und getaucht, zuletzt geschunden!“

(Dritter Akt, Die Arie: „Ach, wie will ich triumphieren“)

Bartholomäus MichelangeloFalls diese Oper nicht aus Gründen der Political-Correctness verboten wird, weil man durchaus diskutieren kann, ob sie islamfreundlich oder islamfeindlich sei, Bassa ist ja der Gutmensch, so zeigt sie doch, die immerwährende Grausamkeit des Islams, der sehr viele orientalische Strafen gleich inkardinierte. Der hl. Bartholomäus wurde als bei lebendigem Leibe geschunden und wir beschweren uns, dass es uns zwickt und zwackt, meine Damen und Herren! Wie wehleidig wir doch werden, wenn wir keine Vergleichsmöglichkeiten haben. Als der Schreiber dieser Zeilen sein Abendteuer mit den vorkonziliaren Brevieren begann, so hat er sich am Anfang ein wenig dagegen gesträubt, das Martylologium Romanum, also die Heiligen-und Märtyrerakten, zu lesen, welche im Chor, wenn man gemeinsam betet, gelesen werden. Warum hatte er sich gesträubt? Weil es so grausam ist, es ist wirklich „erst geköpft, dann gehangen“, aber diesmal in Echt, zuerst gemartert und dann geköpft, als nichts mehr ging. Mit so viel Tod und Leiden ist die Glaubensverbreitung einhergegangen, welche wir nach der Lehre des Vaticanum II hätten unterlassen sollen, da jeder Heide und Atheist ein „anonymer Christ“ nach Rahner sei und die Kirche Christi, welche nach Ratzinger nicht mit der Katholischen Kirche identisch sei, auch in den heidnischen Religionen anwesend ist. Ratzinger sagte wörtlich in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von 22 September 2000 zu Dominus Deus Folgendes:

„Als die Konzilsväter das von Pius XII gebrauchte Wort ‚ist‘ durch ‚subsistit‘ ersetzten, hatte dies einen sehr genauen Sinn. Der Begriff ‚ist‘ (sein) ist weiter als der Begriff ‚subsistieren‘. Subsistieren ist eine bestimmte Weise des Seins, nämlich Sein als eigenes in sich stehendes Subjekt. So wollten die Väter sagen: Das Sein der Kirche als solches reicht viel weiter als die römisch-katholische Kirche, aber in ihr hat sie in einzigartiger Weise den Charakter eines eigenen Seins“.[2]

Es scheint also nach Ratzinger so auszusehen, dass wir uns zwei Kreise oder Ellipsen vorstellen sollen, bei welchen die äußere die Kirche Christi, die innere die Katholische Kirche darstellt. Sie sind also nicht deckungsgleich, sondern die äußere umfasst eine größere Fläche als die katholische Kirche. Diese Aussage Ratzingers widerspricht jedoch dem ganzen vorkonziliaren Lehramt, welches die Kirche Christi mit der katholischen Kirche identifizierte, was beispielsweise Humani Generis 27 und Mystici Corporis von Pius XII auf den Punkt bringen:

„Einige halten sich nicht gebunden an die vor einigen Jahren in einem Rundschreiben erklärte Lehre, die sich auf die Quellen der ”Offenbarung” stützt und erklärt, dass der geheimnisvolle Leib Christi und die Römische katholische Kirche ein und dasselbe seien[6].“[3] (Humani Generis, 27)

„Bei einer Wesenserklärung dieser wahren Kirche Christi, welche die heilige, katholische, apostolische, römische Kirche ist (ibidem, Const. de fid. cath., cap. 1.), kann nichts Vornehmeres und Vorzüglicheres, nichts Göttlicheres gefunden werden als jener Ausdruck, womit sie als „der mystische Leib Jesu Christi“ bezeichnet wird. Dieser Name ergibt sich und erblüht gleichsam aus dem, was in der Heiligen Schrift und in den Schriften der heiligen Väter häufig darüber vorgebracht wird.

Daß die Kirche ein Leib ist, sagen die Heiligen Bücher des öfteren. „Christus ist das Haupt des Leibes der Kirche“ (Kol. 1, 18.). Wenn aber die Kirche ein Leib ist, so muß sie etwas Einziges und Unteilbares sein nach dem Worte des heiligen Paulus: „Viele zwar, bilden wir doch nur einen Leib in Christus“ (Röm. 12, 5.). Doch nicht bloß etwas Einziges und Unteilbares muß sie sein, sondern auch etwas Greifbares und Sichtbares, wie Unser Vorgänger sel. Anged. Leo XIII. in seinem Rundschreiben Satis cognitum feststellt: „Deshalb, weil sie ein Leib ist, wird die Kirche mit den Augen wahrgenommen“ (A. S. S., XXVIII, p. 710.). Infolgedessen weicht von der göttlichen Wahrheit ab, wer die Kirche so darstellt, als ob sie weder erfaßt noch gesehen werden könnte; als ob sie, wie man behauptet, nur etwas „Pneumatisches“ wäre, wodurch viele christliche Gemeinschaften, obgleich voneinander im Glauben getrennt, doch durch ein unsichtbares Band untereinander vereint wären.“ (Mystici Corporis)[4]

Wir beschränken uns hier auf diese zwei Zitate, aber die Aussage des ehemaligen Präfekten der Glaubenskongregation ist leider häretisch, im Sinne einer sententia haeretica, weil er direkt einer dogmatischen Aussage widerspricht.

Wenn also:

  1. Die katholische Kirche mit dem Mystischen Leib Christi, sprich mit der Kirche Christi, identisch sei, dann
  2. kann es keine Kirche Christi außerhalb der katholischen Kirche geben.

Dies ist die offizielle Ekklesiologie zum zum Vat. II und deswegen ist die Aussage von Kardinal Ratzinger:

„Das Sein der Kirche als solches reicht viel weiter als die römisch-katholische Kirche […]“

schlichtweg falsch.

Wenn aber sie richtig wäre, dann wäre nicht nur Bartholomäus umsonst gehäutet worden, weil die Armenier durch die „guten und wertvollen Elemente“ ihrer heidnischen Religion oder wie auch immer es Vat. II formuliert, gerettet worden wären, sondern Christus hätte völlig umsonst gelebt, wäre unsonst gestorben und auferstanden, denn die Juden brauchten nicht missioniert zu werden, auch Gott hätte sich völlig umsonst offenbart, da jeder seinem Gewissen und zwar dem völlig losgelöst subjektiven nach Amoris Laetitia, hätte folgen können. Es hätte eigentlich nach der Ekklesiologie des Vat. II keinen Gott geben sollen oder können, da Gott als Gott, mit all seinen scholastischen Attributen, bei diesem ekklesiologischen Konzept eigentlich nur stört. Denn entweder gilt die zweiwertige Logik oder sie gilt nicht. Entweder haben all die Christen- und Heiligengenerationen vor Vat. II geirrt oder wir, die nachkonziliar denken Katholiken, irren alle jetzt. Tertium non datur! Denn die logische und metaphysische Wahrheit verändert sich im Lauf der Zeit nicht, von falsch zu richtig und umgekehrt, obwohl Ihnen die übergewichtige Pastoralreferentin mit dem Batisttuch sagt, wie sie es gelernt hat:

„Das galt damals für damalige Zeiten und das gilt jetzt für unsere Zeiten“,

was völliger Humbug ist, wenn es gilt, dann gilt es immer, wir können nur irren, aber der logische oder metaphysische Wahrheitsgehalt von 2+2=4 verändert sich nicht.

Warum haben denn die „Liturgiereformer“ die Prim liquidiert, sowie die Notwendigkeit das Martyrologium zu lesen auch. Damit wir alle nicht erfahren, was Glaubenszeugnis wirklich bedeutet und wie viel es die vorigen Generationen gekostet hatte die wahre Lehre Christi auf der Welt zu verbreiten. Bei lebendigem Leib gehäutet, liebe Leserinnen und Leser! Aber all das Martyrium ist nicht verlorengegangen, denn:

  1. Der hl. Bartholomäus selbst kam als Märtyrer gleich in den Himmel.
  2. Seine Verkündigung durch das Martyrium bekräftigt, änderte die heidnisch-geistliche Atmosphäre, durch die Verbindung mit dem Kreuzopfer Christi so, das Armenien eines der ersten Königreiche war, welches das Christentum (312/313) annahm und welches, weil armenisch und nicht postkonziliar-katholisch, immer noch das Land trotz sehr vieler Verfolgungen prägt.
  3. Die Reliquien von hl. Bartholomäus kamen nach Europa und entfalten dort bis heute ihre segensreiche Wirkung, die Hirnschale liegt sogar im Frankfurter Kaiserdom, wo sie vielleicht noch ausgestellt wird oder verschämt, als „mit der Mentalität des modernen Menschen unvereinbar“, irgendwo versteckt worden ist.

Falls Sie also in Frankfurt oder in Raum Frankfurt leben, können Sie den heutigen Heiligen aufsuchen und vielleicht werden Sie etwas spüren, denn echte Reliquien senden eine tatsächlich heiligende Wirkung aus.

Heiliger Bartholomäus, bete für uns!

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Enth%C3%A4uten

[2] Zitiert nach Ferrara, Christohpher A. und Woods, Thomas E. Jr., The Great Façade. The Regime of Novelty in the Catholic Church from Vatikan II to the Francis Revolution, Angelico Press 20152, 269.

[3] http://www.stjosef.at/dokumente/humani_generis.htm

[4] http://www.theologische-links.de/downloads/oekumene/mystici_corporis.html

Ann Barnhardt: Vocem Alienorum: (2 von 5) Die Stimme des Gegenpapstes Franziskus Bergoglio ist „die Stimme der Fremden“.


Joan_of_Arc_on_horseback

Wir publizieren den zweiten Teil des Aufsatzes von Ann Barnhardt, wobei wir, wie wir hoffen, die amerikanische Brillianz mit der deutschen Gründlichkeit vermengen. Da die Autorin recht viel Bildung und Wissen überhaupt vorraussetzt, über welches sicherlich nicht alle unsere Leser verfügen, so kommentieren wir dies und das in den diesmal recht ausführlichen Fußnoten. Dieser Text wird sicherlich alle Benedikt-Fans betrüben, aber Wahrheit zählt mehr. Es ist natürlich sehr gut eine Gallionsfigur des wahren Glaubens zu haben, der man auch emotional anhängt. Für die Polen war es Johannes Paul II., für die Deutschen und die deutschsprachigen Länder wohl Benedikt XVI. Vorausgesetzt natürlich, dass diese Figuren das halten, was sie halten sollten und der Verpflichtung des Amtes gerecht werden. Wir haben leider diesbezüglich große Zweifel, denn durch JP2 wurde der Ballon des Nachkonziliarismus aufgeblasen, der unter Franziskus jetzt platzte und Benedikt hat leider erst Bergoglio möglich gemacht. Wir werden dazu sicherlich noch mehr als einmal Stellung nehmen, aber zuerst zu den Auführungen von Miss Barnhardt, die unerschrocken von der Quereinsteiger-Perspektive Offensichtliches sieht. Ihre Argumente sind nicht so leicht von der Hand zu weisen, obwohl wir eher glauben, dass Benedikt doch unter Zwang aufgrund einer „widerrechtlich eingeflößter Furcht“ (Kan. 188), also aufgrund „eingeflößter schwerer Furcht“ (vgl. Kan 1103) zurückgetreten ist. Wir werden diese These natürlich darlegen und wie wir glauben mehr Argumente dafür als dagegen vorlegen werden, also bleiben Sie uns treu und spenden Sie etwas, wenn Sie mögen, damit wir uns ungestörter dieser Aufgabe widmen können.

Der „Rücktritt“ von Papst Benedikt XVI Ratzinger

 

Am 11. Februar ARSH 2013 [Anno Reparatae Salutis Humanae– im Jahr des wiederhergestellten Heils der Menschen][1], gab Papst Benedikt XVI bekannt, dass er vom Papstamt mit Wirkung vom 28. Februar ARSH 2013 um 20 Uhr Römischer Zeit zurücktreten werde. Nach diesem „Amtsverzicht“ trug Ratzinger weiterhin die päpstliche weiße Soutane, sich selbst immer noch als „Papst Emeritus Benedikt XVI“ bezeichnend und lebte weiterhin im Vatikan.

Am 20. Mai ARSH 2016, hielt des Papstes Benedikts des XVI, also Ratzingers, persönlicher Sekretär und Vertrauter, Erzbischof Georg Gänswein, eine Rede an der Gregorianischen Universität in Rom, in welcher er detailliert Papst Benedikt XVI Ratzingers Ansicht zu  seinem Status als Papst hielt. Gänswein legte offen dar, dass Papst Benedikt XVI Ratzinger sich immer noch als Teilhaber am Petrusamt sieht, welches er durch seinen „Amtsverzicht“ durch seine „kontemplative Rolle erweitert“ sieht, während die Rolle seines Nachfolger „aktiv“ sei. Weiterhin legte er dar, dass Papst Benedikt XVI Ratzinger glaubt, dass sein Amtsverzicht „ganz anders“ sei als der von Papst Coelestin V, und dass es speziell dieser Grund ist, warum Papst Benedikt XVI NICHT zu seinem Taufnahmen zurückgekehrt sei und weiterhin die päpstliche weiße Soutane trage, während er in den Mauern des Vaticans lebt.

Der Schlüssel hierzu [d.h. zum Verständnis der Gänswein-These] liegt im Kanonischen Recht, besonders Kanon 188.

Can. 188

Ein Verzicht, der aufgrund schwerer, widerrechtlich eingeflößter Furcht, arglistiger Täuschung, eines wesentlichen Irrtums oder aufgrund von Simonie erfolgte, ist von Rechts wegen ungültig.

Der Schlüssel [zum Verständnis] hier ist der bis heute beinahe unverständliche und ignorierte Vorbehalt des „wesentlichen Irrtums“. Was könnte dies möglicherweise bedeuten? Bis jetzt wurde spekuliert, dass wenn ein Papst zurücktreten sollte, weil er irrtümlicherweise denken würde, dass er zum Beispiel, VERPFLICHTET wäre, in einem bestimmten Alter zurückzutreten, oder etwas Ähnliches [annehmen würde], dass [mit dem Ausdruck „wesentlicher Irrtum“] dies gemeint sein dürfte. Aber zu denken, dass ein Papst so unwissend sein könnte, ist in der Tat lächerlich. Nein. Jetzt wissen wir, was ein „wesentlicher Irrtum“ ist. Papst Benedikt XVI Ratzinger machte einen „wesentlichen Irrtum“ dadurch, indem er dachte, dass das Papstamt „erweitert“ werden könne – in diesem Fall in eine Doppelherrschaft verzweigt. Papst Benedikt XVI unterbreitete eine ungültige Rücktrittserklärung, nicht weil er genötigt worden wäre, sondern weil er irrtümlicherweise glaubte und weiterhin glaubt, dass er auf einmal zurücktreten und so den Weg für die Wahl eines Nachfolgers freimachen könne, selbst jedoch ein Papst bleibe – man beachte den unterlassenen Gebrauch des bestimmten Artikels „der“, sondern des unbestimmten „ein“.  Dies ist ein WESENTLICHER IRRTUM, wenn dies jemals, jemals dazu [d.h. zum Amtsverzicht unter der Annahme eines erweiterten Papstamtes] kommen sollte, und so war nach Kanon 188 Papst Benedikt XVI Ratzingers Rücktritt vom 28. Februar ARSH 2013 “von Rechts wegen ungültig”,[2] und folglich bleibt er der eine und einzige Römische Papst, ob er das nun glaubt oder mag.

Als Schlussfolgerung daraus könnte man nun argumentieren, dass seit [dem Moment] als Papst Benedikt XVI Ratzinger Bergoglio öffentlich als Papst anerkannt hatte, Ratzinger selbst ein Schisma verkündet hat, indem er einen Mann, von dem er weiß, dass er ein Gegenpast ist, als Papst anerkannt hatte. Meine Antwort hierauf ist, dass Ratzinger seinen WESENTLICHEN IRRTUM wirklich glaubt. Ratzinger glaubt wirklich – fälschlicher Weise -, dass sie BEIDE, er und Bergoglio, „Teilhaber am Petrusamt“ sind und somit NICHT glaubt, dass er die Kirche hierdurch spaltet.

Lassen Sie mich an dieser Stelle klar feststellen, dass ich in keinster Weise versuche, Papst Benedikt XVI Ratzinger als in dieser ganzen Geschichte als schuldlos oder als „den guten Kerl“ darzustellen – sein Fehler und sein Handeln waren katastrophal und haben direkt dazu geführt, dass zahllose Seelen durch den Gegenpapst Bergoglio bis in die ewige Verdammnis Ärgernis leiden werden. Papst Benedikt XVI Ratzingers Ontologie [Seinslehre][3] ist GANZ KLAR verzerrt, und rückblickend sollten wir dadurch nicht gänzlich schockiert sein, wenn man seine Aktivitäten[4] und Vereinszugehörigkeit[5] in der Hälfte des XX Jahrhunderts berücksichtigt, besonders während des fehlgeschlagenen Zweiten Vatikanischen Konzils und seine lebenslängliche Verteidigung dieses ganz klar fehlgeschlagenen Konzils. Jedoch wurde er gültig zum Papst gewählt, und hat nach Kanon 188 aus „wesentlichem Irrtum“ eine Rücktrittserklärung vorgelegt, dennoch ist immer noch der eine und einzige Römische Papst, und ich glaube nicht, dass es seine bösartige, übelwollende Absicht war, die Kirche zu spalten, oder wissentlich einen Gegenpapst zu proklamieren. Ich denke, dass Joseph Ratzinger schlicht einen der größten Fehler in der Geschichte der Kirche machte. Und er wird dafür die Verantwortung tragen.

Weiterhin gehe ich davon aus, dass in den Tagen und Wochen nach Veröffentlichung dieses Schriftstücks man mich eine „Sedisvakantistin“ nennen wird. Und wenn Sie dies sehen werden, so nehmen Sie dies als sicheren Beweis en, dass die betreffende Person entweder dieses Essay nicht gelesen hat oder unehrlich ist. Ich glaube mit Sicherheit NICHT, dass der Heilige Stuhl unbesetzt ist.  Ich glaube, dass Papst Benedikt XVI Ratzinger noch immer der Römische Papst ist, und es bleiben wird, bis er entweder stirbt oder GÜLTIG zurücktritt.

[1] Ann Barnhardt verwendet die Abkürzung ARSH, da ihr die Abkürzung A.D. zu schwach vorkommt. Vgl. http://www.barnhardt.biz/faqs/

[2] Kurze Erklärung für die Nicht-Juristen. Der Begriff „von Rechts wegen ungültig“ (ipso iure irrita est) vgl. CIC Kann. 149 § 3 spielt auf eine allgemeine Rechtsnorm an, die natürlich auch für das Kirchenrecht gilt, dass bestimmte Handlungen die nicht rechtens sind, d.h. illegal oder mit dem Buchstaben oder dem Geist des Gesetzes unvereinbar, kein gültigen im Sinne von legalen rechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen können. Wenn z.B. jemand eine Wahl fälscht und aufgrund des gefälschten Ergebnisses ins Amt kommt, dann ist diese seine Wahl „von Rechts wegen ungültig“, weil er aufgrund einer unrechtmäßigen Handlung rechtmäßige Konsequenzen, d.h. das Amt, anstrebt. Wäre es anders, so wäre der Unterschied zwischen Recht und Unrecht aufgehoben, da man durch unrechtmäßige Handlungen wie z.B. Verbrechen zu legalen Gütern kommen könnte, z.B. ich fälsche eine Unterschrift, um etwas zu Erben. Mehr zu diesen Grundsätzen findet sich hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Unwirksamkeit https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtigkeitsdogma

[3] Ann Barnhardt meint damit, dass Benedikt XVI ein falsches Realitätsverständnis besitzt.

[4] Die Autorin meint damit, dass Joseph Ratzinger einer der progressiven Konzilistheologen war und seine Rechtgläubigkeit, aus der Sicht des traditionellen Katholizismus, also der richtigen Sicht, suspekt war. So wurde z.B. seine Habilitationsschrift zum Offenbarungsbegriff bei Bonaventura von seinen Rezensenten abgelehnt. Vgl. Darstellung aus verschiedenen Perspektiven https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Offenbarungsverst%C3%A4ndnis_und_die_Geschichtstheologie_Bonaventuras#Ablehnung_und_letztliche_Annahme_als_Qualifikationsarbeit http://www.institut-papst-benedikt.de/fileadmin/user_upload/Presseschau/borMedia1067405.pdf http://www.domradio.de/nachrichten/2009-09-12/ratzingers-habilitationsschrift-nach-53-jahren-publiziert-ueberbringer-bischof-mueller-im-domradio

Der Schreiber dieser Zeilen hat diese Schrift noch nicht gelesen, nach allem aber, was er gelesen und vermutet, schien das Problem dabei im subjektiven Offenbarungsbegriff bestanden zu haben, der vom dogmatischen Offenbarungsbegriff abweicht. Kurz und knapp: Ratzinger soll sehr verklausuliert und durch die Blume behauptet zu haben, dass der Mensch nicht der „Empfänger“, sonder der „Macher“ der Offenbarung ist und sich dabei auf Bonaventura berufen zu haben, der dabei den mystischen Weg und nicht die Revelatio Divina im Sinne der katholischen Dogmatik meinte. Ratzinger schien dabei eine Versöhnung des katholischen Denkens mit dem deutschen Idealismus angestrebt zu haben und ist dabei, wie viele vor und nach ihm, gescheitert. Diese unsere Behauptung muss sicherlich noch nachgearbeitet werden, aber ganz falsch ist sie sicherlich nicht. Ein mittlerweile zu Recht verbannte Kommentatorin bei katholisches.info brachte es auf den folgenden Punkt: „Ratzinger ist immer schon ein Modernist gewesen“. Wir würden es, ohne die Lektüre aller Ratzinger-Texte dieses Urteil nicht so pauschal formulieren wollen, aber ganz unrecht ist er sicherlich nicht. Ratzinger war während des Konzils, vorher und nachher sicherlich kein über jeden Verdacht erhabener Thomist oder ein deutsche Kardinal Ottaviani oder Kardinal Siri. Wir haben bis zu seinem Rücktritt versucht seine gesamte Theologie irgendwie zum Guten zu interpretieren und das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, doch das Kind – Ratzinger – schüttete sich durch seinen Rücktritt selbst aus. Eine kleine Untersuchung: links Denzinger – rechts Ratzinger wäre sicherlich empfehlenswert, aber dies wäre ein Forschungsprojekt für viele Theologen für viele Jahre. Doch die Seite denzingerbergoglio.com gibt es mittlerweile schon. Warum denn nicht Denzinger-Roncalli, Denzinger-Wojtyla und Denzinger-Ratzinger?

[5] Zum Offenbarungsbegriff von Ratzinger schrieb der Kommentator Suarez auf katholisches.info (sein Kommentar ist dort zurzeit nicht auffindbar, daher wir kein Link angeführt) folgende Zeilen an mich. Ohne mich zu all den vorgebrachten Argumenten zurzeit sachlich, also per Zitat und Gegenzitat, äußern zu können, so glaube ich dennoch, dass Suarez allzu sehr Ratzinger weißwaschen möchte. Wie auch immer es sei, um der Objektivität Willen zitieren ich sein Kommentar:

„Lieber Tradition und Glauben,

herzlichen Dank für Ihre freundliche Bewertung meiner Gedanken zur gegenwärtigen Krise des Denkens. Ich bezog mich auf die „Dialektik der Aufklärung“ der beiden genannten Autoren. In der „Negativen Dialektik“ versucht Adorno Aufklärung als Prozess einer radikalen Kritik weiter voranzutreiben und die der Aufklärung inhärente Totalität des Positivismus als verabsolutierte Ideologie aufzubrechen. Die Dialektik ist dann eine negative Dialektik, weil sie den Relativismus in seine letzten Konsequenzen vorantreibt und so offen legt, dass die Setzungen der Aufklärung sich rational eben nicht begründen lassen. Eine positive Wahrheit sei also auf Grund der der Dialektik innewohnenden Gesetze des Denkens gar nicht möglich. Man könnte dies auf der Ebene der Abstraktion als einen theoretischen Nihilismus betrachten, der sich aber eben weigert, das Negative als letzte Konsequenz des Denkens anzuerkennen. Anders wie Horkheimer, der dem Pessimismus Schopenhauers nahe stand, sah Adorno in der Kunst, insbesondere in der Musik, noch Möglichkeiten der Erkenntnis, die über die Beschränkungen der Rationalität der Aufklärung hinauszugehen vermag. Adorno sträubte sich hartnäckig, das war wohl seiner tiefen Verwurzelung im aufklärerischen Denken geschuldet, dem Glauben also Religion dieses Erkenntnisvermögen zuzusprechen. Zwar gibt es Ansätze, in denen auch Adorno anerkennt, dass nur der Glaube in der Lage ist, eine qualitative Erkenntnis hervorzubringen, er wollte oder konnte aber diesen Gedanken nicht weiter folgen, da die Aufklärung sich ja gerade aus ihrer radikalen Entgegensetzung zur Religion definiert. Horkheimer und Adorno waren bewusst, dass die Aufklärung sich als radikale Emanzipation von Gott als die den Menschen bestimmende Macht begreift, um so den Menschen von den Fesseln des Mythos zu befreien. Dass die Aufklärung von ihren Ansatz her selbst mythologischen Charakter hat, zeigen die beiden Philosophen mit der Unerbittlichkeit abstrakter Erkenntniskategorien. Wes Kind die Aufklärung in Wahrheit ist, zeigt sich schon durch das Grauen und die Absurditäten der Französischen Revolution.

Ich habe mich intensiv in jungen Jahren mit den beiden Philosophen beschäftigt, weil in ihren Arbeiten endlich die Aufklärung selbst dem Seziermesser der Kritik unterzogen wird und sich so völlig neue Fragen hinsichtlich des Erkenntnisvermögens stellen, die von der Aufklärung bis dahin radikal unter Tabu gestellt waren.

Interessant, aber das ist dann wirklich eine doch sehr weite Ausdehnung des Themas, ist hier auch die Habilitationsschrift des jungen Ratzinger zum Offenbarungsverständnis von Bonaventura. Offenbarung hat ja immer etwas mit Erkenntnis zu tun, sie ist ja eine bestimmte Art und Weise von Erkenntnis. Bonaventura hat den Begriff der „revelatio“, also Offenbarung, nicht nur auf Gott allein, sondern in einer negativen Auslegung auch auf den Teufel bezogen. Nach Bonaventura gibt es eine „negative“ Offenbarung, in der der „perversus imitator Dei“, also der „Nachäffer“ Gottes, das Denken, respektive die Seelen der Menschen verwirrt, also göttliche Erkenntnis in ihr Gegenteil verkehrt. Diese Verzerrung der Wahrheit erfolgt durch Imitation der Macht Gottes. Es ist sozusagen die radikalste Aufforderung zur Emanzipation, die verabsolutierte Freiheit, die den Menschen an die Stelle Gottes setzt.

Wörtlich schreibt Ratzinger: Dazu ist jedoch zu beachten, dass im selben Zusammenhang auch dessen „miracula“ und der diesen zugeordneten „fides perversa“ die Rede ist, von „coetus christianus“ und „societas“ des Teufels, ja, dass endlich in fühlbarer Antithese zum „Deus Christianorum“ der Teufel als „perversus imitator Dei“ bezeichnet wird. Im Rahmen dieser „Nachäffung“ Gottes – die Geschichte dieser Vorstellung wäre eine Untersuchung wert – wird auch von den (Pseudo-) „Offenbarungen“ des Teufels geredet. So bestätigt aber am Ende gerade diese Stelle wieder die ursprüngliche Zugehörigkeit von „Offenbarung“ zu Gott und damit den ursprünglichen Sinn von „revelatio“. (Joseph Ratzinger, Offenbarung und Heilsgeschichte nach der Lehre des heiligen Bonaventura)

In der Tat wären die Gedanken Bonaventuras zum „perversus imitator Deus“ eine tiefere Untersuchung wert, denn vieles, was uns als unumstößliche Wahrheiten seitens der Aufklärung ausgegeben wird, hat nichts anderes als „Offenbarungscharakter“, nur fehlt eben der „Deus Christianorum“ als Urheber der Offenbarung.

Der Mensch gewinnt durch seine radikale Emanzipation nicht den Himmel sondern er fällt ins Grauen, genau das haben dann Adorno und Horkheimer anhand ihrer Analysen zum Phänomen des Nationalsozialismus und damit des Holocaust sehr klar erkannt. Erst die Aufklärung mit ihrem verabsolutierten Freiheitsbegriff hat ein Denken hervorgebracht, in dem der einzelne Mensch lediglich Material ist, über das eine Macht, die sich als „Herrenrasse“ versteht, frei verfügen, ja sie jederzeit vernichten kann. In den Personen Hitler und Stalin hat sich also die Freiheit der Aufklärung nicht pervertiert, sondern ist zu ihrer letzten Konsequenz gelangt. Die der Aufklärung innewohnende radikale Emanzipation endet notwendig im Grauen. Die Kritik von Horkheimer und Adorno am Erkenntnisbegriff der Aufklärung hat höchst interessante Parallelen zur Lehre vom Sündenfall. Die radikale Emanzipation des Menschen durch ein verabsolutiertes subjektives Erkenntnisvermögen führt eben nicht ins Licht, sondern in die Finsternis der Negativität, der bloßen Verneinung und in der Praxis in die Hölle des KZ oder Gulags.

P.S.Es macht immer wieder Freude, hier auf katholisches.info Gedanken austauschen zu können.

Ergänzung:

Offenbarung, das scheint mir in meinen oberen Anmerkungen nicht deutlich genug geworden zu sein, ist von zentraler Bedeutung für die Erkenntnis. Die menschliche Ratio ist ohne Offenbarung weitestgehend blind und auf die bloßen Erscheinungen im Hier und Jetzt verschränkt. Daher ist das Offenbarungsverständnis Bonaventuras auch im thematischen Zusammenhang mit erkenntnistheoretischen Fragen überhaupt von großer Bedeutung.